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Nora Tschirner: Gut gegen Nordwind
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    Captain Silver    
 
 
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Beitrag 19062 Verfasst am: Do 17.Sep.2009 18:23
 
...kleine Sendung zwischendurch...
 
Hallo Leute, ich habe letztens Nora einen BonJovi-Song geschickt. Zwei Tage später habe ich diese Sendung gesehen:

Im Fernsehstudio „Leute von heute“. Ein Moderator sitzt mit einem freundlichen Lächeln Nora gegenüber, die einen Cowboyhut trägt, eine Lederjacke anhat und eine Sonnenbrille trägt.

Mann:
„Liebe Frau Tschirner, ich freue mich, dass Sie heute hier ins Studio gekommen sind. Sie waren letzte Woche schon auf unserem Sender „Starcatcher“ zu Gast, in der Kochsendung mit Alfred Bioschreck. Was wurde da leckeres gekocht, Frau Tschirner?“

Nora:
„Iggitigit-Kram!“

Mann:
„Ähh, nagut, wollen Sie nicht darüber sprechen?“

Nora:
„Nächste Frage, bitte!“

Mann:
„Ähh, die nächste Frage wäre dann: Warum sind Sie so selten noch zu sehen bei MTV?“

Nora:
„Wegen den ganzen Glitschfressen da. Hab die Schnauze gestrichen voll von denen.“

Mann:
„Frau Tschirner, Sie sind ja heute so…knallhart, wenn ich das so sagen darf.“

Nora:
„Nächste Frage!“

Mann:
„Sind Sie auch eine Frau, die einem Mann Paroli geben kann?“

Nora:
„na klar…bis er blutet aus der Maulschnauze!“

Mann:
„Puhhh…hatten Sie einen harten Vater? Haben Sie statt Puppen nur mit Revolvern und Soldaten gespielt?“

Nora:
„Ich habe mit den janzen geilen Ischen gespielt. Deswegen habe ich ja mehr auf dem Kasten als Sie, Sie Trottel.“

Mann:
„Danke für Ihre Direktheit, Sie wirken mal wieder ganz natürlich, das kennen wir von Ihnen. Aber haben Sie heute beim Frühstücksei vielleicht „Slayer“ oder „Megadeth“ gehört?“

Nora zündet sich eine Zigarette an.

Nora:
„Nächste Frage!“

Mann:
„Ist das Wort „Maulschnauze“ ein Dialekt aus Berlin?“

Nora:
„Aus Pankow. Nächste Frage!“

Mann:
„Was ist der skandalöseste Spruch Ihrer Karriere gewesen?“

Nora:
„Deutschland liebt dich und die anderen vier Schlampen!“

Mann:
„Ähh, welche anderen vier…“

Nora:
„Nächste Frage!“

Mann:
„Puuhh, Sie schießen mich ja richtig ab heute. Sie haben aber was, das kann nicht jede Frau bieten, denn…“

Nora:
„Mann, welcher Idiot hat eigentlich das „Co-Writer-Credit“ zu deinen Fragen und dämlichen Bemerkungen? Oder machst Du den Müll ganz alleine?“

Mann:
„Ähh, Frau Nora, ähh, Tschirner, ich…“

Nora:
„NÄCHSTE FRAGE!!“

Mann:
„Sorry ‚(schluck…denkt sich: Wenn alle Frauen so in diesem Land wären, na da wäre hier ja was los!!) was hat Ihnen am meisten in Ihrem Leben gebracht, hatten Sie in Ihrer Entwicklung einen Meilenstein, einen richtigen Durchbruch, der…“

Nora(unterbricht):
„Der Song, um den es ankommt!“

Mann:
„Der Song, auf den es ankommt, dürften wir erfahren, welcher…“

Nora:
„…um!!...“

Mann:
„Geht der Song so los? Um…umdidum?“

Nora:
„Der Song, UM den es ankommt!!!“

Mann:
„Im Deutschen heißt es aber…“

Nora(unterbricht):
„Ich bin keine Deutsche, ich bin eine Berlinerin!!“

Mann:
„Sorry, ich dachte aber…“

Nora:
„Ist mit Jacke wie Hose was Du denkst!“

Mann:
„Sorry, was ist denn das für ein Song gewesen?“

Nora(singt):
„I´m a cowboy, on a steel horse I ride, I wanted dead or alive!”

Mann:
“Was für ein Interpret ist das wenn ich…”

Nora:
„LETZTE FRAGE!“

Mann:
„Sorry, ich…“

Nora:
„Mann, hör doch mal mit deinem Sorry-Geplänkel auf. Bist Du ein richtiger Mann oder eine Memme? Schon mal was von „konkreter Ideenhabung“ gehört?“

Mann:
„(schluck)…nein…Na gut, die letzte Frage: Was wäre Ihr größter Wunsch?“

Nora:
„Ich will auf einem Pferd alleine in der Prärie reiten und einen Whisky trinken. Ich will meine Ruhe haben! Ist schon scheiße, wenn man so ein altes „Mediencowgirl“ ist!“

Nora steht auf, drückt die Zigarette auf den Tisch aus und wirft den Stummel auf den Boden. Und verlässt das Studio.

Mann:
„Ähh, ja, also, das waren, ähh war, puhh, Nora Tschirner! Nächstes mal haben wir mal eine Abwechslung, mal wieder zwei Männer zu Gast: John Wayne und Jesse James! Bis dann!“

www.dover.de.tl
 
 
     
 
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    MC Fraglos    
 
 
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Beitrag 19063 Verfasst am: Fr 18.Sep.2009 12:44
 
mein Sketch!!
 
Hey, ihr habt meinen Sketch gelöscht!! Ich hatte den gestern online geschrieben im Internetcafe. Ich wollte den jetzt runterladen und auf meine Festplatte ins "Maruschka" Verzeichnis packen!! Manno...laßt mich doch mal...wißt ihr noch 2003 und 2004? Da hatte ich hier "Narrenfreiheit" da konnte ich hier schreiben, was ich wollte. Das war toll. Und jetzt habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Nora-Sketch geschrieben und dann ist der weg!! Ich war hier immer schon ein Außenseiter, einer der hier mit kaum einen klarkommt. Bin ich im richtigen Leben überhaupt nicht. Ihr seid bestimmt noch sauer, weil ich damals die "Mitteilung" geschrieben hatte. Nora hatte mich fasziniert, Soloalbum dann traumatisiert und dann bin ich hängen geblieben. Auf dem Nora-Sketche-Schreiben-Trip. Ich muß der doch manchmal hier was schreiben. Schaut mal, sie meinte doch, daß ich sie mit meinen Stories oft zum lachen gebracht hatte. Dafür, daß der neue Sketch nur drei Seiten hatte war der doch ganz gut. War doch mit ihren lustigen Sprüchen. Den hätte ich schon längst schreiben sollen. Ich will den wieder haben. Naja, ich weiß ja noch wie der ging. Ich schreibe den heute zuhause noch mal. Ich sollte es auch langsam mal sein lassen hier. Ich schreibe ja hier nur, weil ich hoffe, daß sie das liest. Werde ich sie jemals vor mir sehen? Ne...irgendwie will ich das aber nicht einsehen. Ich kann so tolle Sketche über sie schreiben, über andere Frauen kann ich das nicht so gut. Da mavcht mir das kaum Spaß. Ich bin ja auch nur noch passiver Fan. Ich will aber ein DATE mit ihr haben! Was muß ich dafür machen? Was für einen Sketch schreiben? Oder soll ich ein Lied für sie auf der Gitarre komponieren. Mache ich doch gerne. Warum macht ihr nicht mal so ein Gewinnspiel wo man ein Date mit ihr gewinnen kann? Achso, sie hat ja einen Freund. Geht die auch mal mit dem weg? Der kann ihr einen Sketch schreiben und ihr gleich geben. Und er kann dann ihr wunderschönes LAchen auch sehen, ich muß es mir dann immer vorstellen. Alles nur imaginär für mich in dieser Welt. Nur träumereien. Okay, dann schreibe ich jetzt nicht mehr hier. Vielleicht mal wieder in einem Jahr oder sowas.
 
 
     
 
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    Dover    
 
 
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Beitrag 19066 Verfasst am: Sa 19.Sep.2009 17:41
 
back in black
 
Ach, jetzt bin ich mal wieder im Forum von Nora, toll. It´s more than a feeling! Ein tolles Lied von Boston. Ist 1976 rausgekommen, da bin ich geboren. Ich höre das Lied gerade. Na klar, das hat mir hier immer Spaß gemacht zu schreiben, das gebe ich zu. Nicht als Günni sondern als Dover texte ich jetzt hier. Günni hat sich immer aufgeregt über Soloalbum, hat immer nur das schlechte gesehen. Dover ist anders, der ist so wie ich jetzt seit ein paar Jahren. Der denkt mehr an Kebab Connection (ich esse auch gleich einen Döner, mache ich Samstag immer!) und hört nicht immer NUR Eddie und AC /DC uns so. Als Günni war ich noch in meinen wilden 20ern. Ich schreibe das hier nur um schon mal klarzustellen, daß so etwas wie die wilde Runde "Mitteilung" (Sommer 2003) oder ganz harte Anti-Nora-Texte hier von mir ganz sicher nicht reinkommen werden. Wenn das hier ein anderer macht, dann ist das nicht meine Sache, das müssen dann Tomcat und Apachejack entscheiden ob das zensiert werden muß. Wegen mir müßt ihr nix da mehr mit "***" oder so ersetzen, ich weiß mich jetzt zu benehmen.

So, was schreiben wir jetzt hier? Schon lange keine Sketche mehr in einem Forum geschrieben, auf Regie.de habe ich auch schon Jahre nicht mehr gepostet. Da fande ich es auch blöd, daß die Seiten nach einem halben Jahr gelöscht wurden. Und auf kurzgeschichten-welt.de habe ich nur kurzgeschichten geschrieben, da hatte ich kein festes Thema gehabt, keinen roten Faden. Hier habe ich den ja, die Nora!!

Erst mal muß ich "Mord ist mein Geschäft" sehen, Sky habe ich nicht. Ist der schon auf Video raus? Im Kino kommt der doch nicht mehr, oder? Dann schaue ich mal, ob ein neues Interview von ihr drauen ist. Ich hänge da etwas hinterher, irgendwo stand auch, daß es ein Trailer gibt von Keinohrhasen 2. Den erstenTeil fand ich gut. Naja, gerade so noch gut. Note:2-.
Tja, Nora, nach Kebab Connection, Fc Venus und Bluemoon bin ich über die Jahre schon etwas verwöhnt, hehe. Wenn ein Fußballfan auf einmal mekt, daß sein Team ständig gewinnt, dann will er weiter Erfolge sehen. Aber Keinohrhasen war schon okay, daß Ende vor allem war richtig gut. Ich höre gerade von Robert Miles "Children". Toller Song, Kinder sind schon was schönes, man kann auch viel wieder lernen von denen. Das tolle am Kind ist doch, daß es so neugierig ist und alles ist neu für diesen Menschen. Wird man älter, dann gewöhnt man sich ans Leben, man kann den Bahnhof nicht mehr sehen, wo man auf den Zug wartet und über eine Strecke gebracht wird, die man nicht mehr sehen kann. Auf Arbeit ist man dann auch schon zum tausendstenmal, alles wird langweilig und grau. Ein Kind aber wird beim 100.Besuch im Kindergarten oder in der Schule immer noch was neues entdecken. Man kann das natürlich auch wieder lernen ohne ein Kind zu haben. So, jetzt ist das Lied zu Ende. Ich mach mal beautiful day von u2 rein. Die Lieder von denen sind eigentlich simpel. Aber trotzdem gut, muß ja nicht immer alles so anspruchsvoll sein, ne?
Ich will jetzt hier nicht nur rumsülzen, schließlich bin ich wieder mal hier auf Sendung. Na klar, ich will mal wieder richtig Nora-Sketche schreiben! Aber es kann doch auch mal so ein kleines "Textchen" wie hier sein, man kann sich auch mal unterhalten, ihr könnt hier in "...kleine Sendung zwischendurch.." schreiben. Das Topic hier gehört mir ja nicht, ist ja Noras Fanpage, nicht meine. Die aber viel besser besucht wird als meine Homepage (pro Tag ein Besucher). Hier ist ja mehr los.
Was für einen Sketch kann man den schreiben? Nora als Mutter im Jahre 1940 und der Mann im Krieg? Oder Nora macht eine Band und tourt durch die Welt? Oder Nora wird von Außeridischen besucht, die ihr ein Buch geben mit allen Ereignissen, die noch in den nächsten Jahren auf unserem Planteten passieren werden. Nora veruscht dann alles zu ändern und rettet die Welt. Mal sehen. Mal schreibe ich hier einen Sketch, mal ein Textchen, so wie heute. Oder habt ihr vielleicht noch eine Idee für einen Sketch? Habt ihr euch mal gefragt, was wäre, wenn Nora...? So, jetzt muß ich Schluß machen, ich will meinen Döner essen, Sportschau sehen und dann ins Rosis gehen, bis dann!!!

PS: Ich mache gleich mal wieder das Assoziationspielchen mit, vor ein paar Jahren habe ich da auch mitgemacht. Mal schauen was da jetzt steht...
 
 
   
     
 
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Beitrag 19069 Verfasst am: So 20.Sep.2009 21:59
 
Vorwort
 
Statt am Sonntag nur abzuhängen und rumzukiffen habe ich heute mal wieder eine Nora-Geschichte geschrieben. Es ist kein Sketch im meinem üblichen Stil, ich wollte mal was ganz anderes schreiben. Ich will da etwas vielseitiger werden. Der Text ist etwas länger, daher gliedere ich den in zwei Teile. Am Dienstag gehe ich wieder ins Internetcafe, da packe ich den zweiten Teil rein.

Viel Spaß beim Lesen! morgens
 
 
   
     
 
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Beitrag 19070 Verfasst am: So 20.Sep.2009 22:01
 
Ein anderes Leben.................Teil I
 
Nora geht zum Fenster, schiebt die Gardine beiseite und betrachtet den Abendhimmel. Die dünnen Wolken verschleiern den Mond welcher den Dächern der Häuser einen geisterhaften Glanz verleiht. Sie lehnt sich ans Fensterbrett und sieht ihn. Wie er gerade in Russland mit dem Gewehr in der Hand die Feinde Deutschlands tötet. Die Feinde Deutschlands. Was hat die NSDAP Deutschland nur angetan? Der ganzen Welt hat Hitler so viel Leid und Schrecken schon angerichtet, wer weiß, was da noch kommen wird. Hoffentlich verliert die deutsche Wehrmacht diesen Krieg. Aber dann muß auch er sterben. Bernhard, ihr Mann und Vater ihres Kindes. Vielleicht werden sie sich nie wieder sehen, nie wieder einen sonnigen Tag zu dritt im Park, nie wieder gemeinsam essen und nie wieder gemeinsame Abende nur zu zweit haben, an denen sie sich Zärtlichkeiten austauschen, und das Grammophon im Hintergrund begleitet sie bei dieser Reise der schönsten Gefühle. Vielleicht nie wieder. Sie muß dann ganz alleine Hendrik großziehen. Ihre Eltern und ihr Bruder würden ihr sicher helfen, aber ihr Sohn braucht doch einen Vater. Und sie einen guten Mann.
Nora öffnet das Fenster und geht zum Schreibtisch. Sie öffnet eine Schublade und holt einen Brief raus. Ist der Brief schon alt, denkt sie sich. Nora spürt, wie ihre Adern pochen als sie das Couvert öffnet und den Brief rausnimmt. Schon bei dem Anblick der ersten Zeilen beginnt ihr Herz zu lachen und sie sieht sich auf einmal in dem blauen Kleid, welches sie vor zehn Jahren trug, als sie diesen Brief das erste mal las.

„Liebe Nora,

ich schreibe Dir, weil ich Dich nicht vergessen konnte. Der Abend letzte Woche im Humboldthain war ein Abend, der einzigartig war. Ich habe noch nie eine so bezaubernde Dame gesehen, leuchtend schön mit grünen Augen und einem Lächeln, welches noch nicht einmal Engel mir so süß schenken könnten. Deine Worte klingen noch in meinem Kopf, deine zarte Stimme belebte den Park, in dem die Vögel über uns kreisten und uns sahen, wie wir nebeneinander auf der grünen Bank saßen. Die grüne Blume in Deinem Haar konnte ich die ganzen Tage nicht vergessen.
Klaus hat mir erzählt, dass Du gerne ins „Kranzler“ gehst. Da bin ich auch sehr gerne, viele Freunde von mir sehe ich da regelmäßig. Es herrscht dort eine angenehme Atmosphäre und der Kaffee schmeckt da ausgezeichnet.
Laß uns doch am Wochenende noch einmal sehen, ich würde mich sehr freuen. Schreibe mir zurück ob und wann Du kannst.
Ziehe bitte wieder dein grünes Kleid mit den schönen Mustern an, es hat mir so sehr gefallen. Und vergiß die Blume im Haar nicht!

Mit den besten Wünschen

Dein Bernhard.“

Mit einer sanften Bewegung legt Nora den Brief an ihre Brust, schließt die Augen und seufzt mit einem Lächeln. Das waren noch Zeiten! Da war auch das Schreckensregime noch nicht an der Macht. Der erste Abend im Humboldthain, es war ein strahlender Sonntag, blauer Himmel, es war einer der ersten Frühlingstage im Jahr 1932. Und am Ende schien der Mond so wie heute und die Sterne funkelten und gaben ihr den Eindruck von dieser Welt beschützt und geliebt zu werden. Es war Liebe auf dem ersten Blick. Nach dem Treffen dachte sie sich, das kann er sein, der ist der Mann für mein Leben.
Nora bekommt auf einmal richtig Lust noch weitere Briefe zu lesen. Sofort fällt ihr das Schreiben ein, das sie las, als sie gerade schwanger war. Sie wühlt in der Schublade und sucht den Brief. Und findet ihn.

„Liebe Nora,

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist hier in Hamburg durch die Straßen zu laufen und zu wissen ich werde bald Vater. Die ganzen Leute am Drehort fragen auch ständig nach Dir. Ich hoffe Dir geht es gut. Was für einen Namen wollen wir unserem Kind nur geben? Wenn es eine Tochter wird, dann finde ich die Namen Susanne oder Nathalie schön. Bei einem Sohn würde ich mich auch sehr freuen, da gefallen mir die Namen Karl und Hendrik sehr gut. Was denkst Du? Du wirst eine ganz tolle Mutter werden, das weiß ich. Wir werden gute Eltern sein.
Der Film wird recht spannend, es ist wie ich Dir schon sagte ein Krimi. Ich hatte bisher nur in Komödien und Liebesfilmen gespielt, das hier ist mal was anderes. Ich gebe zu, wir müssen manchmal eine Szene noch mal drehen, weil ich mit den Gedanken wieder bei Dir war. So verliebt wie jetzt war ich noch nie. Auf meinem Nachttisch liegt immer das eine Bild von Dir was Du mir gegeben hast.
Hoffentlich bleibt das auch alles so. Ich will nicht den schwarzen Teufel an die Wand malen, aber Dir ist ja auch die schlechte Stimmung in Deutschland aufgefallen. Seit die Nationalsozialisten an der Macht sind wird gehetzt und gejagt, einige sagen mir, dass Hitler bald den Krieg beginnt. Gegen fast ganz Europa, er will am Ende die gesamte Welt. Vielleicht sind das ja nur Schreckensmärchen, vielleicht drohen die nur. Aber wenn der Krieg wirklich losgeht, dann werden die nächsten Jahre ein Albtraum werden.

Ich hoffe ich irre mich und die nächsten Jahrzehnte werden wir in Glücksseligkeit verbringen.

Mit herzlichen Grüßen

Dein Bernhard“

Ach, hätten sie doch das Land verlassen, denkt Nora sich. Oder am besten gleich nach Australien oder wo anders, ganz weit weg von diesem Grauen. Diese Liebe zu Berlin hat Nora und Bernhard doch immer hier gehalten. Und dann war es irgendwann zu spät zu fliehen.
Nora legt den Brief beiseite und geht ins Kinderzimmer. Sofort vergisst sie all die Probleme als sie Hendrik ganz sorglos spielen sieht. Sie geht zu ihm, bückt sich und schaut auf die kleine Puppe, die Hendrik in der Hand hat.
„Das ist doch die Puppe, die dir Papa mal gemacht hat.“
„Ohrküken heißt der. Zweiohrküken.“
„Wieso hat denn das Küken zwei Ohren?“
„Der wollte unbedingt zwei Ohren haben. Und wenn man was unbedingt will, dann bekommt man das auch, sagt Papa. Damit kann der fliegen.“
„Der kann fliegen? Wohin denn, mein Schatz?“
„Der war schon überall, in Honduras, Peru, China, überall.“
„Dann hat unser Zweiohrküken aber bestimmt ganz viele Freunde.“
„Ja. Aber sein bester Freund ist der Keinohrhase.“
Nora muß sofort lachen, als sie an die andere Puppe denkt, die Bernhard auch für Hendrik gemacht hat.
„Wo ist denn der Keinohrhase, Hendrik?“
„Der hat sich versteckt. Da unter dem Bett. Der schämt sich das er keine Ohren hat. Hasen haben Ohren, er aber nicht.“
„Sag dem Keinohrhasen doch, dass er auch was besonderes ist. Er war der erste, als er da war, da gab es Zweiohrküken noch nicht.“
Hendrik lacht auf und in dem Moment nimmt Nora ihren Sohn auf den Arm und streichelt ihn. Sie geht mit ihm ins Wohnzimmer, da läutet es an der Tür. Sie setzt Hendrik auf das Sofa ab und geht zur Tür. Wer wird das jetzt nur sein um diese Uhrzeit? Vielleicht Helga? Oder ihr Bruder?
Nora öffnet die Tür und in dem Moment, in dem sie die Uniform eines fremden Mannes sieht fährt ein Schauer durch ihren Körper. Sie schaut dem Uniformierten ins Gesicht und auf einmal fühlt sie eine unheimliche Schwere in ihren Beinen. Bitte nicht, bitte nicht, denkt Nora und fäßt sich mit der Hand an die Lippen.
„Guten Abend, Frau Tschirner, ich muß Ihnen leider mitteilen, dass ihr Mann mit dem Flugzeug abgestürzt ist. Es ist vorgestern passiert, er ist einen Heldentot gestorben und hat sich fürs Vaterland geopfert. Sie bekommen noch einen Orden verliehen, der...“
„NEEEIN!!!“
Nora fäßt sich an den Haaren und auf einmal wird ihr schlecht, so viel Unglück hatte sie noch nie verspürt. Hendrik rennt sofort zur Tür und schaut ganz neugierig seine Mutter an.
„Was ist los, Mama? Was ist passiert?“
„Nein!“ krächzt sie und schließt die Tür. Nora geht ins Wohnzimmer und macht das Fenster zu. Und weint. Bilder von ihrem Mann auf der Gartenparty, im Schwimmbad, am Meer und viele andere schießen ihr durch den Kopf und sie weiß das keine neuen Bilder mehr dazu kommen werden. Es hätten noch so viele werden können. Sie werden sich nie wieder sehen, nie wieder unterhalten und nie wieder küssen können.

Drei Jahre später.

Ist die Karre schwer, denkt sich Nora. Jetzt sind wir die Trümmerfrauen und müssen Deutschland wieder aufbauen. Die Männer tot und die Frauen müssen die Drecksarbeit machen. Und noch die Kinder am Hals! Aber zum Glück habe ich ihn noch. Er wird ein toller Mann, so wie sein Vater. Hoffentlich müssen wir das nicht noch mal durchmachen.
Nora stellt die Schubkarre ab. Auf einmal spürt sie ein Tippen auf ihrer Schulter und dreht sich um. Helga steht vor ihr, mit dreckigem Rock und zwei Eimern in der Hand.
„Hallo Nora, ich muß auch in die Berliner Allee. Die Steine sind so schwer, puhh.“
Sie legt die Eimer ab und stützt sich mit dem Arm an einem Laternenpfahl ab.
„Ich habe gestern einen tollen GI kennen gelernt, James heißt er, echt süß. Diese Amerikaner sind echt nett, die haben auch gute Zigaretten dabei, Nora. Und sehr sympathisch. Und tolle Lieder können die singen, einige von denen jedenfalls, hihi. Schau Dir doch auch einen von denen an, Nora.“
„Ich habe jetzt besseres zu tun als mit Männern rumzuschäkern. Wir müssen wieder Berlin aufbauen, das ist wichtiger.“
„Ach, Nora, denke doch mal auch ans Vergnügen.“
„Vergnügen. Jetzt ist erst mal Schluß damit. In der Lehderstraße wurde wieder rumgeschossen, da sind irgendwelche Verrückte, die Waffen gefunden haben. Diese...diese...diese...“
Nora schaut an Helga vorbei und bekommt den Mund nicht mehr geschlossen. Sie ist aber schon oft darauf reingefallen, denkt sie sich.
„Was ist los, Nora?“
Sie dreht sich um und beide sehen einen Mann. Nora weiß, dass es ein Wunschgedanke ist. Öfter hat sie schon Männer von weitem gesehen und dachte, da ist er, er hat es doch überlebt. Sie muß diesen Traum aufgeben, sie weiß auch, dass sie es bald schaffen wird. Vielleicht ist das der letzte Mann, wo sie noch denkt, es könnte Bernhard sein.
„Der sieht ja so aus wie dein Mann Bernhard.“
Auf einmal bleibt der Mann stehen. In diesem Moment durchzuckt Nora ein Blitz, sie geht einen Schritt nach vorne bleibt aber wieder stehen. Kann er es echt sein? Aber er ist doch mit dem Flugzeug abgestürzt. Aber vielleicht...
„Nora!“ ruft er. Das ist er!! Das kann doch nicht wahr sein, denkt sie. Mit einem lauten fröhlichen Ruf rennt sie auf ihn zu, er läuft auch immer schneller, stolpert kurz, fällt hin, aber steht dann gleich wieder auf.
Beide küssen sich sofort wie wild und Nora rollen die Tränen vor Freude über ihre Wangen. Er hat es doch überlebt! Jetzt wird alles wieder gut!
„Wie hast du überlebt? Was ist passiert?“
„Wir mussten schnell zum Basislager um dort wieder mit dem Truppenflugzeug an die Front gebracht zu werden. Es war vor drei Jahren, wir sollten nach Stalingrad. Während des Weges wurden wir aber von Sowjets angegriffen, unsere Truppe ist in zwei Teile geteilt worden. Der vordere hat es zum Lager geschafft, wir aber waren mitten in einem Gefecht. Mich traf auch eine Kugel, aber zum Glück nur ins Bein. Wir mussten uns ergeben und sind ins Gefangenenlager nach Sarotow gebracht worden.“
Nora umarmt ihren Mann und Bernhard fäßt an ihre Hüften. Dabei schaukelt sie hin und her und grinst ihn an.
„Endlich habe ich meinen Mann wieder. Mir wurde gesagt, du seiest mit dem Flugzeug abgestürzt.“
„Ich hatte Glück im Unglück gehabt. Aber auch in so einem Gefangenengelager kann man auch nicht mehr wiederkommen, die Jahre habe ich versucht zu fliehen, aber immer wieder haben sie mich gefaßt. Vor einer Woche bin ich dann aber erfolgreich geflohen. Endlich sehe ich dich wieder. Was ist mit Hendrik?“
„Der ist zwei Straßen weiter, der spielt mit seinen Freunden. Der ist jetzt acht Jahre alt. Es ist das schönste Gefühl, was ich eben verspüre. Ich weiß jetzt, dass er dich noch mal sehen wird. Und ich sehe dich auch wieder. Danke.“
Sie schließt die Augen und küsst ihn. Es war der schönste Kuss in ihrem Leben.
„Ich will unbedingt meinen Sohn sehen.“ sagt Bernhard danach. Beide gehen Arm in Arm die Straße entlang, Helga läuft mit einem verschmitzten Lächeln hinterher.
„Bernhard, wenn noch mal so ein Krieg kommt, dann schnappen wir uns Hendrik und hauen ab, klar?“
„So einen Wahnsinn mache ich auch nicht noch mal mit, Nora.“
Bernhard läuft immer schneller, er will ihn endlich wieder sehen. Wie er wohl jetzt aussieht? Was er gerade spielt? Um so mehr Fragen in seinem Kopf auftauchen um so mehr beschleunigt sich sein Gang. Jetzt nur noch um diese eine Hausecke, da muß er doch dann sein. Und tatsächlich, eine Gruppe von Kindern, die mit einem Ball spielen. Er überfliegt schnell das Bild und sieht ihn sofort. Das ist er!! Jetzt hat er den Ball, er rennt und schießt. Tor! Er jubelt und wälzt sich im Boden.
Jetzt kann sich Bernhard nicht mehr halten, er rennt, nein, er stürmt vor ruft laut „Hendrik!“ Der Junge dreht sich um und schaut seinen Vater fragend an.
„Wer bist du?“
„Ich bin dein Papa, ich bin aus dem Krieg zurück.“
Beide umarmen sich und Hendrik bricht in fröhliches Gelächter aus.
„Mama hat so viel geweint um dich. Und ich war auch so traurig.“
„Ich hatte auch solche Angst um euch. Ich dachte schon ich sehe euch nie wieder.“
Nora sieht die beiden und schaut nach oben. Sie faltet die Hände zusammen und schickt Gott ein Dankeschön entgegen. Sie schließt die Augen und wünscht sich, dass dieser Tag nie vergehen würde. Das dieser Traum noch mal in Erfüllung gehen würde, das hat sie immer nur gehofft aber nicht mehr daran geglaubt.
„Schau mal, mein Junge, ich habe Dir eine Schatzkarte mitgebracht.“ sagt Bernhard zu seinem Sohn und holt aus seiner Tasche eine vergilbte Karte.
„Da ist ein Schatz vergraben. Wenn Du groß bist, dann kannst du den finden.“
„Wie finde ich den denn?“
„Bald gehst du in die Schule, gib Dir da Mühe und dann findest du den Schatz.“
 
 
   
     
 
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Beitrag 19074 Verfasst am: Di 22.Sep.2009 17:11
 
Ein anderes Leben..................Teil II
 
30 Jahre später

„...Ich bin davon überzeugt, dass ich in der Lage sein werde, meine Theorien über den wahren Ursprung der Maya-Religionen zu beweisen. Nach den Inschriften in Kalkamal zu urteilen, muß ich mich nun in unmittelbarer Nähe des antiken Bendal-Dolum befinden, dem verlorenen Tempel der Verbotenen Götter. Die Inschriften auf dieser Pyramide können nichts anderes bedeuten! Wenn Gerald recht hat, muß der Tempel von hier aus in südwestlicher Richtung liegen, maximal 30 Kilometer entfernt. Wir werden bei Sonnenaufgang aufbrechen.

Ich denke oft an zu hause, an mein schönes Pankow, ich freue mich schon, wenn ich wieder zurück bin. Wenn ich den Tempel gefunden habe, dann bringe ich dir was schönes von dort mit. Grüß Papa von mir, bis dann

Dein Hendrik.“

Nora legt den Brief beiseite und denkt nach. Was ist alles nur in den letzten 30 Jahren passiert. Hendrik hat sich in seiner Jugend immer mehr für frühere Geschichte und alte Sagen und Legenden interessiert. Nach der Schule hat er Archäologie studiert und sich auf Lateinamerika spezialisiert. Er hat schon einige Forschungsarbeiten geschrieben, das jetzt ist seine größte Expedition. Toll, wie ihm das Spaß macht, denkt sie sich. Aber etwas unheimlich kommt ihr das schon vor. Die Mythologie der Mayas war brutaler als die der Ägypter und Sumerer. Da wurden Menschen geopfert und die Götter waren teilweise sehr grausam. Aber das sind ja nur Geschichten, denkt sie sich. Hendrik macht das gut.

„Hendrik, wir sind da! Bendal Dolum!“
„Ja, Helmut, wir haben es geschafft.
Die Gruppe steht vor dem Tempel. Hinter dem Portal steht eine schwarze, glänzende Säule. Hendrik geht auf sie zu und fäßt sie an.
Die Oberfläche der Säule fühlt sich kalt und ekelhaft an, aus dem Boden scheint ein grünschimmerndes Licht.
„Laßt uns durchgehen.“
Die Truppe folgt ihm und sie gehen durch eine hohe Tür. Sie stehen in einer unregelmäßig geformten Kammer, die offensichtlich vollständig aus einem rauchigen Quarz gearbeitet wurde. Der Raum wird von einem Licht erhellt, das tief aus dem Material zu leuchten scheint. Fantastische Säulen, Stalaktiten und Stalagmiten, zieren den Raum.
Das ist ja wunderschön, denkt sich Hendrik. Was wird wohl in dem nächsten Raum sein?
Und der nächste Raum übertrifft ihn sogar noch. An der Tür entziffert er „Die Kammer der Kristallsäulen“. Vor ihm sind eine Vielzahl von Säulen, die aus einem glasartigen Material bestehen. Das Material verhält sich eigentümlich, denn jedes Licht, dass auf die Säulen fällt, wird in fremdartige, kadaleidoskopähnliche Muster gebrochen und reflektiert.
So was schönes habe ich noch nicht gesehen, denkt er sich.
„Sag mal, bin ich in einem Traum?“ fragt Helmut.
„Wir sind angekommen, Helmut, ich weiß es, wir sind da.“ beteuert Hendrik und ballt die Faust. Er berührt die Säulen und spürt eine warme Schwingung. Irgendwie ziehen ihn die Farben an, er spürt ein Verlangen in sich und kann die Säule nicht mehr losloassen.
„HENDRIK!“
Auf einmal wird alles schwarz um ihn und der Raum scheint zu verschwinden. Unvermittelt sieht er eine sinistre schwarze Galeere, die über einen glasig wirkenden Ozean fährt, über dem ein seltsam entstellter Mond hängt. Das kann doch nicht der Mond sein, den er kennt. Er schaut um sich und sieht sich an der Klippe stehen, das Rauschen des Meeres vermischt sich mit dem Zirpen der Grillen. Und neben ihm ist eine dieser Säulen aus dem Tempel. Die Luft schmeckt auch ganz anders, was sind das für rote Steine überall und dieser violette Doppelstern am Firmament, den hat er noch nie gesehen, was ist das? Wo ist er? Er schaut noch mal zur Galeere, sofort duckt er sich. Was sind das nur für Gestalten, die da rudern? Die haben scheinbar zwei Köpfe und geben eigenartige Laute von sich. Ich kann vielleicht jederzeit zurück, ich muß nur die Säule wieder anfassen, denkt er. Aber jetzt erkunde ich das alles hier, sagt er sich und findet einen kleinen Pfad. Diesem folgt er zielstrebig, dabei schaut er um sich. Bei genauerem Hinsehen kommt er aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Äste der Bäume sind viel länger als er es kennt und zackige orangefarbende Früchte hängen an den Stielen. Die Blätter sind zwar auch grün, scheinen aber ein Licht von sich zu geben.
Ein Zischen lenkt sofort seine Aufmerksamkeit auf einen Baum. Solch einen Vogel hat er noch nie gesehen! Er hat dunkelblaues Fell und nur ein Bein, mit dem er auf einem großen Ast steht. Seine Krallen glänzen gelb und sehen sehr kräftig aus.
Staunend wie ein Kind läuft Hendrik an diesem Wald vorbei und denkt sich, was werden nur meine Mitmenschen von mir denken, wenn ich denen das erzähle? Wohin führt dieser Weg wohl? Er läuft um eine Biegung und sieht am Ende des Pfades etwas goldschimmerndes. Um so näher er diesem Etwas kommt, um sehr kann er es erkennen. Er kann es sich schon denken, irgendwann musste er auf so etwas stoßen. Er bleibt davor stehen und schaut es sich an. Es ist ein kleiner Schrein zu Ehren Cthulhus, vollständig mit Altar und einer Statue auf einem Zeremonialpodest. Cthulhu. Ein mächtiger und grausamer Gott, vielleicht der grausamste der Mayas. Hier muß er sicherlich was opfern, damit er ihn sehen kann. Doch, hier kann er Azathot, Cthullhu und Shub-Niggurath treffen, an diesem mysteriösen Ort.
Auf dem Altar sieht er eine Mulde, er berührt sie vorsichtig und auf einmal erscheint über dem Altar ein Ungeheuer von entfernt menschenähnlichen Umrissen mit tintenfischgleichem Kopf, dessen Gesicht aus einem Wirrwarr von Tentakeln besteht. Darunter erkennt Hendrik einen schuppigen molluskenhaft aussehenden Körper, eklige Klauen an Hinter- und Vorderfüßen und lange schmale Flügel auf dem Rücken. So etwas hatte er noch nie...
„Halt die Luft an, Mann, bin doch auch nur so ein Ding. Bin halt ein Gott, das schon forever, aber das ist kein Ding, denke nicht von mir das ich „Starallüren“ habe oder so. Angst brauchste auch nicht mehr vor mir haben, ich gebe zu, vor ein paar tausend Jahren war ich echt grausam, aber jetzt bin ich ruhiger, ich bin halt schon etwas älter und reifer jetzt. Opfern und so eine Kacke machen wir nicht mehr, ne? Woher jetzt auch einen Menschenkörper nehmen, das ist ja auch so umständlich. Willst mit mir quatschen, ne?“
„Aber...Aber...“
Das hatte Hendrik nun wirklich nicht erwartet.
„Dafür kommt es aber gut an, gerade bei euch Menschen. Wir haben leider keine Fans mehr, die Mayas gibt es nicht mehr. Schade. Aber ich habe mal auf eurer Erde richtig Karriere gemacht. Am weitesten haben es aber euer langweiliger Gott aus der Bibel und dem Koran gebracht. Paar andere Götter sind auch prominent geworden, aber egal. Du brauchst aber keine Angst zu haben vor mir, du kannst auch wieder deine Olle sehen und auch deine Eltern. Deine Mutter war mal eine richtig heiße Braut, als die in ihren jungen Jahren war, da war ich ihr Fan. Habe manchmal was in ihr Gästebuch geschrieben und ihre Bilder gesammelt. Das nur am Rande. Du hast Bendal-Dolum gefunden und die Säulen berührt. Das hatten schon andere gemacht, aber keiner der Leute hatte das Glück genau in der speziellen Mondphase die berührt zu haben. Deine Kumpels können jetzt nicht her, da habe ich schon für gesorgt. Es kann immer nur einer kommen, sonst werdet ihr frechen Menschlein noch aufmüpfig und schickt gleich eine ganze Armee. Nicht, dass ich mit solch kleinen Strolchen nicht fertig werde, ich will aber meine Ruhe. Stelle deine Fragen und zisch wieder ab.“
Hendrik schluckt und überlegt.
„Hast du uns Menschen erschaffen?“
„Na logo! Also nicht ich alleine, aber da waren ein paar Götter dabei, wir waren ein ganzes Team. Erst mal haben wir nur den Mann gemacht, es gab erst mal nur einen und der konnte ewig leben. Aber das fanden wir dann öde und dann haben wir noch die Frau gemacht und dann ging das ganze Theater bei euch los. Ich schaue am liebsten eure Filme. Toll, wie ihr den blöden Jesus verarscht habt, das waren die Monty Pythons, oder? „Big Fish“ hat mir auch sehr gut gefallen. Oder...“
„Warum zeigst du dich nicht auf der Erde?“
„Weißt du was dann los wäre? Ich wäre auf jeder Zeitung drauf, Stefan Raab und Harald Schmidt würden mich als Dauergast haben wollen, ich könnte eine Partei gründen, die würde in jedem Land gewinnen und so weiter. Dann wäre ich auf einmal so ein krasser Megastar bei euch, dann würde ich übermütig werden. Und ich würde böse werden und mich mit den anderen Göttern anlegen. Natürlich schaue ich manchmal bei euch vorbei. Verkleidet als Straßenpenner oder Junkie. Macht Spaß.....noch eine Frage, Hendrik?“
„Wie lange wird es die Menschheit noch geben?“
„Ach, noch ne Weile, mach die keine Sorgen, das Ende der Welt wirst du nicht erleben. China wird halt immer mächtiger, Indien auch und die verbünden sich dann mit Russland. Nordamerika und Europa stehen auf der anderen Seite, es gibt dann wieder einen kalten Krieg, es knallt dann auch einmal, der Krieg geht eine Woche, aber dann ist Schluß. Dann ist eure Erde so wie der Mars. Aber das dauert noch einige hundert Jahre. Noch eine Frage? Ich will jetzt schauen ob Leverkusen gewinnt. Wenn die gewinnen und der HSV verliert oder spielt nur Unentschieden, dann ist die Werkself endlich auf Platz eins. Fußball ist das geilste, was ihr euch ausgedacht habt, ihr Menschen. Das hat aber Shub-Niggurath schon hier auf der tschirner.de gesagt, Sommer 2004 war das glaube ich.“
„Tschirner.de? 2004?“
„Ähh, das verstehst du jetzt nicht. Das hat was mit Parallelwelten zu tun. Deine Mutter ist in einer anderen Welt erst am 12.06.81 auf die Welt gekommen. In allen Parallelwelten zwar mit grünen Augen und eine Vorliebe für Berlin aber nicht immer hat sie einen Sohn der es so weit gebracht hat. Mann, du könntest ein Buch über mich schreiben, aber keiner würde dir glauben. Die würden dich wegsperren. Eine Frage kannst Du mir aber noch stellen.“
Hendrik strengt seine grauen Zellen an, die ganzen Fragen die er hat soll er in eine einzige packen?
„Kann ich mit dir mitkommen? Zeig mir die Parallelwelten, zeig mir alles...“
„...was es gibt? So alt wirst du doch gar nicht um das alles zu sehen. Na klar, ich kann dir ein paar Highlights zeigen. Schon mal Sterne gesehen, die wie ein Wasserfall von einer Galaxie in die andere fliegen? Das ist ein Anblick, das kann ich dir sagen. Oder die Welt Bondon, da ist Musik Staatsreligion und Philosophie, die haben auch keine Kriege mehr, könntet ihr euch als Vorbild mal nehmen. Solche Lieder, die bei denen in den Charts sind hast du noch nie gehört. Hast du dir schon mal vorgestellt, du trinkst einen Kaffee und weißt danach wie alt die Erde wirklich ist und wer die Pyramiden gebaut hat? Solche Schoten gibt es auf Navarda, aber die haben zuviel Probleme. Technisch zwar ausgezeichnet, aber keine Moral. Komm mit mir mit, nur versprich mir, dass du nichts über mich schreibst. Ich zeige dir alles, gebe die Antworten und dann kannst du ein Buch schreiben und richtig Karriere machen. Nur über mich nicht, denn wenn ich erst mal bei den Menschen da bin, ohhh, da würde ich...“
„Ich würde gerne meiner Mutter aber noch einen Brief schreiben. Sie wird denken, ich bin verschollen.“
„Rufe die doch an, ich habe auch Mobiltelefon, ihr in eurem 1975 seid noch nicht so weit.“
„Nein, ein Brief ist besser. Außerdem liebt sie Briefe. Aber wie soll ich ihr den schicken?“
„Bin ich ein Gott oder ein Trottel? Schreib das Ding, ich mach das schon.“
Auf einmal erscheint auf dem Altar ein Stift und ein paar Blätter Papier. Hendrik denkt kurz nach und schreibt los.

„Liebe Mutti,

ich werde jetzt eine Weile wegbleiben. Denke nicht das ich tot bin und nicht mehr wieder komme, ich will euch alle unbedingt noch sehen. Aber jetzt bekomme ich Gelegenheit alle wichtigen Fragen der Menschheit zu lösen. Bitte denke nicht, ich bin verrückt geworden und habe mich da in etwas reingesteigert. Warte es einfach ab, ich bin mir sicher, Du und Papa werdet mir glauben. Die anderen werden mir aber auch glauben. Ich muß diese Gelegenheit einfach nutzen, das, was ich jetzt sehen werde, werde ich wahrscheinlich nie wieder sehen können. Wenn es geht, dann schreibe ich dir noch einen Brief, ich muß jetzt los. Ich habe dich lieb.

Bis dann

Dein Hendrik.“

Nora legt den Brief auf den Tisch und schaut aus dem Fenster. Die dünnen Wolken verschleiern den Mond welcher den Dächern der Häuser einen geisterhaften Glanz verleiht. Wie damals vor über 30 Jahren. Da war Hendrik aber noch ein kleines Kind, jetzt ist er scheinbar am Ziel seiner Träume angekommen. Vielleicht ist da doch was dran an den Göttern. Sie hat doch immer Glück am Ende gehabt, das Schicksal hat immer in ihrem Leben einen guten Lauf genommen. Sie braucht keine Angst zu haben, denkt sie sich. Das, was sie am meisten an diesem Abend fasziniert hat, ist, wie sie den Brief bekommen hat. Eine Brieftaube hat am Fenster geklopft, da sind doch irgendwelche höheren Mächte im Spiel.
Sie packt den Brief in die Schublade und hofft, dass die Götter weiterhin sie und ihre Familie beschützen. Das werden sie, hört sie in ihrem Kopf. Mit einem Lächeln setzt sich die nun 65-jährige Nora in ihren Sessel und zündet eine Kerze an. Sie ist heute ganz alleine, da kann sie ihre Lieblingshobbies wieder machen: Träumen und alte Briefe lesen!
 
 
   
     
 
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Beitrag 19079 Verfasst am: Do 24.Sep.2009 11:04
 
 
Ich habe einen neuen Nora-Sketch geschrieben. "Mord ist mein Geschäft, Nora" heißt der. Packe ich am Samstag hier rein. Ist dann auch wieder eine Komödie. Aber so eine Story wie "Das andere Leben" werde ich irgendwann noch mal schreiben, ist mal was anderes.
Wo sind eigentlich Kai, Nastygirl, K-OZ, Mondsuechtiger, RRR usw? Von der alten Garde sind doch nur noch Tomcat, Apachejack und ich übrig geblieben. Die schauen hier bestimmt ab und an mal rein, sind aber alles jetzt inaktive Fans. ich habe mich mit denen sowieso nicht so gut verstanden. Soviel Zoff wie hier hatte ich noch nicht gehabt in meinem Leben. Und auch nicht so viel Spaß!! Wenn ich hier schreibe, Mann, da werde ich ja richtig nostalgisch. Wie die Homepage früher hier aussah!! Jetzt sieht die richtig gut aus, tolle Arbeit. Vor sechs Jahren war das Layout schlecht und die Schrift war viel zu klein.
Ich werde mal schauen, ob ich den Film "Vorstadtkrokodile" irgendwo ausleihen kann. Darüber schreibe ich auch einen Sketch. Wie ich "Mord..."finde, daß kann man in dem entsprechenden Thread lesen.
Hier ist aber weniger los. Das merkt man auch am assoziationspielchen und an den Aufrufen. Wenn Zweiohrküken ins Kino kommt, dann gibt es hier wieder viellleicht mehr Besucher.
Nora, Du mußt GAR nicht denken, daß ich den ganzen Tag nur an Dich denke und voll auf Dich abfahre. Das denkst Du bestimmt, weil ich jetzt wieder Sketche über Dich schreibe. Stimmt aber nicht. Ich habe Dich nicht an der Wand hängen, auch mein Desktop ist nicht mit Dir geschmückt. Wollte ich nur mal klar stellen. ich schreibe hier weil es Spaß macht und ich das Schreiben hier trainieren kann. Natürlich ist Nora eine heiße Braut aber ich habe überhaupt kein Problem, daß ich sie nicht kennen lernen kann. Hat Kai auch so gesehen gehabt und eine tolle Site für sie gemacht. Vom Layout war das nicht toll, man konnte aber gute Infos von der Frau schnell bekommen. Habe ich schon erzählt wie ich auf Nora aufmerksam geworden bin? Ich glaube ja. Das erste mal gesehen habe ich sie auf MTV. 2002 war das. Aber das habe ich schon irgendwo gesagt gehabt.
Als dann Kebab C. ins Kino kam, da war ich vielleicht glücklich! Da habe ich eine kleine One-Man-Party gemacht! Leider ist der Film etwas untergegangen. Aber die Leute, die ich kennen gelernt ahbe und den Film kennen, fanden den gut. Davon ein zweiter Teil würde mich persönlich mehr reizen als von Keinohrhasen .Aber ich lasse mich mal überraschen was noch so kommt.
 
 
   
     
 
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Mitglied Dover
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Beitrag 19082 Verfasst am: Sa 26.Sep.2009 21:19
 
Mord ist mein Geschäft, Nora
 
In einem Cafe sitzen Wolf und ich. Wolf ist ein alter Freund von mir, und auf dem letzten Klassentreffen haben wir beschlossen uns hier zu treffen. Ich bin recht locker mit Jeans und Jeanshemd gekleidet, er aber ist ziemlich schick in schwarz. Es ist Samstagabend.

Wolf:
„Na, Jan, das wird ein toller Abend, nicht? Wahre Liebe gibt es nur unter Kumpels, sagt man doch so schön.“

Dover:
„Wir sind immer noch so gute Freunde, wir verstehen uns blind.“

Wolf lacht und gießt mir Rotwein ins Glas.

Wolf:
„Und? Hast du gerade eine Olle?“

Dover:
„Ne, die letzte habe ich auf den Mond geschossen. Die war ganz schön frech, die...“

Wolf(unterbricht):
„Laß dir ja nichts gefallen von den Weibern. Heutzutage gibt es viel zu viel Weicheier, die sich alles von den bieten lassen. Die Frauen wollen uns lenken und dressieren, die gehören ins Bett und an den Herd! Mehr nicht!“

Dover:
„Hast Du eine Freundin?“

Wolf(ernst):
„Ich habe die vorgestern abgeschossen!“

Erst mal ist mir das etwas unheimlich, wie er das sagt, aber er lächelt dann und ich beginne auch zu lachen. Unser Gelächter wird immer lauter, ach Mann, das ist ja wie in alten Zeiten!

Dover:
„Was machst du so?“

Wolf:
„Ich habe einen krisensicheren Job, der...Moment...“

Sein Handy klingelt und er geht ran.

Wolf:
„Ja? Habe ich erledigt. Ja, es gibt keine Spuren. Nein, hat keinen Lärm gemacht. Bis dann!“

Er legt auf und schaut ernst.

Wolf:
„Sorry, aber es war etwas geschäftliches. Wo waren wir stehen geblieben?“

Dover:
„Bei...bei deinem Job.“

Wolf:
„Achso....na ja, so locker kann ich dir das gar nicht erzählen.“

Dover:
„Wir sind doch gute alte Freunde. Mir kannst du vertrauen.“

Wolf:
„Na gut. Ich bin...(flüstert) Auftragskiller!“

Dover:
„WAS? Ich bin geschockt.“

Wolf:
„Warum denn? Wenn ich es nicht mache, dann macht es halt ein anderer. Wir haben sowieso zu viele bekloppte Menschen auf diesem scheiß Planeten. Der Job hat flexible Arbeitszeiten, bringt Bock und...“

Dover(unterbricht):
„Bock? Du hast dich ja doch ganz schön verändert. Ich bin enttäuscht.“

Wolf:
„Was ist denn dein Job?“

Dover:
„Ich bin zur Zeit, naja, Hobby-Schriftsteller. Nebenbei arbeite ich in einer Werkstatt, wo wir Spielzeug machen. Die ‚Fischwerkstatt’ wird sie genannt, wir machen da kleine Fische aus Stereopore.“

Wolf:
„Wieviel verdienst du da?“

Dover:
„1,50 € die Stunde.“

Wolf lacht und fäßt sich mit der Hand an die Stirn. Dabei schüttelt er den Kopf.

Wolf:
„Du wirst ausgebeutet, Mann. Du bist immer noch der alte, gutmütige und liebe Trottel. Die Sensiblen und Ehrlichen haben doch in dieser Welt verkackt, sieh das doch mal ein.“

Dover:
„Ich habe aber meinen Stolz.“

Wolf:
„Auf deinen scheiß Stolz kannst du dir einen runterholen, mehr nicht. Du kannst doch die Welt nicht verbessern, du musst zusehen, dass du hier nicht untergehst.“

Dover:
„Ich bleibe meiner Werkstatt lieber treu als das ich Menschen umbringe.“

Wolf:
„Du bist auch nicht der Typ dafür, du bist nicht knallhart genug. Warst du noch nie.“

Dover:
„Naja, egal, wechseln wir das Thema. Sag mal, was macht Robby eigentlich? Der war gar nicht bei dem Treffen und...“

Wir unterhalten uns während die Uhr an der Wand die Minuten und Stunden zählt und die Weinflasche immer leerer wird. Zwei Stunden später:

Wolf:
„...ich weiß es doch auch nicht, Mann. Am besten du schreibst mal einen richtig guten Roman. Oder du machst diese Reha-Maßnahme. Jede Woche nur 50 Euro, das ist doch ein armseliges Leben.“

Dover:
„Auf Dauer schon. Ich hätte gerne mehr Geld. Im Urlaub war ich auch schon lange nicht mehr.“

Wolf:
„Tja, morgen geht es ab nach Ibiza, ha! Ich bräuchte eigentlich so eine Art Urlaubsvertretung, aber du bist zu soft.“

Für so etwas bin ich zu soft. Aber moment mal, ist das der Grund? Wenn ich an die härtesten HeavyMetal-Sessions in meinem Leben denke, dann bekomme ich gar kein bisschen den Eindruck, dass ich zu soft bin.

Dover:
„Ich glaube, das ist nicht der Grund.“

Wolf lehnt sich zurück und fäßt sich mit der Hand an den Mund.

Wolf:
„Na machen wir mal einen Test. Einer drückt dir eine Knarre an die Schläfe, was machst du dann?
A)um das eigene Leben winseln
B)„Schieß mich doch ab, du Penner?“ sagen“

Ich zünde mir eine Zigarette an und überlege.

Dover:
„Ich wähle C) : Ich zerquetsche ihm die Eier und reiß ihm die Waffe aus der Hand.“

Wolf ist ganz überrascht. Er pfeift durch die Zähne und zeigt mit der Hand auf mich.

Wolf:
„TALENT hast du, das hat nicht jeder! Aber hast du die Nerven?“

Dover:
„Ich habe ganz gute Nerven.“

Wolf:
„Ich fahre wie gesagt in den Urlaub und kann den Job nicht machen. Mein Boß will aber, das diese Person morgen erledigt wird. Ich schreibe dir mal den Namen und die Adresse auf einen Zettel. 10.000 Euro kannst Du dabei verdienen. Klingel da einfach, sie macht auf und dann ‚peng!’, tot, aus, finito. Mach die Tür dann zu und haue wieder ab. Ich gebe dir eine sehr gute Knarre mit Schalldämpfer. Du musst nur deine Emotionen im Griff haben – und abdrücken! Vergiss diese Person, sie ist fremd, vielleicht hast du sie mal im Kino oder so gesehen, aber denke dran, diese Stars sind alle sowieso Menschen ohne Moral, völlig verwöhnt und verdorben. Denke ja nicht, dass die dich beachten würden, Stars bleiben unter sich...“

Ich will es jetzt wissen, wen ich umbringen soll, sein Geschwätz macht mich ganz nervös. Vielleicht ist es ja Heidi Klum oder so, ach, ist doch egal, sage ich mir, ich habe Kohle en masse danach und diese blöde Kuh mit ihrer Topmodelkacke wird dann nicht mehr ausgestrahlt. So gesehen habe ich der Welt sogar geholfen. Gib mir diesen scheiß Zettel jetzt, was ziehe ich da nur an? Endlich gibt er mir den Zettel. Ganz in schwarz gekleidet ist doch cool, dass passt doch...doch...doch...(schluck).....

Wolf:
„Kannst du meine Schrift nicht lesen? Von der Tante hast du bestimmt schon mal gehört, oder? Und wenn nicht, dann ist das noch besser, dann hast du eine gute emotionale Distanz zu ihr.“

Dover:
„Schreibe doch bitte Heidi Klum rauf, das fände ich besser. Oder die Noangels. Oder...“

Wolf:
„Da bleibt NORA TSCHIRNER stehen, okay? Ich wusste doch das du zu soft bist!“

Dover:
„Warum gerade die? Was hat die getan, wer ist der Auftraggeber?“

Wolf:
„Ein exzentrischer Millionär aus Berlin/Grunewald. Er hat in ihr Gästebuch mal geschrieben, dass sie mit ihrem Freund einen Pornofilm drehen soll. Dieser Eintrag wurde vom Webmaster gelöscht. Da ist er voll ausgerastet und hat meinen Boß angerufen.“

Ich soll Nora Tschirner umbringen? Meine Nori, meine süße Seerose, meine Maruschka?

Dover:
„Ne, das geht nicht.“

Wolf:
„Du bist zu lieb, gehe lieber nach hause, streichle deine Katze und höre ein bisschen Kuschelrock. Heute gibt es keine richtigen Kerle mehr, keine Cowboys, nur noch Memmen.“

Soll ich mir das anhören? Ich und kein richtiger Kerl?

Wolf:
„Okay, ich gehe dann mal langsam. Muß die Koffer packen, ha! Heute abend spiele ich auf meiner Playstation 3 „Pro Evolution Soccer XXL“ und danach gehe ich in meinen Whirlpool. Vorm Schlafengehen rauche ich noch mal einen Joint, aber nur beste Qualität und dann kommt noch eine geile Hure zu Besuch. Meine neusten CDs...“

Mann, ich will das aber auch haben!!! Ach, ich kann doch erst mal „ja“ sagen, ich kann es mir doch immer noch überlegen.

Dover:
„Okay, ich mache es.“

Wolf:
„Dann mach es. Am besten morgen abend. Ich rufe heute meinen Chef an und sage ihm bescheid. Das ist aber verbindlich!! Wenn du es doch nicht machst, dann wirst Du nie wieder so einen Job bekommen, kapitsche?“

Dover(genervt):
„Ja, doch, ich knall die blöde Kuh ab.“

Wolf:
„So gefällst du mir schon viel besser. Wenn du den Job ein oder zwei Jahre gemacht hast, wirst du dich nicht mehr wiedererkennen. Dagegen ist Billy the Kid ein Kinderriegel in einer Mädchenhand!“

Unter dem Tisch gibt er mir die Knarre mit dem Schalldämpfer. Wir verabschieden uns und ich gehe nach Hause. In der Bahn denke ich noch mal nach. Naja, was ich ja jetzt schon mal habe ist ihre Adresse, ich klingel bei der auf jeden Fall. Und dann? Dann muß ich es machen, doch!! Wenn ich erst mal Nora Tschirner abgeknallt habe, dann habe ich in der Killer-Szene einen Namen!! Vielleicht kann ich dann auch die Klummklopf abschiessen. Dann vielleicht Dieter Bohlen. Und dann auch DJ Bobo. Und so weiter, ich mache noch richtig Karriere. In zehn Jahren habe ich vielleicht eine Villa, zwei Sportwagen, zehn Frauen, die besten Drogen, einen eigenen Proberaum für meine Band und vieles mehr. Ich mache es, doch!!

Am nächsten Abend vor der Haustür von Nora.
Ich stehe da und drücke auf die Klingel „N.T.“. Hoffentlich macht die gleich auf und fragt nicht erst wer da ist. ZZZZZZzzzzz....super, sie macht gleich auf, sie erwartet scheinbar jemanden. Ich gehe langsam die Treppen rauf. Schieß sie einfach ab, Mann. Aber dann gibt es keine Nori-Filme mehr. Mann, es gibt doch genug Filme, genug Schauspielerinnen. Aber dann gibt es keine neuen Nori-Sendungen mehr. Herrgott noch mal, ist doch gut, dann schaust du weniger fern. Aber dann gibt es auch keine neuen Nori-Bilder mehr. Mensch, ein Bild von der blöden Kuh reicht doch. Was willst du noch Bilder von der haben? Die sieht doch gar nicht so gut aus. Doch. Nein. Doch. Nein. Doch...Moment, ich muß mich mal kurz auf die Treppe setzen und nachdenken. Das ist ein Hickhack, ein Hin und her. Ich stelle mir schon mal die Schlagzeile vor :“Nora Tschirner mit einer Kugel im Kopf in ihrer Wohnung aufgefunden. Sie hat sich über die Jahre in die Herzen der Deutschen gespielt, ein ganz großer Charakter ist von uns gegangen. Sie war sympathisch, witzig, intelligent und bildhübsch. Wer hat sie abgeschossen?“ Günni war es (schluck). Der, der so gerne Nora-Sketche geschrieben hat. Kann ich dann nicht mehr machen. Okay, ich kann über den Mord einen Sketch schreiben. Und vielleicht noch über ihre Beerdigung. Mehr aber nicht. MANN, diese blöde Kuh interessiert sich doch gar nicht für dich, wann checkst du das denn endlich!! Die hat doch einen Lover, ein Schauspieler, denkst du die will was mit einem HartzIV-Empfänger haben?? Wolf hat recht, die Stars sind alle verdorben, die bleiben unter sich, selbst deine scheiß Joni Mitchell war total arrogant und zickig. Nora hat dich einmal in einem Interview erwähnt, vielleicht zweimal im Gästebuch. Jan, das macht die doch nur um dich als Fan zu halten. Jetzt darfst du wieder Sketche auf der tschriner.de schreiben, na toll. Damit die sagen kann:“ Hallo Franka Potente, Moritz Bleibtreu und Daniel Brühl! Ich habe auf meiner Homepage einen Sketche-Schreiber, habt ihr das auch?“ Genau, das ist es, Jan, die nutzt dich doch voll aus, die will nur angeben. Vielleicht wirst du die blöde Kuh auch mal irgendwann treffen, du gehst dann auf sie zu, sagst du bist der Günni, sie sagt hallo. Und geht weiter, weil ihr scheiß Handy klingelt. Die ist doch bestimmt verdorben, hat stinkreiche Eltern, hat alles gehabt, hat nie gelitten. Und in der Bibel steht, dass die Menschen, die nie gelitten haben, kein gutes Herz haben. Willst du ein Trottel bleiben oder willst du nicht ENDLICH mal nach Ägypten fliegen? Oder nach China? Ein Segelboot wäre doch was feines!! Oder WENIGSTENS mal wieder ein geiles Fahrrad!!! Dein klappriges Damenrad wurde ja geklaut, du hast nichts, ABSOLUT GAR NICHTS!! Aber du hast Eier, Jan, du gehst jetzt hoch und...

Nora:
„Schatz? Wo bleibst du?“

Jetzt oder nie!! Ich gehe die Treppe langsam hoch. Mein Herz pocht wie verrückt. Jan, bleibe cool, für jeden Auftragskiller war der erste Mord eine riesige Überwindung. Jetzt nur noch drei Stufen. Zwei. Eine. Da ist der Fußabtreter. Was steht da drauf? MTV? Ne, kann ich nicht lesen, kann ich mir doch danach anschauen, ist doch JETZT egal, mache erst mal deinen Job. So, jetzt stehe ich vor ihr. Mache es jetzt! Ist doch ganz einfach!!!

Dover:
„Nora...du bist die allerschönste Frau, die ich jemals gesehen habe!! Du bist noch schöner als auf den Bildern.“

Du Idiot!! Was für ein Blackout!!

Nora:
„Wer bist du denn?“

Dover:
„Ich habe den Auftrag...dir zu sagen...dass ich verliebt in dich bin.“

Geht es noch tollpatschiger, Jan?!?!

Nora:
„Hey, Mann, von wem hast du die Adresse?“

Dover:
„Von Wolf!“

Booaah, mein Kopf!! Ist der heiß!! Ich brauche was zu trinken sonst falle ich um!

Dover:
„Nora, ich erzähle dir alles, mir ist gerade total schlecht. Ich muß mich hinsetzen.“

Ich setze mich auf den Boden, der Dreck im Treppenhaus ist mir egal. Vielleicht habe ich doch nicht das Zeug dazu. Ich bin ein Weichei. Mein Lieblingslied ist „I swear“ von All-4-one. Ist doch schön gesungen, ein liebes Lied. Fußball ist mir zu hart, immer diese brutalen Fouls, wo der Unterschenkel oder die Nase wegfliegen, ich schaue lieber Synchronschwimmen. Ich habe nie Eddie und Satriani gehört, ich....

Nora:
„Na komm erst mal rein und setz dich.“

Muß die blöde Kuh noch so nett sein. Mensch, Nora, sag das du die beste Schauspielerin der Welt bist und nichts mit Otto Normalverbrauchern zu tun haben willst. Du bist nur Schauspielerin geworden um Kohle zu machen. Liebe ist ein Fremdwort für dich. Nora, gib mir bitte eine Chance dich zu hassen. Dann mache ich es auch. Hier ist eine gemütliche Coach. Erstmal hinsetzen. Puhhh. Geile Bude.

Nora:
„Jetzt sage mir mal, wer du bist.“

Dover:
„Günni, Dover, Captain Silver und so weiter. Aber eigentlich heiße ich Jan.“

Nora:
„Du bist das also. Jan. Toller Name.“

Mann, Jan, kapierst du das nicht? Die Frauen haben doch ihre scheiß Antennen, die Tschirner spürt das irgendwie, dass du eine Knarre dabei hast. Deswegen ist die jetzt so nett.

Nora:
„Willst du einen Drink haben?“

Nora:
„Gerne, Maruschka, ähh, Nora.“

So, jetzt geht die geile Sau einen Drink holen. Nimm die Knarre aus der Tasche. Lieber Gott im Himmel, warum muß mein erster Auftrag die Nora sein. Ich mache es jetzt aber. So. Jetzt habe ich die Waffe in der Hand. Ohh, sie kommt wieder. Verstecke sie lieber. Nein, ziele auf sie. Ja. Nein. VERDAMMT NOCHMAL!!!

Dover:
„Nora, drehe dich bitte um, ich habe eine schöne Überraschung für dich. Zähle bis zehn und dann drehe dich wieder um.“

Mann, Jan, jetzt ist es doch SOOOO einfach!! Sie hat sich wirklich umgedreht. Nimm die Knarre. Genau. Ziele auf ihren Kopf. Gut machst du das, Jan. Geladen ist sie, jetzt NUR NOCH ABDRÜCKEN!! Wer hätte gedacht, dass eine Fingerbewegung 10.000 Euro bringen kann. Mach die Augen zu. Richtig. Und JETZT!! Nein, jetzt!

Dover:
„Nora, zähle bitte noch mal bis 10, das reicht dann aber.“

Nora:
„Aber dann gibt´s die Überraschung auch, hihi.“

Hat die ein süßes Lachen. MENSCH, kapiere das doch endlich, die Weiber haben Antennen!! Mach es. Ey, du scheiß Finger, mach es doch endlich. Der Finger bewegt sich nicht. Bewege dich, du Idiot! Es geht nicht. Ach Mann.

Nora:
„10!! Ich drehe mich jetzt uuuum!“

Pack die Knarre weg! So und jetzt sei irgendwie kreativ, laber irgendein Müll.

Dover:
„Ähh...Nora, du bist die schönste die ich je gesehen,
ein Traum aus Berlin von Kopf bis zu den Zehen.
Das Weizenbrot liebt die Salami und die Butter,
so wie der Strickpullover das Kind und die fleißige Mutter.“

Nora:
„Toll. Ist das von dir? Kannst du mir noch ein Gedicht aufsagen?“

Dover:
„Mann, Nora, sei doch mal fies. Und sage was gemeines. Ich will dich hassen.“

Nora:
„Aber...wieso denn? Ohh, es klingelt. Das wird mein Alexander sein. Warte.“

Dover:
„Nora, ich gehe mal kurz auf Toilette.“

Schhhhhhhhh....das kalte Wasser tut gut. Ich könnte eine Dusche vertragen, irgendeine Erfrischung. Aber egal, ich rufe jetzt Wolf an.

Wolf:
„Hallo?“

Dover:
„Hi, ich bins. Ich bin bei Nora Tschirner.“

Wolf:
„Warum bist du noch bei der? Willst du noch die Bude ausräumen? Na gut, mache es aber schnell! War hart, der erste ‚Kill’, oder? Aber jetzt bist du ein richtiger Profi-Killer, gratuliere. Kopfschuß oder...“

Dover:
„Sie lebt noch.“

Wolf:
„Du IDIOT!! Ich weiß auch schon ganz genau, wie es war. Die hat dich angelächelt, dann hat es wie bei den meisten Heulsusen ‚klick’ gemacht und...“

Dover:
„Mann, ich wollte warten. Jetzt kommt ihr Freund!! Der ist auch Schauspieler, ist doch gut, ich kann gleich zwei Promis abknallen!!“

Wolf:
„Wie heißt der?“

Dover:
„Alexander....weiß nicht weiter....irgendwas mit ‚F’ glaube ich.“

Wolf:
„Kenne ich nicht. Mann, dann knall beide ab. Schieß den Typen ab und dann die Tschirner. Putz deine Fingerabdrücke ab und leg die Waffe in seine Hand, dann sieht das alles wie ein tragisches Liebesdrama aus. Und mein Boss gibt dir noch mal ein Tausender drauf.“

Dover:
„Okay.“

Wolf:
„Wieso hast du es nicht schon gemacht?“

Dover:
„Ich bin ganz cool in ihre Wohnung gekommen, habe mich mit einem Gedicht reingemogelt und habe dann erfahren, dass ihr Freund kommt.“

Wolf:
„Du bist clever. Aber MACHE ES JETZT ENDLICH!! Die Tschirner hat sich übrigens für den Playboy, der nächste Woche rauskommt, ausgezogen, ich verstehe gar nicht was du an der toll findest.“

Dover:
„Echt? Danke für die Info, genau so etwas habe ich gebraucht.“

Wolf:
„Sie meinte gestern im Interview, sie hätte gerne so viele Fans wie Steven Spielberg hat. Sie liebt Bayern München und...“

Dover:
„Danke, das reicht schon. Ohne deine Hilfe wäre es viel schwerer. Bis dann.“

Okay, Nora hat doch auch immer gesagt, sie ist eine alte Medienhure. So etwas gehört unter die Erde. Was ist das hier an der Wand? Ein Bild von Nora im Acud. Den Club liebst du auch, Jan. Mensch, die hat doch ihre Antennen, die hat das Bild nur machen und da hängen lassen, damit sie es irgendwie beschützt. Weiber sind doch immer so abergläubisch. Ich gehe mal wieder zurück ins Wohnzimmer.
Da sind die beiden. Ein schönes Paar. Aber gleich tot. Genau, Jan, schalte deine scheiß Emotionen runter.

Alexander:
„Hey, du bist das also. Toll, ich nenne dich mal Günni, die alten Texte fand ich am witzigsten. Ich mag es etwas krasser und das ist ja auch nur Show gewesen was du gemacht hast, auf deiner Homepage war ich auch...“

Dover:
„Ich muß euch töten.“

Beide lachen, schauen mich an und merken, dass ich kein bisschen lache. Und beide verstummen.

Nora:
„Wieso?“

Dover:
„Mord ist mein Geschäft, Nora.“

Alexander:
„HAHAHA! Der hat es ja faustdick hinter den Ohren, oder Nora?“

Nora:
„Ich habe es ihm auch schon geschrieben, Zum-lachen-kriegen hat er mich sehr oft gebracht.“

Es scheint nicht zu klappen!! Du bist kein richtiger Killer, du wirst ja gar nicht ernst genommen! Aber nur weil du kein Killer bist, bist du noch lange kein richtiger Mann. Vergiß den Quatsch von Wolf. Das ist ja alles so anstrengend, du brauchst eine Auszeit. Sag der Tschirner, die soll ein gutes Lied auflegen und dann denke mal nach. Es ist glaube ich ganz einfach zu lösen, dieses Problem.

Dover:
„Ich muß mich mal kurz hinsetzen. Ich brauche eine gute Idee, mache mal bitte auf youtube das Lied „greenhouse“ von Yellow Jackets an.“

Zur Zeit mein Lieblingslied, vielleicht bekomme ich da eine Idee. Es muß nur Jimmy Haslip mit dem Bass einsetzen, dann bekomme ich den richtigen Einfall..........JA, jetzt habe ich es. Schließ die Augen und höre dieses Lied zu Ende. Das ist eine tolle Idee und allen ist geholfen. (träum, schwärm, träum). Jetzt ist das Lied zu Ende. Die Lösung ist doch so einfach!!

Dover:
„Setzt euch beide bitte hin, ich muß euch etwas erzählen. Wir haben alle Riesenglück gehabt. Nora, und vielleicht auch du, Alexander, könntet tot sein. Ein Millionär wollte Nora umbringen lassen. Wenn heute ein richtiger Profikiller gekommen wäre, dann wäre was schlimmes passiert.“

Hier, ich werfe euch die Knarre auf den Tisch. Bumm! Mannomann, schade, dass ich kein Photoapparat habe, das Bild von den beiden müsstet ihr sehen.

Dover:
„Ich sollte dich erschießen, Nora, aber ich habe es nicht über das Herz gebracht. Du könntest auch das Maskottchen beim FC Bayern sein, ich könnte es noch immer nicht.“

Alexander:
„Wer hat dir den Auftrag gegeben? Wer ist der Millionär?“

Dover:
„Ich weiß es nicht, ich kann es aber rausfinden. Der will, dass ihr für ihn einen Pornofilm dreht.“

Nora:
„Kommt gar nicht in Frage.“

Dover:
„So ein Kill kostet ein paar Tausender, am besten ich gebe dir die Nummer von Wolf und du klärst das mit dem, Nora. Der wird einen Killer bestellen und den Millionär abschießen lassen. Er selber kann es jetzt nicht machen, er ist im Urlaub. Ich mache das aber nicht, mir ist der Job doch zu hart. Und zu guter Letzt: Damit ich nicht leer ausgehe, will ich eine Sache: In dem nächsten Film, in dem du spielst, Nora, sollen Fische, Haie und Dinos aus meiner Werkstatt vorkommen. Dann können wir die endlich gut verkaufen und ich bekomme mehr als nur 1,50 € die Stunde.“

Nora:
„Ey, das können wir machen. Wenn „Zweiohrküken“ ein Erfolg wird, dann kommt der dritte Teil raus, „Dreiohrbarsch“.“

Dover:
„Das passt ja! Für den Film wird es doch eine Homepage geben?“

Nora:
„Bestimmt.“

Dover:
„Da können die Leute dann unsere Fische bestellen, oder? Wir machen seit Jahren nur Minus, das wäre toll. Dann kann ich endlich mal richtig Urlaub machen.“

Ich schreibe denen mal die Nummer von Wolf auf. Gemacht. Jetzt schaue ich Nora in die Augen. Ey, die sieht ja so geil aus, die würde ich gerne mal ‚beschlafen’. Egal, ich habe ihre Bilder und kann weiterhin Nora-Sketche schreiben. Das ist das wichtigste!!
 
 
   
     
 
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Beitrag 19086 Verfasst am: So 27.Sep.2009 20:04
 
 
Ich habe gerade Lust ein bissel hier zu sülzen. Heute waren die Wahlen, ich habe die NPD gewählt. Dann habe ich erfahren, daß die Partei gar nicht "Nora Partei Deutschlands" heißt. Ach, der Witz ist nicht neu, ne? suspekt!
Wie lange geht wohl diese Sendung hier noch? Meine längste war auf regie.de über Daniel Brühl, die ging sechs Wochen. Da war aber auch was los, hier ist ja tote Hose. Dienstag packe ich den Sketch "Nora-Quiz" rein. Da spielen nur zwei Charaktere mit, der Moderator und ich.
Diese Sendung geht hier eine Woche und über 80 aufrufe. Soviel Aufrufe bekomme ich auf meiner Homepage in einem Monat. Vielleicht niste ich mich auf der tschirner.de wieder ein. Weißt Du noch, Nori, wo ich vor sechs Jahren gesagt hatte :"Deine Homepage gehört mir?" Einmal hat mich einer gefragt, wie meine Homepage heißt. Ich habe dann www.nora-tschirner.de rausgehauen, da hat er sich gewundert. Doch, die gehört mir jetzt wieder. Fast genau in einer Woche gibt es auch eine Überraschung, die verrate ich noch nicht. Am Dienstag kündige ich es dann schon mal an. rockt!

Mein Fehler ist es immer gewesen die Frauen um mich herum zu ignorieren sobald ich wieder Nora-Sketche schreibe. Mein Motto war :"Lieber Nori im Kopf als eine langweilige Tusse im Bett." Jetzt werde ich aber wieder abchecken. Als Günni war ich viel zu schüchtern als Dover traue ich mich richtig was. Egal ob in der S-Bahn oder auf der Straße, ich quatsch die Weiber an. Das sind aber nur kleine "Abenteuerchen", nichts dolles. Da schreibe ich lieber einen Nora-Sketch. Das sind Sketche, die schaue ich mir immer wieder gerne an. Ich müßte mich auch mal bei einer anderen Promi-Homepage einnisten. Aber das ganze Theater noch mal? Ich halte ja Augen und Ohren offen, aber ich finde keine Schauspielerin, die Nora ablösen könnte. Außerdem habe ich schon sechs Jahre das Fach "Noralogie" studiert, zwar mit Urlaubssemestern aber ich stehe kurz vor dem Examen. Mein Prof meint, wenn ich hier die Sendung erfolgreich abschliesse, dann kann ich mich "Doktor der Noralogie" nennen.

Ey, Nora, in 40 Jahren bist du eine Rock-Omi und wenn ich bis dahin IMMER noch nichts veröffentlicht habe, dann schreibe ich über Dich eine Biographie, okay? cooler
 
 
   
     
 
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Beitrag 19090 Verfasst am: Di 29.Sep.2009 13:40; Bearbeitet von Dover am: Di 29.Sep.2009 13:43
 
Nora-Quiz
 
Moderator:
„Einen schönen guten Abend, ich begrüße Sie recht herzlich zu unserer Quiz-Sendung „Ich bin auch ein Star!“ Wir haben unter allen Teilnehmern Jan Silber ausgelost, jetzt werden wir auslosen, welcher Star heute das Thema der heutigen Sendung sein wird. Unsere Glücksfee Heike wird in die Trommel greifen und dann werden wir sehen, um welchen Star es heute gehen wird.“

Das war ganz schön mutig von mir hier teilzunehmen. Ich kenne mich mit Stars gar nicht aus. Das wäre bei der Anzahl von Stars, die auf diesem Planeten sind, wie ein Sechser im Lotto, wenn...

Moderator:
„Und unser Star heißt heute :NORA TSCHIRNER!“

JAA, was für ein Glück!! Da weiß ich doch gut bescheid!

Moderator:
„Herr Silber, Sie können heute 50.000 Euro gewinnen. Kennen Sie die junge Dame?“

Dover:
„Ja.“

Moderator:
„Was werden Sie machen, wenn Sie das Geld gewonnen haben?“

Dover:
„Nora heiraten und mit ihr eine Weltreise machen.“

Moderator:
„Haha, na gut. Dann stelle ich mal die erste Frage. In welcher Stadt ist sie geboren?“

Dover:
„Berlin.“

HA, das wird eine Spazierfahrt. Ganz locker hole ich den Titel nach Hause. Ich kann ruhig schon mal ein bisschen träumen von meiner Nori. Wie die wohl küsst?

Moderator:
„Wie hieß ihr erster Film?“

Dover:
„Wie Feuer und Flamme.“

Moderator:
„Sehr gut. Sind Sie aufgeregt, Herr Silber?“

Dover:
„Nö, kein bisschen. Nächste Frage.“

Moderator:
„Jetzt wird es etwas schwieriger. In dem ersten Sommer nach dem Mauerfall war Nora im Urlaub. Wo?“

Ohh, schon etwas anspruchsvoller. Da war doch der eine Artikel im Stern, den sie geschrieben hatte. Moment.

Dover:
„Griechenland.“

Moderator:
„Jetzt müssen Sie nur noch sagen, welche griechische Insel es war. Dann haben Sie drei aus drei Punkten, ein toller Start wäre das.“

Um Gottes Willen?? Welche Insel war das denn noch mal. Scheiße, jetzt muß ich raten.

Dover:
„Kreta.“

Moderator:
„Nein, es war die Insel Patmos. Macht aber nichts, vielleicht wissen Sie ja die nächste Frage. Ich zitiere jetzt einen Satz von ihr mit einer Lücke und Sie müssen mir sagen, was in die Lücke gehört.“

Hoffentlich kommt jetzt der Engelspruch oder der mit der Rock-Omi.

Moderator:
„Nora:
Aber visionslos bin ich nicht. Ich bin nur nicht getrieben von einer fixen Idee, die meinem Leben Sinn gibt. Im Millionen-Haus wohnen und meine XX Kinder können Kampfsport, oder so.

Die Frage ist jetzt: Wieviel Kinder meint Nora?“

Das weiß ich! Nora meinte mal, sie will vier Kinder haben, eine Rasselbande. Genau.

Dover:
„Vier.“

Moderator:
„Vier ist falsch. 14 ist die Antwort!“

Mann, Nora!! Warum bist du immer so absurd? Okay, das mag ich ja auch an Dir, aber deswegen verliere ich hier noch.

Moderator:
„Jetzt wird es knapp. Wenn Sie die nächste Frage nicht wissen, dann war es das.“

Booah, ist das hardcore. Hier würde nur googlenasty überleben, wer soll das denn alles wissen? Hoffentlich fragt er nicht nach dem Namen ihres Bruders. Den weiß ich nicht. Oder wie hieß ihre erste MTV-Sendung? Oder wann genau hat sie sich in Robbie Williams verliebt? Ohhje...

Moderator:
„Auf welchem Gymnasium war Nora?“

Dover:
„Auf dem Rosa-Luxemburg-Gymnasium!“

Moderator:
„Richtig! Herr Silber, Sie sind wieder im Rennen.“

Jawohl!! Juchhu!! Jetzt muß ich aber aufpassen. Ich sollte mir nicht dauernd ‚Nora im weißen Brautkleid’ vorstellen, ich muß mich jetzt konzentrieren.

Moderator:
„Jetzt wird es etwas einfacher: Wie heißt der Regisseur von Kebab Connection?“

Dover:
„Fatih Akin!“

Moderator:
“Nein, Anno Saul heißt der gute Mann.”

NEIN!! Akin hat ja nur die Idee gehabt!! Mann, das weißt du doch. Und das muß dir bei deinem Nora-Lieblingsfilm passieren. Reiß dich jetzt zusammen, Jan!!

Moderator:
„Sie sind immer kurz davor auszuscheiden, Herr Silber. Die nächste Frage müssen Sie wissen:
Welche Band aus München mag Nora?“

Mann, ist das schwer hier!!! Ich überlege mal...da hat sie doch irgendwas mit Karussell erzählt. Und das Wort „Nicht-Biertrinkerin“ kam vor. (überleg, überleg, überleg). AHH, jetzt habe ich es!

Dover:
„Die Sportfreunde Stiller!!“

Moderator:
„Sie machen es heute richtig spannend, Herr Silber. Das heute ist keine Quiz-Sendung, sondern ein Krimi. Die Antwort ist.........RICHTIG!“

Puhhh, noch mal Glück gehabt!

Moderator:
„Kennen Sie das Interview von Frau Tschirner und Herr Schweiger in der „Gala“, Herr Silber?“

Dover:
„Ja.“

Moderator:
„Am Anfang des Interviews wird Til Schweiger gefragt, was er an Nora bewundert. Die Frage ist :Was ist es?“

Was war das denn noch mal? Schade, dass er nicht fragt, wer der Fan mit dem Hertha-Maskottchen war, den Nora da erwähnt. Mal überlegen.......ich weiß es nicht, jetzt muß ich raten. Na gut, dann......NEEEEINN!!!! Mir ist es eingefallen!!! OHHHJEEE, was ist, wenn Nora diese Sendung hier zu Hause sieht und dieses Wort wieder aus meinem Munde hört????? Ich bin mir auch nur 95 % sicher. Nein, ich weiß es....100 %. Nora wird mich nicht heiraten, wenn sie das Wort noch einmal von mir hört. Und das alles nur wegen diesem scheiß Günther. Ich glaube ich schmeiß den jetzt auch aus der Wohnung. Der frisst immer meinen Kühlschrank leer und nervt mich jedes Mal mit diesem Hardrock-Gejaule. Ich muß dieses Wort jetzt aber sagen. Ich sage es erst mal nur für mich...Titten....AHHAAHH, das tut weh!! Bei diesem Wort habe ich das Gefühl auf einem elektrischen Stuhl zu sitzen. Ich nehme einfach ein anderes Wort dafür. Aber was bringt das schon, ist doch eigentlich das selbe, nur anders verpackt.

Moderator:
„Haben Sie es sich überlegt, Herr Silber?“

Dover:
„Ja, Til Schweiger bewundert Noras Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...“

Moderator:
„WEITER!! Sie haben es fast!“

Dover:
„Brrrrratapfelohrringe.“

Moderator:
„Herr Silber, es sind Noras Brüste gewesen. Jetzt müssen Sie die nächste Frage aber wissen, sonst ist die Sendung heute vorbei.“

Scheiße. Jetzt muß ich die nächste Antwort aber knallhart raushauen, egal was kommt.

Moderator:
„Die nächste Frage lautet: In welchem Film spielt Nora eine junge Frau namens Katharina, die von ihrem Freund versetzt wird und...“

Ach, laber einfach weiter, ich weiß die Antwort. So, Jan, und jetzt ganz cool bleiben und das EINE Wort sagen. Der scheiß Moderator muß wie der Teufel in meine alten Wunden stechen. Aber egal, schließ deine Augen und sage es!!

Moderator:
„...nachdem Katharina die Wäscheleine mit den Briefen sieht will sie...“

Dover(cool):
„Soloalbum!“

Moderator:
“Liebe Zuschauer, vergessen Sie das WM-Endspiel 1974 und den Elfmeter-krimi 1990 im Halbfinale gegen England. Das hier ist viel spannender, Bon Scott würde die Runde heute ‚High Voltage’ nennen. Herr Silber, Sie sind wieder im Rennen! GRATULIERE!!. Vorerst aber eine kleine Werbeunterbrechung, es geht gleich weiter.“

WERBUNG

Wollen Sie eine Homepage haben, die interessant ist, die jeden fesselt? Sie wissen aber nicht wie? Dann wissen wir genau das richtige für Sie : Sketche! Wir haben in unserer Akademie ausgebildete Sketche-Schreiber, die für Sie Geschichten schreiben. Was wir nur von Ihnen brauchen ist Ihr Lebenslauf und Ihre Lieblingshobbies, dann können sich unsere Autoren ans Werk setzen. Hier einige Schriftsteller, die Sie engangieren können:

1) Stefanie Edelbart : schreibt Geschichten, die sehr interessant sind, aber in einem schlichten Schreibstil gehalten sind. Für jedermann lesbar, Bestseller-Qualitäten hat sie auch schon bewiesen. Sie schreibt unter anderem unter dem Pseudonym „Marlo Morgan“.
2) Dieter Bohlen : keine Angst, es ist nicht der von DSDS. Sein Name ist nur der selbe. Er kann hervorragend schreiben und hat sehr viel Talent. Leider hat er immer das Pech, dass es seine Geschichten schon gibt. Sein letztes Buch „Winnetou“, welches er letztes Jahr schrieb, gab es auch schon. Vor über hundert Jahren.
3) Jaco Historius : Für Leute, die den Schreibstil von Mika Waltari und Stefan Zweig mögen. Sehr anspruchsvoll und viel Niveau! Er kann es aber nicht unterlassen in seinen Geschichten zu erwähnen, er sei der beste Schriftsteller aller Zeiten. Er hat es drauf, leider ist er sehr selbstverliebt. Wenn einen das aber nicht stört, dann ist er genau der richtige Mann.
4) „Ismael“: Der heftigste Typ in unserem Lager. Schreibt immer ganz knapp vor der Zensierung und ist nicht jedermanns Sache. Wenn Sie sensibel sind, wenig Selbstwertgefühl haben und wollen, dass er eine Geschichte über Sie schreibt, kann es passieren, dass Sie starke Selbstzweifel und Depressionen bekommen. Nur für abgehärtete Leute.
5) Michael Palin : Der teuerste Sketch-Schreiber in unserem Lager, aber auch der erfahrenste – und beste!! Danach haben Sie Tränen in den Augen, er wird Meisterwerke über Sie schreiben.
6) Boris Becker: Der Trottel in unserem Team. Und auch der billigste. Nur zu empfehlen, wenn Ihnen alles völlig egal ist. Er hat nur seinen Namen, mehr nicht.
7) Jan Silber : Schreibt seit Jahren schon Sketche, von Komödie über Sci-fi bis Fantasy. Ist zur Zeit aber nicht verfügbar, weil er gerade auf www.nora-tschirner.de Sketche schreibt.
8 ) „Prinz Valium“ : Wenn Sie eine Homepage haben mit dem Namen www.wie-schlaf-ich-am-besten-ein.de, dann ist er genau der richtige für Sie!
9) Drevid Bublitz : Schreibt esoterische Texte mit viel Inhalt, ist aber ein Verfechter der LSD-Therapie. Schreibt daher gerne Texte, die zensiert werden müssen. Nur für Timothy Leary – Fans zu empfehlen
10) Anna : ein kleines niedliches Mädchen, welches Märchen schreibt. Wenn Sie Kindergeschichten lieben, dann ist Anna genau richtig für Sie. Das Geld, was Anna bekommt, spendet sie dem SOS-Kinderdorf.

Natürlich können Sie sich auch bei uns als Sketch-Schreiber bewerben und unser Team erweitern. Schicken Sie uns ein Sketch mit den Stichwörtern „Operation“, „Hinkelstein“, „gestreifte Hose“, „Mode“, „Trend“ und „Späthippie“ und Sie erhalten eine Woche später eine Antwort von uns.

Sie haben die Homepage, wir die Sketche!!

www.sketch-akademie.de

WERBUNG

Moderator:
„Und wir sind wieder zurück in unserer Sendung „Ich bin auch ein Star!“, heute haben wir eine äußerst spannende Runde. Gehen wir gleich über zur nächsten Frage: Welches Lied ist momentan Noras Lieblingslied?“

Mist, das weiß ich nicht. Ich war zu lange inaktiver Fan von Nora, woher soll ich wissen, auf welches Lied die jetzt abfährt. Ich glaube, es wird nichts mehr mit meinem Traum Nora in Neuseeland vor einem Wasserfall zu küssen. Schade, ich hätte am Ball bleiben müssen. Ball. Es gibt ein Lied, da stelle ich mir vor, wie Leverkusen die Championsleague gewinnt. Are we human or are we dancer…Das Lied habe ich gerade im Kopf . Soll ich es einfach mal sagen?

Dover:
„human“ von den Killers.“

Moderator:
“Richtig! Jetzt die nächste Frage, die alles entscheiden könnte: In welchem Magazin hat Nora erzählt, daß sie eine Orangenhaut hat?”

Peng! Ich habe gleich das Bild von Nori im Kopf, wo sie blau trägt und auf der Treppe sitzt. Ein ganzes Jahr lang war das mein Lieblingsbild. Aber wie hieß das Magazin?

Dover:
„Es war aus der Schweiz!“

Moderator:
„Herr Silber, jetzt NUR DEN NAMEN des Magazins!!! Dann haben Sie 50.000 Euro und können einmal um den Globus reisen!“

Mann, fuck!!! Dieser eine Name nur!! Im letzten Sketch hätte ich nur eine Fingerbewegung machen müssen, jetzt sind es ein oder zwei Wörter, die mich vor dem Ziel trennen. Ich bin wie mein Lieblingsverein Bayer Leverkusen, die oft den schönsten Fußball spielen. Ich gebe mir Mühe, mach meine Punkte, spiele gut – aber am Ende hat es wieder für den großen Titel nicht gereicht. Wie hieß denn das Magazin nur? War ein ganz einfacher Name.

Dover:
„Wie das Magazin hieß, dass weiß...“

Moderator:
„STOP!! Herr Silber, Sie hatten es doch schon. Sagen sie es doch noch mal, bitte, bitte. Denken Sie an die 50.000 Euro und die 14 Kinder, die Sie mit Frau Tschirner haben könnten!“

Dover:
„Wie das Magazin hieß, dass weiß...ich nicht mehr?“

Moderator:
„In Ihrem Satz steckt es drin, überlegen Sie einfach nur.“

Dover:
„Das „weiße Magazin“? Oder nur „Magazin“?“

Der Moderator verzieht sein Gesicht zu einem gequälten Lächeln, dabei verrenkt er sich und gestikuliert mit den Armen.

Moderator:
„Herr Silber, FAST!! Sie sind so knapp davor!“

Dover:
„Ich weiß es beim besten Willen nicht, wie das Magazin aus der Schweiz...“

Moderator(schreit):
„AAAHHHH!!“

Dover:
„Mann, sag mir die scheiß Antwort!! Kannst Du nicht nach Ihrem Geburtstag, ihrem Lieblingshobby oder ihren nächsten Film fragen?“

Der Moderator stellt sich wieder ganz normal hin.

Moderator:
„Das Magazin heißt ganz einfach...DAS MAGAZIN!“

NEIN!!! Stimmt ja, ach, war das knapp.

Moderator:
„Jetzt noch eine Frage, wenn Sie die nicht beantworten können, dann ist es aus.
Was sind die Lieblingsfilme von Nora?“

Geil, das weiß ich!! Die Sendung, wo sie das gesagt hat, weiß ich noch!!

Dover:
„E.T. und Zurück in die Zukunft.“

Moderator:
„Diese Runde ist heute die spannendste, die wir jemals ausgestrahlt haben. Dieses hin und her, diese Wendungen, eine einzigartige Dramatik bieten Sie uns heute. Die Antwort ist..................RICHTIG!!! Wenn Sie jetzt noch die nächsten zwei Fragen beantworten können, dann müssen Sie mir nur noch Ihre Bankverbindung aufschreiben.“

Dover:
„Super! Ich bin wieder im Rennen!“

Moderator:
„Welcher Dokumentationsfilm des Vaters Joachim Tschirner ist der bekannteste?“

Dover:
„Der Film über den Aralsee.“

Moderator:
„Puuhh, ich muss mich mal hinsetzen. Wenn wir immer solche Kandidaten hätten, dann hätten wir eine höhere Einschaltquote als die Tagesschau und die Sportschau zusammen....die Antwort ist korrekt! (setzt sich hin)....Seit wann kennen Sie Nora Tschirner?“

Dover:
„Ich habe sie im Frühling 2003 entdeckt.“

Moderator:
„Wie haben Sie Nora in diesem Frühling entdeckt?“

Dover:
„Es war das Heft „CinemaNews“. Sie war vorne drauf, ich habe mich in ihr Lächeln verknallt.“

Moderator:
„Was mögen Sie an ihr besonders?“

Dover:
„Ich mag Nora komplett, nicht nur ihr Aussehen oder ihre Filme oder so. Sie hat einen tollen Charakter, sehr sympathisch. Aber ich will jetzt die letzte Frage hören!! Ich bin schon ganz aufgeregt!“

Der Moderator steht auf und geht zu einem goldenen Kasten. Er öffnet ihn und holt einen Zettel raus.

Moderator:
„Die Zuschauer, die diese Sendung nicht das erste mal sehen, wissen, dass ich aus unserem goldenen Kasten immer die 13.Frage der Show raushole. Schon aufgeregt, Herr Silber?“

Dover:
„Und wie!“

Frag bitte, welchen BVB-Spieler sie kennen gelernt hat. Mit wem sie bei einem Döner mal gearbeitet hat. Mit welchem Schauspieler sie „Trainspotting“ gemacht hat. BITTE!!!

Moderator:
„Wo hat Joachim Tschirner mit dem BVB-Spieler Lars Ricken nach der Theateraufführung von „Trainspotting“ mit Nora und Robert Stadtlober in Hamburg einen Döner gegessen?“

Dover:
„Ähhh...“

Moderator:
„Herr Silber, dass war nur ein Späßchen am Rande. Wenn Sie bei der nächsten Frage wieder mal falsch liegen sollten, dann ist die Show zu Ende. Sie sind in die Verlängerung gekommen, aber nach der 13.Frage ist spätestens Schluß. Die allerletzte Frage lautet:
Mit welchem Schauspieler hat Nora in „Soloalbum“ und „Keinohrhasen“ gespielt?“

JUCHUU!! Ich weiß es!! 50.000 Euro!!! JA!! Geil und die Nori findet mich auch gut, weil ich so viel gewusst habe. Na klar, spätestens jetzt schießt die ihren Freund auf den Mond und fliegt mit mir zum Mars!! Der Schweigmüller ist es gewesen. Matthias Schweigmüller. Mochte den nicht so, egal ob der bei TVTotal oder bei MTV mit Nora war, unsere Nori war immer besser. Der ist doch keine Konkurrenz für uns, ne, meine süße Seerose? Aber jetzt finde ich es toll, dass es „Schweigi“ gibt.

Moderator:
„Herr Silber, haben sie nach reiflicher Überlegung die Antwort gefunden?“

Dover:
„Matthias Schweigmüller.“

Ich winke mal in die Kamera rein, jetzt habe ich auch Fans verdient!!

Moderator:
„Nein, das ist falsch. Matthias Schweighöver heißt der gute Mann.“

SCHEISSE!!! NEIN!!! Ich habe den damals immer Schweigmüller genannt, genau, der heißt ja gar nicht so. Ohhhh nein!!

Moderator:
„Schade, Herr Silber, Sie haben es lange spannend gemacht! Sie bekommen aber als Trostpreis einen 20-Euro-Gutschein für „Rossmann“, Sie können sich da mal richtig austoben und sich mal Gillette-Rasierschaum holen und Duschgel von Axe und...“

Ach, halt die Klappe. So muß sich Michael Ballack vor neun Jahren gefühlt haben als er mit seinem Team gegen Unterhachingen die Meisterschaft verspielt hat. Ich war so kurz davor. Dann muß ich halt wieder Sketche für Nori schreiben, mir bleibt ja nichts anderes übrig. Ich weiß nicht, wie viel Nora-Sketche ich noch schreiben werde, die letzten Tage habe ich aber viel gelacht. Freut sich sehr Danke Nora, das es dich gibt! Einen Sketch schreibe ich auf jeden Fall noch. Der wird dann heißen : „Bafög-Amt-Sketch Teil 2 – sechs Jahre später“...
 
 
   
     
 
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Beitrag 19093 Verfasst am: Do 1.Okt.2009 11:35
 
 
Ich war heute beim Arbeitsamt. Ich habe lange keinen Arbeitsamt-Sketch geschrieben, ich mache mal wieder einen. Zum Pfarrer in die Sprechstunde will ich ich auch, ein Pfarrer kam in meinen Sketchen noch nicht vor. Und zum Drogenberater will ich auch noch, haha, da schreibe ich auch was lustiges. Vielleicht mal zu einem Tanzkurs gehen? Mir hat ein Arbeitskollege ein Buch von Erich von Däniken ausgeliehen, ein Sketch darüber wäre doch auch was feines. Und noch eine Idee habe ich. "Nori Marie Tschirni" soll der heißen, hihi. Nora als Kind, das hatten wir auch noch nicht.

Was aber auf jeden Fall Samstag hier ins Forum kommt : Bafögamt-Sketch Teil II. Der ist fast fertig. Ist auch länger, der wird 15 Seiten haben. Alte Bekannte kommen vor, aber neue Ideen stecken auch drin. ("neue Ideenhabung"Freu )

Über "Vorstadtkrokodile" will ich auch schreiben, der kommt aber erst am 15.10. glaube ich auf DVD raus. zwinkern
 
 
   
     
 
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Beitrag 19097 Verfasst am: Sa 3.Okt.2009 14:23; Bearbeitet von Dover am: Sa 3.Okt.2009 14:26
 
BAFöG-Amt Teil II
 
Jens Diller fegt den Gang. Es ist eine langweilige Arbeit, denkt er sich. Hoffentlich kommt bald wieder ein neuer Job. Die Zeitarbeitagentur „Kompletto“ ist aber besser als seine alte, wo er auf der Baustelle arbeiten musste. Hätte er doch fertigstudiert, dann müsste er so etwas nicht mehr machen. In diesem Haus war er manchmal, als er noch studiert hatte. Das Studentenwerk, Bafög-Amt auch genannt. Ey, kann der Typ nicht aufpassen?
Ein Mann rempelt Jens an.

Sachbearbeiter:
„Entschuldigung, ich habe Sie nicht gesehen.“

Jens:
„Macht nichts, schon gut.“

Jens schaut den Herren an. Den hat er doch schon mal gesehen, aber das war nicht in Berlin. Als er auf den Pullover schaut und das Wort „Pankow“ liest fällt es ihm sofort wieder ein. Es war sein Sachbearbeiter in Heidelberg, da war er ja mal ein Semester.

Sachbearbeiter:
„Sie habe ich schon mal gesehen, Sie sind doch Herr Diller, oder?“

Jens:
„Genau.“

Sachbearbeiter:
„Sie haben doch studiert. Scheinbar nicht fertig.“

Jens:
„Leider nicht.“

Sachbearbeiter:
„Woran lag es denn?“

Jens:
„Ich bin krank geworden und konnte nicht mehr weiterstudieren.“

Sachbearbeiter:
„Ohh, das tut mir aber leid. Ich bin vor vier Jahren nach Berlin gezogen, eine tolle Stadt. Ich wohne jetzt in Pankow am Bürgerpark, eine schöne Gegend. Diese Stadt hat ein Flair, den Heidelberg nicht hatte...ahh, jetzt erinnere ich mich, wo Sie bei mir waren. Sie waren da verliebt in eine Frau.“

Jens schaut auf den Boden und fegt weiter.

Sachbearbeiter:
„Wie hieß die Frau noch mal?“

Jens:
„Darüber will ich nicht reden.“

Sachbearbeiter:
„Das war doch das Eichhörnchen, ne? Hast Du die mal angequatscht?“

Jens:
„Das ging nicht. Sie ist eine...“

Sachbearbeiter:
„...Schauspielerin gewesen!! ACH GENAU, das war die selbe, die ich seit Jahren schon bewundere. Nora Tschirner heißt die und...“

Jens zuckt zusammen und verzieht das Gesicht.

Sachbearbeiter:
„Ach, jetzt hab dich nicht so. Ich stehe seit längerem dazu, ich habe das immer heimlich gemacht, damit meine Frau das nicht merkt. Jetzt ist die weg und meine Wand wird mit den Kinoplakaten geschmückt, wo meine Nori mitgespielt hat. Tolle Frau, komme doch mit hoch, gestern war sie mal wieder bei Stefan Raab, wir können uns ihren Auftritt noch mal im Internet anschauen. Mit Vornamen hießt du Johnny-Boy, richtig?“

Jens hört auf zu fegen und stützt sich auf den Besen.

Jens:
„Na gut, Ihnen sage ich es : Meine Krankheit ist, dass ich ständig Gedichte über sie schreiben musste. Ich konnte es nicht sein lassen, ich habe mein Studium aufgegeben und jeden Tag zehn Stunden geschrieben. Mein Arzt meinte, dass...“

Sachbearbeiter:
„MOMENT MAL!! Wo hast du geschrieben?“

Jens:
„nora-universum.de...manchmal auch noralogie.de...planet-nora.de gibt es nicht mehr.“

Sachbearbeiter:
„Weil da leider der Webmaster gestorben ist. Ich schreibe auf nora-universum.de, auf noralogie.de mach ich manchmal einen Gästebuch-Eintrag. TOLL, dass ich hier einen richtigen Insider treffe. Johnny-Boy, komm hoch in mein Büro, ich habe noch Bier da. Dann trinken wa eennen!“

Jens:
„Ich darf mir Nora nicht mehr anschauen. Sonst werde ich wieder rückfällig.“

Sachbearbeiter:
„Nora ist die beste Droge die es gibt. Man darf halt nicht übertreiben, der richtige Umgang ist es. Komm schon!“

Jens stellt den Besen an die Wand und geht mit. Unterwegs treffen sie einen anderen Sachbearbeiter.

Sachbearbeiter:
„Hallo Uwe, wie geht´s? Schon den Trailer von „Zweiohrküken“ gesehen?“

Uwe:
„Ich habe zwei gesehen, den einen fand ich gut, den anderen weniger.“

Sachbearbeiter:
„Du darfst diese Trailer nicht überbewerten. Der Trailer zu „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ hat mir auch erst nicht so gut gefallen, und dann war das doch ein toller Film.“

Uwe:
„Wann kommt „Zweiohrküken“ raus?“

Jens:
„Anfang Dezember.“

Uwe:
„Sind Sie auch wie er ein Nora-Fan?“

Jens schaut auf den Boden und seufzt. Der Sachbearbeiter geht zu Uwe und flüstert: „Der hat auch mal auf nora-universum.de geschrieben.“

Uwe:
„Ach, diese Insider-Page, wo...“

Sachbeiter:
„Psst! Nicht so laut! Diese Seite ist ‚underground’, das darf nicht jeder hier im Haus hören.“

Uwe:
„Na gut, ich muß dann mal weiter. Wenn du Georg siehst, sag ihm, er soll mal zu mir kommen.“

Der Sachbearbeiter und Jens gehen weiter und die Treppe hoch.

Sachbearbeiter:
„noralogie.de haben die jetzt aber ganz schön aufgepeppelt, sieht richtig gut aus. Was da leider stört ist, das es da zu viel User gibt, die diese Homepage missbrauchen. Die schreiben da, als ob es ihr eigener Blog wäre. Das hat oft gar nichts mehr mit Nora zu tun. Der Webmaster muß da mal richtig aufräumen.“

Jens:
„nora-universum.de ist schon die beste Fanpage von Nora. Gehst du eigentlich noch auf die tschirner.de?“

Sachbearbeiter:
„Selten, die richtigen Fans schreiben da nicht mehr. Die ist zwar gut für die neusten Meldungen, auch gut gestaltet, aber das Forum ist fast tot, auf nora-universum.de dagegen geht die Post ab. Die ganze Garde, die vor sechs Jahren auf der tschirner.de geschrieben hat, schreibt da schon lange nichts mehr. Dennis ist Webmaster auf nora-universum.de, Nastygirl auf noralogie.de. Spiderman war der von planet-nora.de“

Beide gehen durch eine Tür und setzen sich im Büro hin.

Sachbearbeiter:
„Wo hast du deine Gedichte reingepackt?“

Jens:
„Ich habe dafür meine eigene Homepage gemacht. www.norikaner.de hieß die.“

Sachbearbeiter:
„Dann lass die mal anschauen.“

Jens:
„Ich habe die gelöscht. Und auch alle Gedichte. Ich musste radikal Schluß machen mit Nora.“

Sachbearbeiter:
„Mal schauen, was ich im Internet neues über sie finde.“

Jens:
„BITTE NICHT!! Ich will kein Bild mehr von dieser Frau sehen! Ich muß clean bleiben.“

Der Sachbearbeiter lehnt sich zurück und schaut Jens an. Dann lächelt er.

Sachbearbeiter:
„Der „Venus von Milo – Komplex“! Ohh, jetzt verstehe ich. Zum Glück ist das bei mir und Nora nicht der Fall, das wäre hart. Das stimmt doch, oder?“

Jens schließt die Augen und nickt.

Jens:
„Genau, ist mir noch nie passiert.“

Sachbearbeiter:
„Passiert einem nur einmal im Leben. Bei nur einer Frau. Vielen passiert das auch gar nicht, aber ich kenne einige, die das schon hatten. Bei mir war es in der Schulzeit, in der Oberstufe. Clara hieß die gute.“

Jens:
„Und? Hattet ihr was miteinander?“

Sachbearbeiter:
„Ja, aber nur sehr kurz. Dann ist sie mit ihren Eltern nach Freiburg gezogen, und wir haben uns aus den Augen verloren. Was hat denn dein Arzt gesagt?“

Jens:
„Ich sollte mir keine Bilder von Nora mehr anschauen. Immer wenn ich die sehe, dann wird mir ganz schwindlig und ich brauche für einen Einkauf, der normalerweise nur zehn Minuten dauert, eine halbe Stunde. Wenn ich sie im Kopf habe, dann vergesse ich manchmal sogar meinen Namen.“

Sachbearbeiter:
„So heftig ist das also bei dir.“

Jens:
„Mein Arzt sagt, dass wenn man verliebt ist werden die selben Regionen im Gehirn aktiviert wie beim Heroin. Und bei Nora ist es jedes Mal wie eine Überdosis.“

Sachbearbeiter
„Ich gebe zu, Nora ist auch mein Geschmack. Aber ich bin deutlich älter und außerdem verbringe ich nicht so viel Zeit mit ihren Bildern. Wie es bei dir wahrscheinlich der Fall sein wird, oder täusche ich mich da?“

Jens:
„Ganz schrecklich mit diesen Bildern. (schluck) Ich bekomme den Blick da einfach nicht weg.“

Sachbearbeiter:
„Damit ist es natürlich auch schwerer ein Fan von ihr zu sein. Du hast dadurch ein Handicap.“

Jens:
„Ja. Ich habe sie auch acht mal schon gesehen.“

Sachbearbeiter:
„Ach, ich schon über hundert mal, nein, sogar über...“

Jens:
„Ich meine im realen Leben.“

Sachbearbeiter:
„WAS? Echt? Wo denn?“

Jens:
„Das erste mal war in einem Club. Im „Icon“, da saß sie im Raucherraum und hat eine geraucht. Ich habe sie angeschaut und...und...ohjjee...“

Sachbearbeiter:
„Das ist ja aufregend. Hast du sie angequatscht?“

Jens:
„Nein, ich, ähh, habe mich nicht getraut.“

Sachbearbeiter:
„Ach Johnny-Boy, warum denn nicht?“

Jens:
„Bitte nicht, ich, ähh, ich habe sie ja noch öfter getroffen.“

Sachbearbeiter:
„WO?“

Jens:
„Im Supermarkt, im Zeitungsladen, vor dem Kino, im „Acud“, vor dem Olympiastadion, im Kaufhaus und dann mal auf der Straße.“

Sachbearbeiter:
„Und du hast sie nie angesprochen?“

Jens:
„Nein.“

Sachbearbeiter:
„Nicht mal sie angelächelt?“

Jens:
„Immer wenn ich sie gesehen habe bin ich versteinert. Und ja, das ist auch das Problem. Diese Tage haben mich traumatisiert, ich träume seit Wochen ständig davon.“

Sachbearbeiter:
„Aber Johnny-Boy, so eine Gelegenheit musst du doch ausnutzen. Du tust mir leid. Echt, mein Junge...was waren das denn für Gedichte?“

Jens:
„Ich habe ungefähr 700 Gedichte für Nora geschrieben. Obwohl, ich glaube es waren mehr.“

Sachbearbeiter:
„Sag mal eins auf.“

Jens:
„Wenn du deinen süßen Lippen poetische Worte entlockst,
dann ist es, als ob ich den Gesang eines beschwungenen Engels höre,
ich sehe dich, wie du lachend im „Chagall“ auf der Bank hockst
solch ein Anblick ist ein Bildnis für die Ewigkeit, ich schwöre !“

Sachbearbeiter:
„Ein schönes Gedicht. Was ist das „Chagall“?“

Jens:
„Ohh Gott, stimmt ja, da habe ich sie auch gesehen. Den Abend vergesse ich so gerne.“

Sachbearbeiter:
„Wieso?“

Jens:
„Weil...weil ich da in dem Cafe zwei Stunden...neben...ihr...“

Sachbearbeiter:
„...saß!“

Jens schließt die Augen und nickt. Und der Sachbearbeiter steht auf und schüttelt den Kopf. Er öffnet das Fenster und schaut raus.

Sachbearbeiter:
„Was ist dein Lieblingsbild von Nora?“

Jens:
„Ich habe über 1000 Bilder von ihr...gehabt. Ich weiß nicht, mir gefallen alle sehr gut. 2001 und 2002 ging es los, egal ob in grün mit der schwarzen Krawatte oder gebräunt in rotem Hemd, ich sah sie auf MTV und konnte sie nicht mehr vergessen. Im Jahr 2003 war es das Bild von der Soloalbum-Premiere, wo sie einen braunen Anzug trug, dieses Bild hing an meiner Tür. Die Bilder aus dem Film mit dem roten Kopftuch hingen wochenlang an meiner Wand. Dann kam das Heft „NEON“ raus, da war sie vorne drauf. Dieses Bild habe ich immer in meiner Jacke gehabt. Johannes B.Kerner, GIGA, TvTotal und dann kam Kebab Connection, das Bild wo sie neben Dennis M. steht. Und ihn anlächelt. MICH HAT SIE IM „CHAGALL“ AUCH SO ANGELÄCHELT, NEEEIN!!“

Sachbearbeiter:
„Warum hast du deine Hemmungen nicht überwunden?“

Jens:
„Ich kann nicht. Mir gefällt sie zu gut.“

Der Sachbearbeiter öffnet eine Schublade und holt ein Bild von Nora raus. Es ist ein Bild aus „Keinohrhasen“ wo sie im Restaurant sitzt. Jens schaut das Bild an...und schaut sofort weg. Er legt das Bild auf den Tisch und legt ein Buch darüber.

Sachbearbeiter:
„Schau es dir an, das Bild. Du musst doch dein Trauma verarbeiten.“

Jens nimmt das Bild wieder in die Hand. Und schaut es sich an.

Sachbearbeiter:
„Was hast du studiert?“

Jens:
„Geo...logie?...graphie?...dizin?“

Sachbearbeiter:
„Wie alt bist du?“

Jens:
„30? 31? 32? Ist doch egal...ohh, Nori, endlich sehe ich ein Bild mal wieder von dir. Denke ja nicht, dass es so einfach war mit dir Schluss zu machen.“

Sachbearbeiter:
„Wie heißt das Haus hier?“

Jens:
„Barfuß-Amt? Bärfuck-Amt? Ich weiß es nicht mehr, wenn ich dir in die Augen schau, mein Kleines, dann vergesse ich alles um mich herum, dann gibt es nur noch dich.“

Sachbearbeiter:
„Wie heißt du?“

Jens:
„Johannes? Jennes? Jens? Keine Ahnung, Hauptsache ich werde deinen Namen nicht vergessen, Nori!!“

Der Sachbearbeiter nimmt Jens das Bild aus der Hand und packt es weg.

Jens:
„NEEEIN!! MEINE NOOORRIIIIIII!! Bitte, nur noch eine Minute, bitte, bitte!“

Sachbearbeiter:
„Du solltest eine Übung machen. Mach irgendwelche Denkspiele, Sudoku, Schach, oder so was und schaue dabei Bilder von Nora an. Du darfst nicht gleich in Trance verfallen wenn du sie siehst.“

Jens:
„Soll das helfen?“

Sachbearbeiter:
„Probiere es einfach aus. Bleib ganz ruhig.“

Die Tür öffnet sich und ein dunkelhaariger Mann betritt das Büro.

Mann:
„Ich habe heute einen Termin.“

Sachbearbeiter:
„Ähh, können wir das nicht auf eine Stunde verschieben?“

Mann:
„Nein, das geht nicht.“

Sachbearbeiter:
„Warten Sie draußen, ich hole sie gleich rein.“

Der Mann geht wieder raus.

Sachbearbeiter:
„Johnny-Boy, das nächste mal, wenn du sie siehst, spreche sie an. Bleib ganz cool und locker, das können Frauen überhaupt nicht ab, wenn man so krass auf die abgeht.“

Jens:
„Ich weiß. Ich mache jetzt auch eine Therapie um dieses Trauma zu verarbeiten.“

Sachbearbeiter:
„Wenn du das hinter dir hast, dann kannst du auch wieder ihre Filme schauen. Es wird alles gut, mein Alter.“

Jens bedankt sich und verlässt das Büro. Danach kommt der dunkelhaarige Mann rein. Er wirkt irgendwie düster, seine Augen leuchten dunkel und seine Stirn ist die ganze Zeit gerunzelt.

Sachbearbeiter:
„Wie heißen Sie noch mal?“

Mann:
„Nabil Al-Hazred.“

Sachbearbeiter:
„Moment, ich suche mal ihre Akte.“

Der Sachbearbeiter sucht im Schrank, während Nabil sich mit verschränkten Armen breitbeinig hinsetzt. Der Sachbearbeiter findet die Akte und setzt sich wieder hin.

Sachbearbeiter:
„Sie sind jetzt im wievielten Semester?“

Nabil:
„Im dreizehnten.“

Sachbearbeiter:
„Ne, also da ist jetzt Schluß mit BAFöG, mich wundert es auch ein wenig, dass Sie so lange Geld von uns bekommen haben.“

Nabil:
„Ich brauche nur noch ein Semester, dann habe ich es geschafft.“

Sachbearbeiter:
„Bei uns ist nichts mehr mit einem Semester. (Pause) Was studieren Sie denn?“

Nabil:
„Journalismus. Ich habe es ja schon probiert, ich habe über Menschen Artikel geschrieben, leider wurden die bisher noch nicht veröffentlicht. Nur im Internet.“

Sachbearbeiter:
„Über welche Menschen haben Sie denn geschrieben?“

Nabil:
„Über viele. Über Kylie Minouge, über Eminem, über Moritz Bleibtreu, über Nora Tschirner, über...“

Sachbearbeiter:
„HALT! STOP! Habe ich richtig gehört? Über Nora Tschirner?“

Nabil:
„Die Frau ist eine alte MTV-Hure, sie...“

Der Sachbearbeiter hebt die Augenbrauen und haut auf den Tisch. Jetzt dämmert es ihm, wen er vor sich hat.

Sachbearbeiter:
„Du bist also dieser „Ismael“!!! Was fällt dir ein sie MTV-Hure zu nennen? Du hast eine krasse Sendung auf Planet Nora über sie geschrieben gehabt, „Nora Bitch forever“ hieß die. Kaum hast du da angefangen gehabt haben die Fans begonnen sich zu streiten, es gab keine FanArt mehr und zwei Wochen später ist Spiderman gestorben! DU MISTKERL, wegen dir ist Planet Nora untergegangen!“

Nabil:
„Mann, die Nora wird auch irgendwann untergehen. Wenn ich endlich für den Spiegel schreiben kann, dann mache ich die fertig, die Bitch. Die...“

Jetzt steht der Sachbearbeiter auf und geht mit versteinerter Miene auf Nabil los. Dieser steht auf und lächelt ihn an.

Sachbearbeiter:
„Pass jetzt auf, was du sagst! Du hast Glück, dass ich meine Knarre nicht zur Arbeit mitnehme.“

Nabil:
„Sie alter Sack und eine Knarre? Das wäre ja so, wie wenn Nora in einem guten Film spielen würde, die würde niemals...“

Es reicht dem Sachbearbeiter, er packt Nabil an den Kragen, dieser wehrt sich und nach einer kurzen Rangelei hat der Sachbearbeiter Nabil im Schwitzkasten.

Nabil:
„Ey, du Penner verlierst deinen Job, wenn ich das deinem Vorgesetzten erzähle.“

Sachbearbeiter:
„Und du verlierst dein Leben, wenn du noch einmal schlecht über meine Nori redest!“

Das Telefon klingelt und der Sachbearbeiter lässt Nabil los. Er nimmt den Hörer ab.

Sachbearbeiter:
„JA? Hallo Dover...ja, habe ich gemacht...wie heißt dein neuer Sketch?...stimmt, über Ijon Tichy hast du noch nichts geschrieben...übrigens, heute ist nach langer Zeit mal wieder ein ‚Nora-Tag’ im Bafög-Amt, weißt du wer heute hier war? Jens Diller, von dem habe ich dir doch schon mal erzählt...der arme, der ist jetzt Putzkraft und hat ein Nora-Trauma...macht jetzt aber eine Therapie, ich habe ihm viel Glück gewünscht...zu guter letzt, du glaubst gar nicht, wer hier im Büro ist...ISMAEL!!...ja, genau der...aber ich muß den fertig machen!!...okay, du hast recht...GENAU!!!....ja das mache ich, dem zeigen wir es, bis dann Dover!“

Der Sachbearbeiter legt auf und holt einen Zettel und einen Stift.

Sachbearbeiter:
„So, jetzt nenne mir mal deine Argumente warum Nora eine schlechte Frau ist.“

Nabil:
„Eigentlich kann einem Frau Tschirner leid tun. Sie macht alles was ihr Manager sagt. Wenn der will, dass die in dem Film mitspielen soll, dann macht die das. Und wenn er will, dass sie da ein Interview geben soll, dann macht die das auch.“

Der Sachbearbeiter schreibt das auf. Danach schaut er Nabil ernst an.

Sachbearbeiter:
„Sie hat keinen Manager, der ihr sagt was sie machen soll.“

Nabil:
„Sie kennen sich da scheinbar gar nicht aus. Johnny Depp, Christian Bale, Angelina Jolie und alle anderen bekannten Schauspieler haben einen Manager, die ganze Medienwelt ist wie die Börse. Die Schauspieler werden gehandelt wie Aktien, es wird von Jahr zu Jahr immer unmenschlicher.“

Sachbearbeiter:
„Sie hat vielleicht einen Manager aus organisatorischen Gründen. Aber in welchen Filmen sie mitspielt, dass entscheidet sie selber.“

Nabil:
„Das denken Sie so leichtgläubig. Der Manager von der Tschirner hat sie gekauft. Sie ist eine Medienhure, dass hat sie doch selber...“

Sachbearbeiter:
„Wer soll dieser Manager von Nora sein?“

Nabil:
„Der bleibt unbekannt, ich habe den aber rausgefunden.“

Sachbearbeiter:
„NAME??“

Nabil:
„Frank Heeger. Der war davor Manager von Claudia Schiffer. Die ist dann schwanger geworden und aus den Medien verschwunden. Heeger hat Nora auf MTV gesehen und zugegriffen. Die Frau kann er für seine medienpolitischen Streifzüge gebrauchen, dachte er sich.“

Sachbearbeiter:
„Erklären Sie mir mal diese Streifzüge.“

Nabil:
„Mit „Soloalbum“ hat er probiert Nora einen Hippie-Flair zu geben. Doch die Leute, die auf solche Frauen stehen, sind nicht in diesen Film gegangen. „Kebab Connection“ ist auch untergegangen, mit diesem Film sollte Nora einen dreckigen KungFu-Türkengang-Touch bekommen. Bei „FC Venus“ war natürlich alles eiskalt berechnet, im selben Jahr war die Fußball WM in Deutschland. Früher war Fußball noch ehrlicher Sport, heute herrscht da nur noch das Geld. Die Schauspieler werden in Fußball-Filmen eingesetzt, damit noch mehr Leute über Pay-TV Fußball schauen, das ist alles nur noch Marketing.“

Sachbearbeiter:
„Nora spielt da mit, wo sie Lust hat.“

Nabil:
„Richtig Lust hat sie dann auf „Keinohrhasen“ bekommen. Über sechs Millionen Kinobesucher, der erfolgreichste deutsche Film des letzten Jahres.“

Sachbearbeiter:
„Der ist ja auch gut!“

Nabil:
„Endlich mal einen richtigen Treffer gelandet, dachte sich die Tschirner. Der Frau ist doch die Qualität völlig egal, die schaut nur auf das Geld und die Pokale, die sie bekommt. Ihre Träume sind : Jupiter 2009, Oscar 2010, Heirat mit Robbie Williams, eigener Jet, Luxusvilla, Swimmingpool, die Frau denkt nur an Karriere, Erfolge, Titel, Pokale...“

Sachbearbeiter:
„SCHLUSS!! Das musst du aber auch beweisen, das kannst du nicht einfach so behaupten!“

Nabil:
„Na warum hat die für „Stern“ einen Artikel über Chucks geschrieben? Natürlich wegen der Kohle, diese Schuhmarke hat einen redlichen Betrag auf ihr Konto überwiesen damit sie diesen Text schreibt.“

Sachbearbeiter:
„Sie liebt diese Schuhe, sie hat die schon als Jugendliche gemocht, die passen auch zu ihr, weil...“

Nabil(unterbricht):
„Das sie das in ihrer Kindheit mochte, dass hat sie auch schon bei Soloalbum gesagt. Damit soll es glaubwürdiger erscheinen und solche Trottel wie Sie fallen drauf rein.“

Sachbearbeiter:
„Bleiben Sie mal sachlich, Herr Al-Hazred. Nora wird doch nicht gelenkt von irgendeinem Manager. Sie hat ihren eigenen Geschmack und richtet sich danach.“

Nabil:
„Dieser Geschmack zielt nur auf Pokale, Triumphe, Titel, Karriere, Geld, Macht...“

Der Sachbearbeiter greift zum Hörer und wählt 110.

Sachbearbeiter:
„Jetzt reicht es mir, ich rufe die Polizei...Hallo, hier ist Robert Wilhelm, ich erstatte Anzeige gegen Nabil Al-Hazred...wegen Verleumdung und übler Nachrede...er beleidigt grundlos Nora Tschirner...“

Nabil:
„Nach „Nora Bitch forever“ musste die Tante zum Psychologen, das hat gesessen, ha!“

Sachbearbeiter:
„Frau Tschirner wird von ihm auf universum.de und noralogie.de belästigt...unter dem Namen „Ismael“...das selbe macht er scheinbar auch bei Moritz Bleibtreu...sehr gefährlich, dieser verrückte Araber...“

Nabil:
„Die bleibtreu.de hab ich gefickt, Mann! Brad Pitt, den Penner, auch!“

Sachbearbeiter:
„Wie, es ist nicht meine Angelegenheit?“

Nabil:
„Angelina Jolie hat wegen mir schon Ehekrach mit Brad Pitt gehabt. Michael Jackson hat nach meiner Sendung „Jacko in die Tonne!“ eine Tabletten-Cocktail genommen und ist gestorben. Und R.Kelly ist nach meiner Sendung „Schwuchtelschwarzer“ ausgerastet und pädophil geworden. Ich mache aber nicht nur Promis fertig, Günther musste wegen mir eine Woche unter der Brücke schlafen und Jennifer ist durchs Abi gerasselt, nachdem sie meinen Brief gelesen hat.“

Sachbearbeiter:
„Wieso können Sie das nicht machen?...NEIN, wenn es eine Angelegenheit von diesen Leuten und Nora Tschirner ist, dann ist das auch meine Angelegenheit, klar?...Nora ist viel zu gutmütig, Herr Nabil Al-Hazred muß HINTER GITTER! Viele Menschen mussten wegen ihm schon leiden, WIE, SIE KÖNNEN MIR NICHT HELFEN?!?! AAHHH!“

Der Sachbearbeiter knallt den Hörer auf die Gabel.

Nabil:
„Sie sind ein Trottel, Mann. Die Tschirner wird gerade von ihrem Lover durchgebumst, die interessiert das kein bisschen. Wissen Sie warum?“

Sachbearbeiter:
„Herr Gott noch mal...Warum?“

Nabil:
„Die hat ganz andere Pläne, die bleibt doch nicht Schauspielerin. Nach „Dreiohrbarsch“ kandidiert die für die Grünen zur Bundestagswahl.“

Sachbearbeiter:
„Die Grünen sind doch eine gute Partei.“

Nabil:
„Die Leute werden sich denken, so eine Frau wie die Tschirner vielleicht mal wählen? Die ist doch besser als die Merkel werden viele im Kopf haben und bei den Grünen ein Kreuz machen. Mit Frank Heegers Unterstützung gewinnt Sie die Wahl 2013 und wird Bundeskanzlerin. Dieses...“

Sachbearbeiter:
„Woher wollen Sie das wissen?“

Nabil:
„Dieses „Liebe ist das wichtigste“ Motto wird sie noch eine Weile aufrecht erhalten. Sie wird weiter hochgeputscht, nach Deutschland kommt Europa – und dann die Welt...ich tippe mal 2020 hat Frau Tschirner es geschafft, ihr gehört die ganze Welt. Und dann gibt es ...“

Sachbearbeiter:
„Herr Al-Hazred, beherrschen Sie sich mal!“

Nabil:
„Und dann gibt es überall wieder die Todesstrafe. Wenn einer einen Film mit ihr nicht gut findet, der wird gleich erschossen. Wenn „Sternenfänger“ im Fernsehen läuft und ein Bürger hat vergessen den Fernseher einzuschalten wird der weggesperrt. Jedes Mädchen muß Nora genannt werden. “

Sachbearbeiter:
„Das würde Nora doch niemals machen!.“

Nabil:
„Ich bin ja noch nicht fertig. Alle, die am 12.06 geboren werden bekommen 1000 € geschenkt. Alle die die „NoAngels“ hören werden ins Gefängnis gesteckt. Und das Rosa-Luxemburg-Gymnasium wird Nora-Tschirner-Gymnasium heißen. Es wird nur einen Fernsehsender weltweit geben, „Nora TV“. Pankow wird selbständig und die Hauptstadt von Deutschland, nein, der ganzen Welt. Dort wird ihr zu Ehren ein riesiger Palast gebaut. Soll ich noch weitererzählen? Alles wird nach ihr benannt, sie kann auf unserer Erde walten und schalten wie sie will. Sie ist Herrin, Diktatorin und Tyrann bis zum Ende der Erde. Denn sie beauftragt die besten Wissenschaftler der Welt sie unsterblich zumachen. Schlimme Zeiten stehen uns bevor.“

Sachbearbeiter:
„Sie sind verrückt, ich glaube SIE bräuchten eine Therapie, oder?“

Nabil:
„Vergiss es, Mann. Der Wichser Dr. Schneider meinte ich bin untherapierbar. Ich will keine Trallala-Welt, ich will GERECHTIGKEIT!! Und dann haben wir vielleicht wieder trallala. Keiner kann mehr die Beatles hören, ist ja auch klar, in diese verdorbene Welt passen ihre Songs auch gar nicht rein.“

Sachbearbeiter:
„Wir beenden diese Sitzung am besten. Ich habe mir Ihre Argumente aufgeschrieben und werde sie auf nora-universum.de mal aufführen. Sind Sie da noch eingetragen?“

Nabil:
„Ja.“

Sachbearbeiter:
„Da wird das dann alles ausdiskutiert. Und falls Ihnen da die Argumente ausgehen sollten müssen Sie sich entschuldigen.“

Nabil:
„Werde ich kein bisschen machen. Bevor ich das mache wird Hulk Hogan Balletttänzer.“

Jetzt reicht es dem Sachbearbeiter. Er nimmt seine Kaffeetasse und wirft die auf Nabil. Volltreffer, Nabil nimmt seinen Stuhl in die Hand. Und schmeißt den auf den Sachbearbeiter. Dieser weicht aus und packt Nabil an den Kragen. Der Sachbearbeiter ist richtig fit, der macht auch drei mal die Woche Sport bei „McMuscle“!

Sachbearbeiter:
„Wenn du dich auf nora-universum.de nicht entschuldigst, dann schicke ich der Tschirner deine Adresse und die bestellt einen Killer.“

Nabil:
„Ach, das traut diese blöde Kuh sich doch gar nicht.“

Sachbearbeiter:
„Denke das nicht, mein Freund. Die kann auch knallhart sein...Auf Planet Nora hat einer mal Nacktfotos von ihr reingepackt. NoraStecher hieß der, der hatte Kameras bei ihr zuhause installiert, na da war was los. Nora musste nur eine Nummer wählen, da ist gleich eine Gang zu diesem Verrückten gegangen. Als der die Gang gesehen hat, hat der sich gleich in die Hosen gepinkelt und um sein jämmerliches Leben gewinselt. Wer sich uns in den Weg stellt IST TOT!!“

Nabil reißt sich los, flucht laut auf arabisch und geht raus. Der Sachbearbeiter wischt sich den Schweiß von der Stirn und setzt sich an den Computer. Er gibt www.nora-universum.de ein.
Mal schauen was da neues drauf ist, denkt er sich. Da macht einer eine Sendung, da auch, na ja, das übliche halt. Ohh, da ist einer, der Eddie heißt, der macht FanArt, der komponiert Lieder für Nora. Wurde auch mal wieder Zeit. Die letzte Musik-Sendung für Nora hat MusicTalking gemacht, die war nicht so gut. Es ist wirklich der echte Eddie van Halen. Super, der hat mal Balladen auf der Akustikgitarre gemacht, das kennen wir gar nicht von ihm. Gleich mal die Boxen anmachen. Herrlich, der Junge hat es drauf. „Green eyes“ heißt der erste Song, toll. Wieviel hat der gemacht? Zehn Songs, geil!! Ohh, da bekomme ich wieder richtig Lust auf Musik, denkt er sich der Sachbearbeiter. Danach ist „Chicago“ wieder dran. Aber nur die besten Songs von James Pankow!!
 
 
   
     
 
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Beitrag 19102 Verfasst am: Di 6.Okt.2009 16:23
 
Arbeitsamt
 
Im Arbeitsamt in der Königin-Elisabeth-Straße in Charlottenburg.

Michael Nehmzow schaut auf die Uhr. Herr Möller müsste doch schon hier sein, wo bleibt der? Er steht auf und geht aus seinem Büro raus. Da ist er doch! Er spielt Gameboy.

Nehmzow:
„Sie sind doch Herr Möller, oder?“

Möller:
„JA, ICH BIN DIRK MÖLLER. ICH SPIELE GERNE!“

Nehmzow:
„Also wirklich...Kommen Sie doch bitte rein.“

Beide gehen ins Büro und setzen sich hin.

Möller:
„ICH MUSS NUR NOCH DEN LEVEL HIER DURCHSPIELEN, DANN KANN ICH ABSPEICHERN.“

Nehmzow:
„Seien Sie bitte nicht so laut, machen Sie bitte den Gameboy aus.“

Möller:
„ICH BIN FERTIG! GEIL, ICH FREUE MICH SCHON AUF DEN NÄCHSTEN ENDGEGENER!“

Nehmzow:
„HERR MÖLLER, Sie wollen eine Reha-Maßnahme machen. Füllen Sie doch bitte das Formular hier aus. Haben Sie irgendwelche Handicaps?“

Möller:
„JA, ICH MUSS IMMER VIEL LACHEN, HAHAHAHAHAHAHAHA...“

Nehmzow:
„HERR Nehmzow, beherrschen Sie sich bitte. Seien Sie doch bitte etwas LEISER.“

Möller:
„KANN ICH NICHT, DAS IST MEINE KRANKHEIT. LAUT REDEN UND LAUT LACHEN, HAHAHAHA...“

Nehmzow:
„RUHE! So wird das nichts, Herr Möller. IN WAS für einem Bereich wollen Sie arbeiten?“

Möller:
„DIGITALE MEDIEN! DA KANN ICH DANN SPIELE MACHEN! SPIELEN IST VOLL GEIL!“

Michael Nehmzow stützt seinen Kopf auf den Arm ab und schüttelt den Kopf. Er schließt die Augen und denkt sich: Mach das schnell fertig hier und schmeiß den wieder raus.
Dirk Möller gibt das ausgefüllte Formular Michael zurück.

Nehmzow:
„Sie sind verheiratet?“

Möller:
„JA, MIT NORAAA TSCHIRNAAA! DIE IST VOLL GEIL!! FÜR DIE MACHE ICH AUCH MAL EIN SPIEL!! WIRD BESSER ALS LARA CROFT!!“

Nehmzow:
„Um Spiele zu machen müssen Sie aber GUT programmieren können. Kennen Sie sich da ein bisschen aus?“

Möller:
„ICH KANN HTML AUF DEM PC UND BASIC AUF DEM C64! DAS REICHT!“

Nehmzow:
„Das müssen Sie wissen, ich kenne mich mit Programmierung nicht aus. Nach den zwei Jahren in der Ausbildungsstätte müssen Sie qualifiziert genug sein um auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten zu können. TRAUEN Sie sich das ZU?“

Möller:
„JA, KLAR, IN ZWEI JAHREN KANN ICH DIE GAMES NOCH BESSER DURCHSPIELEN.“

Nehmzow:
„Sie haben hier im Formular eingetragen, dass Sie 14 Kinder haben. Da haben Sie sich bestimmt verschrieben.“

Möller:
“DOCH! 14 IST RICHTIG!! NORA IST JETZT WIEDER SCHWANGER, WIR BEKOMMEN NOCH MAL DRILLINGE, DIE WERDEN LUIGI, MARIO, UND DONKEY KONG HEISSEN!!“

Michael N. steht auf. Jetzt kann er sich nicht mehr beherrschen.

Nehmzow:
„MIR REICHT ES JETZT!! UND HÖREN SIE AUF SO ZU GRINSEN!! ICH SCHMEISSE SIE GLEICH RAUS, WENN...“

Es klopft an der Tür. Sie öffnet sich und ein Kollege von Michael N. schaut verwundert rein.

Kollege:
„Sag mal, Michael, was ist denn hier los? Das ist ein Geschrei, man hört euch im ganzen Haus.“

Nehmzow:
„Entschuldige, Herr Möller ist ein äußerst schwieriger Fall. Ich werde mich jetzt beherrschen.“

Der Kollege nickt und schließt die Tür wieder. Michael N. setzt sich wieder hin.

Nehmzow:
„Sie haben das Formular ausgefüllt, Sie können gehen. Wir schicken Ihnen einen Brief mit einem Termin für das ärztliche Gutachten. Erscheinen Sie bitte pünktlich, da...“

Das Handy von Dirk M. klingelt. Er holt sein Handy aus der Tasche.

Möller:
„JA??! HALLO SCHATZ, HALLO NORI, DU BIST SO SÜÜÜÜSS! DU MUSST IMMER AN MICH DENKEN, ICH WEISS!! ICH NICHT, ICH MUSS NUR MANCHMAL AN DICH DENKEN. ICH SPIELE LIEBER VIEL UND...“

Irgendwo hat er den Namen Nora Tschirner schon mal gehört, denkt sich Michael N.. Während Dirk M. telefoniert schaut er mal bei google nach. Ach die ist es!! So eine heiße Braut ist doch nicht mit so einem Vollidioten zusammen! Er hat sie mal bei Harald Schmidt gesehen, fällt ihm ein. Das kann nicht sein!

Möller:
„OKAY, SCHATZ, ICH BIN GERADE BEIM SOZIALAMT ODER ARBEITSAMT ODER WIE DAS HEISST. UND DANACH WILL ICH WIEDER SPIELEN!! ABER HEUTE ABEND KOMME ICH ZU DIR UND DANN BUMSEN WIR WIEDER, JA? BIS DANN, SÜSSE! TSCHÜSSI!!“

Nehmzow:
„Mit WEM haben Sie eben telefoniert?“

Möller:
„NA MIT NORA TSCHIRNAA! IST SCHON MEINE ZEHNTE FREUNDIN. DIE BUMSE ICH HEUTE, DU NICHT!“

Lass den in seiner Fantasiewelt leben, denkt er sich. Wenn der Typ ´ne Frau haben sollte, dann muß das doch voll die kaputte Tante sein. Und nicht Nora Tschirner.
Das Handy klingelt wieder.

Möller:
„HALLO NORA! LASS MICH MAL BITTE IN RUHE, ICH WEISS, DU MUSST MICH IMMER SEHEN, ABER ICH WILL DANACH SPIELEN! ICH KOMME DOCH HEUTE ABEND, DANN KANNST DU MIR BEIM SPIELEN ZUSCHAUEN!“

Das reicht, denkt sich Michael N. Er beugt sich über den Tisch und will ihm das Handy aus der Hand reißen. Das Handy fliegt dabei in die andere Ecke des Zimmers, beide springen zum Handy. Dirk M. lacht die ganze Zeit, Michael N. flucht.

Möller:
„MEINE NORA, MEINE NORA, DU DARFST DIE NIEMALS BUMSEN, NUR ICH, HAHAHAHAHA!“

Halt die Fresse und gib mir das scheiß Handy, denkt sich Michael N. Es ist ein Gehechte und ein Gerangel, die ganzen Akten vom Tisch sind umgefallen, der Mülleimer mit Inhalt ist ausgekippt, es sieht im Zimmer ganz schrecklich aus. Jetzt hat er das Handy, aber Dirk M. greift es sich wieder.

Nehmzow:
„GIB MIR DAS HANDY, DU LÜGNER!! DU BEKOMMST DIE REHA-MASSNAHME NICHT, DAFÜR WERDE ICH SCHON SORGEN!“

Die Tür öffnet sich und Gerhard Lüders, sein Chef, steht an der Tür.

Lüders:
„Sag mal, Michael, dieses Geschrei ist ja schrecklich. Und wie sieht es denn HIER aus? Habt ihr gerade eine Schlägerei?“

Dirk M. nimmt sein Handy und sagt mit einem Lächeln „TSCHÜSS“.

Michael:
„Sorry, ich brauche mal eine Zigarettenpause. Herr Möller ist ein ganz schwieriger Fall, den können wir glaube ich abhaken.“

Gerhard L. schüttelt den Kopf und schließt die Tür. Michael setzt sich hin und dreht sich eine Zigarette. War das ein kaputter Typ!! Das kann doch nicht wahr sein, vielleicht hat der seine Mutter oder einen Freund beauftragt ihn anzurufen. Oder es war sein Handy-Wecker. Er wird es wahrscheinlich nie erfahren.
 
 
   
     
 
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Mitglied Dover
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seit 22.04.2005
(5342 Tage)
Beitrag 19106 Verfasst am: Do 8.Okt.2009 13:10
 
Der Drogenberater
 
Im Büro der Drogenberaterstelle „Clean-Berlin“. Der Drogenberater raucht einen Joint und schaut sich Bilder von hübschen Frauen an. Es klopft an der Tür, und er packt seinen Joint und die Bilder sofort weg. Stefan Vollbrecht betritt den Raum. Er ist unrasiert, und seine Kleider sehen ziemlich schlampig aus.

Drogenberater:
„Sie sind Herr Vollbrecht, richtig?“

Vollbrecht:
„Genau.“

Drogenberater:
„Setzen Sie sich doch bitte hin.“

Stefan V. setzt sich hin.

Vollbrecht:
„Haben Sie hier einen gebufft?“

Drogenberater:
„Nein, nein, die Klienten bringen ihren Haschisch-Dunst hier immer mit rein. Sie wollten mit mir über Ihr Drogenproblem reden.“

Vollbrecht:
„Ja, ich will wissen, wie es am besten knallt. Ich rauche jeden Tag acht Joints und ich merke gar nichts mehr davon.“

Drogenberater:
„Herr Vollbrecht, jeden Tag acht Joints, und das über Wochen, Monate...“

Vollbrecht:
„...Jahre...“

Drogenberater:
„Das ist giftig!! Ihr Gehirn wird doch die ganze Zeit gelähmt und betäubt.“

Vollbrecht:
„Was passiert eigentlich mit meinem Körper wenn ich kiffe?“

Drogenberater:
„Das hat was mit Dopamin, Serotonin und Neurotransmittern zu tun. Aber das ist jetzt egal, lassen Sie das Kiffen sein.“

Vollbrecht:
„Ey, wenn ich bekifft bin, dann finde ich alles aber viel schöner.“

Drogenberater:
„Das ist ja gerade die Kunst viel Gefallen am Leben zu finden ohne sich mit Drogen zu berauschen.“

Vollbrecht:
„Wie denn, bitte?“

Drogenberater:
„Na mit Sport zum Beispiel. Oder mit Yoga, probieren Sie es aus.“

Vollbrecht:
„Ach Yoga, das ‚turnt’ doch gar nicht.“

Drogenberater:
„Oder schauen Sie sich Bilder an, die Ihnen gefallen.“

Vollbrecht:
„Bilder, tse, ich wollte eigentlich wissen, wie ich mir am besten Haschisch-Kekse machen kann.“

Drogenberater:
„Finden Sie Gefallen an Frauen?“

Vollbrecht:
„Na klar, wenn ich ‚stoned’ bin, dann hole ich mir auf nackte Frauen einen runter. Bringt voll Bock.“

Drogenberater:
„Sie können die Bilder aber auch ohne Drogen genießen. Haben Sie heute schon gekifft?“

Vollbercht:
„Nein.“

Er holt ein Bild aus der Schublade raus.

Drogenberater:
„Gefällt Ihnen diese Frau?“

Stefan V. schaut sich das Bild an.

Vollbrecht:
„Wer ist die denn? Die sieht ja geil aus.“

Drogenberater:
„Das ist Nora Tschirner. Gehen Sie doch mal auf www.nora-tschirner.de , da finden Sie viele Bilder von dieser Frau. Ihnen gefällt das Bild?“

Vollbrecht:
„Ja, das ist eine heiße Braut!“

Drogenberater:
„Na sehen Sie mal. Sie finden Gefallen an dieser Frau OHNE gekifft zu haben.“

Vollbrecht:
„Ich werde aber gleich einen rauchen.“

Drogenberater:
„Dann betrügen Sie sich. Beweisen Sie sich doch, dass Sie das Leben auch ohne Drogen schön finden.“

Vollbrecht:
„Wem soll ich das denn beweisen? Mir? Ich muß mir doch nichts beweisen!“

Drogenberater:
„Indirekt schon. Denn Sie machen den Eindruck auf mich, dass sie seelisch abhängig sind von Cannabis. Seien Sie ein freier Mann, der grenzenlos glücklich ist. Ihre beste Droge...sind Sie selbst.“

Vollbrecht:
„Ich bin eine Droge? Was soll denn der Mist?“

Drogenberater:
„Sie können es selber veranlassen glücklich zu sein, ihr Körper kann Unmengen an Dopamin auf natürliche Weise freisetzen. Sie können das ganz alleine steuern. Das müssen nicht nur Bilder von einer hübschen Frau sein, das mit dem Bild war nur ein Beispiel.“

Vollbrecht:
„Wie mache ich das denn?“

Drogenberater:
„Gehen Sie nicht mit der Einstellung hier wieder raus ‚Ach, jetzt muß ich wieder den langweiligen Weg nachhause gehen, den ich schon tausendmal gesehen habe’.“

Vollbrecht:
„Der Weg ist aber voll langweilig.“

Drogenberater:
„Achten Sie beim Gehen auf Kleinigkeiten, die Sie sonst nicht beachten. Was ist das für ein Aufkleber an der Mülltonne? Was hat da einer mit Edding auf das Schild gemalt? Wie viel Blätter hat der Baum schon fallen lassen? Was sind das für Flecken auf dem Blatt? Ich bin mir sicher, Sie werden auch beim tausendstenmal immer wieder was neues entdecken.“

Vollbrecht:
„Ich will aber lieber kiffen.“

Drogenberater:
„Dann verändern Sie aber nichts, Sie bewegen sich dann keinen Zentimeter weiter.“

Vollbrecht:
„Ach Mann, das ist ein Missverständnis, ich wollte gar nicht aufhören mit dem Kiffen. Ich wollte nur Methoden wissen, wie es am besten knallt.“

Drogenberater:
„Dann bitte ich Sie den Raum hier zu verlassen. Ich habe Ihnen gute Tipps gegeben, aber wenn Sie sich weiter betrügen wollen, dann bitte schön. Einen guten Tag noch!“

Stefan V. schüttelt den Kopf und verlässt den Raum. Kaum ist er draußen macht der Drogenberater seinen Joint wieder an und schaut auf die Bilder von hübschen Frauen. Er weiß, er hat nur noch einen Klienten, dann kann er Feierabend machen. Es klopft an die Tür, sofort packt der Drogenberater alles wieder weg. Es betritt ein kleiner Mann mit Brille den Raum. Er wirkt sehr verunsichert und wenig selbstbewusst. Er heißt Thomas Busch.

Busch:
„Darf ich reinkommen?“

Drogenberater:
„Aber klar, Sie sind doch Herr Busch, oder?“

Busch:
„Ja, darf ich mich auf den Stuhl setzen?“

Drogenberater:
„Na klar.“

Busch:
„Ich frage lieber vorher, weil ich vorhin gepupt habe. Das will ich dem nächsten Klienten nicht antun. Der Stuhl gehört mir ja nicht.“

Drogenberater:
„Aber Herr Busch, setzen Sie sich ruhig.“

Er setzt sich hin und wackelt unsicher hin und her.

Drogenberater:
„Was haben Sie für ein Problem, Herr Busch?“

Busch:
„Ich kann nicht kiffen. Deswegen bin ich immer der Buhmann bei meinen Freunden.“

Drogenberater:
„Wieso können Sie nicht kiffen?“

Busch:
„Es macht mich ganz unruhig und nervös.“

Drogenberater:
„Das wird ein Anzeichen dafür sein, dass mit Ihnen was nicht stimmt.“

Busch:
„Aber kiffen ist doch ungesund, oder?“

Drogenberater:
„Mit dem Kiffen kann man seelischen Problemen auf die Spur kommen. Sie haben gute Freunde, Herr Busch.“

Busch:
„Meine Schwester sagt, dass die fies sind.“

Der Drogenberater holt seinen Joint aus dem Versteck.

Drogenberater:
„Hier, rauchen Sie mal.“

Busch:
„Ich habe Angst, ich kann nicht.“

Drogenberater:
„Nehmen Sie Ihren Mut zusammen und ziehen Sie mal kräftig.“

Thomas B. zieht am Joint.

Drogenberater:
„Und? Wie fühlen Sie sich jetzt?“

Busch:
„Meine Beine heben ab, ich habe das Gefühl, ich fliege. Nur weiß ich nicht wohin, mich macht das ganz unruhig.“

Der Drogenberater holt seine Bilder aus der Schublade.

Drogenberater:
„Wie gefällt Ihnen diese Frau? Eine schöne blonde Schauspielerin ist das.“

Busch:
„Ähh, gut.“

Drogenberater:
„Und dieses Bild? Diese Frau hat rote Haare und blaue Augen, sie strahlt Feuer und Leidenschaft aus.“

Busch:
„Ähh, ja, sehr schön.“

Drogenberater:
„Und jetzt dieses Bild. Diese Frau wird auch ‚Das Wunder von Pankow’ genannt.“

Busch:
„Upps!“

Thomas B. überwindet seine Hemmungen und nimmt das Bild in die Hand.

Drogenberater:
„Haha, tja, das Bild was Sie in der Hand halten hat den besten Therapie-Zweck. Diese Frau hat bei jedem Klienten schon gewirkt. Was würde ich nur ohne Nora Tschirner machen, ich hätte keinen Erfolg bei meiner Arbeit, ich wäre arbeitslos.“

Busch:
„Aber darf ich mir das Bild überhaupt anschauen?“

Drogenberater:
„Natürlich dürfen Sie das. Sie dürfen sogar davon träumen mit ihr zusammen zu sein.“

Busch:
„Ich will noch mal am Joint ziehen.“

Drogenberater:
„Hier.“

Er gibt den Joint an Thomas B. Er zieht daran und in der anderen Hand hält er das Bild von Nora.

Drogenberater:
„Glauben Sie nicht, was Ihnen andere erzählen. Glauben Sie nur an sich. Wenn Sie wollen, dann kann ich Ihnen gutes Haschisch verkaufen.“

Busch:
„Aber wenn ich von dieser Frau träume, dann kann sie mich doch anzeigen. Denn das darf nicht jeder, denn...“

Drogenberater:
„Quatsch, Sie dürfen das. Träumen dürfen Sie alles was Sie wollen. Wenn Sie begeistert sind von dieser Frau, dann schreiben Sie doch mal auf ihrer Homepage was nettes ins Gästebuch. www.nora-tschirner.de. Vielleicht liest sie das.“

Busch:
„Wie oft darf ich denn kiffen?“

Drogenberater:
„Das müssen Sie bei sich ausprobieren. Bei Ihnen scheint es ja sehr zu wirken, ich würde Ihnen zwei oder drei Joints pro Woche empfehlen. Mehr erst mal nicht. Ich habe gutes Haschisch hier im Büro, Marocc, aber beste Qualität. Wird auch ‚French Paper’ genannt.“

Der Drogenberater holt sein Haschischbeutel und seine Waage raus.

Drogenberater:
„Wie viel wollen Sie haben?“

Busch:
„Ähh...“

Genau in diesem Moment öffnet sich die Tür...und zwei Polizisten betreten den Raum.

Polizist:
„Ahja, auf frischer Tat ertappt. Sie sind doch Herr Baumgart, oder?“

Drogenberater:
„(schluck) ja.“

Polizist:
„Wir werden Sie jetzt festnehmen. Sie haben etlichen Klienten Haschisch verkauft, jetzt wollten Sie schon wieder ein Geschäft machen.“

Drogenberater:
„Ich wollte doch meinen Klienten nur helfen.“

Polizist:
„Das ist illegal, was sie machen. Haschisch ist schädlich für den Körper, das müssten Sie doch als Drogenberater wissen.“

Der Drogenberater denkt sich: „Irgendwann musste es ja mal so kommen. Naja, egal, im Knast wird auch Haschisch verkauft, habe ich gehört. Was ich unbedingt brauche sind die Bilder von den hübschen Frauen. Die kann ich bestimmt mitnehmen.“

Drogenberater:
„Okay, ich komme mit. Ich kann doch diese Bilder hier mitnehmen, oder?“

Polizist:
„Lassen Sie mal sehen, Herr Baumgart.“

Der Polizist schaut sich die Bilder an. Dann schüttelt er den Kopf.

Polizist:
„Sie können fast alle Bilder mitnehmen, nur die von Frau Tschirner nicht.“

Drogenberater:
„Aber...das ist doch die schönste von allen.“

Polizist:
„Diese Frau sieht zu gut aus, ihre Bilder sind auf dem Index. Die sind wie eine Droge, Sie müssen jetzt für eine Weile clean bleiben.“

Scheiße, denkt sich der Drogenberater. Auf das Kiffen könnte ich ja noch verzichten. Aber auf die Bilder von meiner Nori nicht, das wird eine harte Zeit im Knast!
 
 
   
     
 
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Beitrag 19108 Verfasst am: Sa 10.Okt.2009 16:07
 
 
Hallo ich zwei!

Ich werde morgen die Geschichte "Nora in der Zukunft" schreiben. Das wird kein Sketch werden sondern eine Erzählung. Was passiert, wenn Nora in die Zukunft reist? Wie hat sich Berlin in 60 Jahren wohl verändert?
Für den Sketch "Nori Marie Tschirni" muß ich ENDLICH mal ein Interview mit Nora führen können. Ich weiß doch viel zu wenig über ihre Kindheit. Nora, Du meintest mal, daß Dein Vater dich als Kind gefilmt hat, genau diese Videos bräuchte ich. Was war Dein Lieblingstier? Oder mit was hast Du am liebsten gespielt? Was hast Du für Streiche gemacht? Ich will kein Nora-als-Kind-Sketch schreiben, wo ich mir alles ausdenken muß. Argh!

ich finde es toll, daß ich wieder Sketche schreibe. In diesem Jahr war ich bis vor einem Monat zu unproduktiv. Das Schreiben macht wieder richtig Spaß. Nora, Du bist die beste Darstellerin für meine Sketchen. Bin Dir auch immer treu geblieben, ich habe den Star nie gewechselt. Ich wußte schon vor sechs Jahren, daß Nori für meine Sketche genau die richtige ist. Mal habe ich über andere Schauspieler oder Musiker geschrieben, aber die Nori-Sketche haben mir immer am meisten Spaß gemacht. Zunge zeigend
 
 
   
     
 
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Beitrag 19112 Verfasst am: Di 13.Okt.2009 12:09
 
Zukunftsträume Teil I
 
Toller Wagen, denkt sich Nora. Mit dem fährt es sich richtig gut, der ist viel besser als die alte Karre. Jetzt nur noch 20 Kilometer, dann bin ich endlich in Berlin. Heute Abend geht es mal wieder zu TvTotal, da war ich schon immer gerne. Ich mag Stefan Raab und Til Schweiger ist auch zu Gast. Es wird um „Zweiohrküken“ gehen, ich freue mich schon, wenn der Film ins Kino kommt. Ein schönes Wetter haben wir heute, ohh, da winkt einer am Straßenrand. Neben ihm steht ein Lastwagen, scheinbar hat er eine Panne und braucht Hilfe.
Nora hält an und kurbelt das Fenster runter.
„Danke, dass Sie anhalten, hübsche Frau. Mein Wagen fährt nicht mehr und ich habe kein Handy dabei um Hilfe zu holen.“
Nora steigt aus und will ihm ihr Handy geben. Auf einmal packt er sie und ruft: „Harry, ich habe eine. Komm schnell!“
Scheiße, denkt Nora. Da kommt noch ein Typ, die werden mich jetzt bestimmt ausrauben. Ein zweiter Mann kommt aus dem Hintergrund und hilft seinem Freund Nora zu tragen. Sie schüttelt sich hin und her, sie beißt und zerrt, doch gegen die zwei Männer hat sie keine Chance. Ohh Gott, die werden mich vielleicht vergewaltigen, schießt es Nora durch den Kopf. Vielleicht werden die mich sogar noch umbringen, so ein Mist! Und das nur weil ich helfen wollte.
Die Männer öffnen den Laderaum des Lastwagens und werfen sie hinein. Sie schließen die Tür und um Nora ist alles stockdunkel. Sie steht auf und tastet mit ihren Fingern den Raum ab. Es scheint gar nichts im Raum zu sein, Boden und Wand sind aus Metall. Jetzt fährt der Lastwagen los. Nora setzt sich hin und spürt in ihrem Körper eine Welle der Bestürzung und der Angst. Die nächsten Stunden werden die schlimmsten in meinem Leben sein, denkt sie. Adieu, liebes Leben, das war´s! Am besten wäre es, die würden mich gleich umbringen. Vorher muß ich wahrscheinlich leiden und schreckliche Schmerzen erdulden.
Nach zwanzig Minuten bleibt der Lastwagen stehen. Sie legt ihre Ohren an die Wand, aber sie kann überhaupt nichts hören. Nora kniet auf dem Boden und beginnt zu wimmern. Ihr schießt noch mal ihre Kindheit, Schulzeit und Filmkarriere durch den Kopf, warum muß sie mit 28 Jahren schon sterben?
Plötzlich wird der Raum mit rotem Licht erhellt. Oben an der Decke ist eine rote Glühbirne. Sie ruft laut nach Hilfe, aber es passiert nichts. Auf einmal kann sie ein Surren wahrnehmen. Sie spürt im ganzen Raum eine leichte Vibration. Und jede Bewegung von ihr scheint auf einmal schwerer zu sein. Irgendwas drückt sie nach unten, sie spürt eine Schwere in dem Raum. Mit der Faust haut sie gegen die Wand. Aber nichts passiert. Was haben die nur mit mir vor, denkt sie. Vielleicht werden die irgendwelche Experimente mit mir machen. Und mich zu Tode quälen. Sie beschließt sich keine Gedanken mehr in diese Richtung zu machen, das beste ist jetzt einfach abwarten. Vielleicht hat sie ja das Glück und einer rettet sie.
Sie setzt sich hin und wartet. Und wartet. Nichts passiert. Was ist wenn die abgehauen sind? Und ich muß dann hier verhungern. Einen Hungertod sterben, nein das muß nicht sein. Aber die werden mich doch nicht entführen um mich verhungern zu lassen.
Nora denkt nach, aber sie kann es ja nicht ändern. Was das Schicksal mit ihr vor hat, das ist nicht mehr in ihrer Macht.
Die Minuten vergehen und nichts passiert. Sie legt sich hin und schließt die Augen. Und schläft ein...
Bitte nicht, bitte lasst mich in Frieden! Ich gebe euch auch Geld, ich werde euch auch nicht verraten, ihr könnt sogar mein Auto haben. Aber bitte macht es nicht noch mal, das schmerzt sehr. Bringt mich bitte sofort um, schnell und schmerzlos. Bitte, bitte, bitte...
Nora wacht auf. Sie hört immer noch dieses Surren und der Raum scheint sie weiterhin in den Boden zu saugen. Aber jetzt hört sie ein Poltern an der Tür. Nun werden sie die Tür öffnen und mich umbringen. Ach du Scheiße!
Die Tür öffnet sich und zwei Polizisten schauen in den Laderaum. Du bist gerettet! Was für ein Glück!
„Geht es Ihnen gut?“
„Ähh, ja...wo sind die zwei Typen, die mich hier eingesperrt haben?“
„Das können wir Ihnen noch nicht sagen, wir werden aber Ermittlungen zu diesem Fall starten. Kommen Sie ruhig raus.“
Nora geht zur Tür und springt raus. Sie schaut um sich und sieht, dass sie mitten in einem Wald ist.
„Wie lange waren Sie in diesem Lastwagen?“
Nora schaut auf ihre Uhr.
„Sechs Stunden.“
Nora berichtet von der Entführung, während der Polizist alles notiert.
„Wie heißen Sie?“
„Nora Tschirner.“
Der Polizist schaut Nora verwundert an.
„Den Namen habe ich doch schon mal gehört.“
„Zweiohrküken heißt der neuste Film mit mir.“
„Ha, der neuste Film. Der ist doch schon 60 Jahre alt. Sie sehen wirklich aus wie diese Nora Tschirner in dem Film. Sie müssten jetzt aber über 80 Jahre alt sein, das geht nicht.“
Nora geht zwei Schritte zurück. Wollen diese zwei Typen sie verarschen? Ist das hier ein Scherz von Stefan Raab? Ja, genau, das wird es sein. Nora kann sich ein Lachen nicht unterdrücken.
„Achso, Stefan Raab steckt dahinter. Der hat mir aber einen Riesenschreck eingejagt.“
„Stefan Raab ist vor dreißig Jahren verstorben.“
„Welches...welches Jahr haben wir jetzt?“
„2069. Sie scheinen einen Schock erlitten zu haben, wir bringen Sie zu unserem Polizeirevier. Danach wird ein Arzt Sie untersuchen. Kommen Sie mit.“
Nora schaut auf ihre Digitaluhr, da steht 12.10.09. Die zwei Polizisten gehen los, während Nora wie gelähmt hinterherstolpert. Und als sie das Polizeiauto sieht, weiß sie, dass der Polizist recht hat. So einen Wagen hat sie noch nie gesehen! Der Wagen scheint keine Kanten zu haben und die Aufschrift „Polizei“ erscheint dreidimensional. Das kann doch nicht sein, Nora! Du träumst das bestimmt alles.
Sie steigen ins Auto und fahren los. Der Wagen fährt ohne Geräusche von sich zu geben. Neben ihr liegt eine Zeitung. Sie nimmt sie und blättert in ihr.
„Nach mehr als zweijähriger Bauzeit wird anlässlich der 140. Deutschen Funksaustellung in Berlin der neue Funkturm eingeweiht. Der 500 Meter hohe Stahlgitterbau ist von dem Konstrukteur Michael Straumer entworfen. Neben Nobelrestaurant und Cocktailbar kann man mit einem Teleskop Holenia bewundern.“
„Matthias Schweighöver ist gestern im Alter von 88 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Nach Filmen wie „Der rote Baron“ und „Julius Cäsar“ hat er sich deutschlandweit einen Namen gemacht. Vor zwei Jahren hat er seine Autobiographie herausgebracht, die vielleicht verfilmt werden soll. Eine Schule in Kreuzberg soll nach ihm benannt werden. Der Termin seiner Beerdigung wird noch bekannt gegeben.“
Nora schließt die Augen und atmet tief durch. Sie schaut ihre Hände an und blickt in den Rückspiegel und stellt erleichtert fest, dass sie nicht älter geworden ist. Was ist da nur passiert? Sie schaut wieder in die Zeitung, die den Namen „Unsere Welt“ trägt.
„10.Jahrestag der Gründung Palästinas. Viele Staatschefs sind zu diesem Fest eingeladen, die die friedliche Koexistenz zwischen Israel und dem neuen Staat feiern werden. Auch der Weltpräsident Anton Weber wird anwesend sein. Der Regierungschef der Holenier, Flaque Jolivet, ist verhindert wegen der Gelxa-Krise.“
„Bayer Leverkusen steht kurz vor dem ersten Meistertitel. Am 34. Spieltag muß die Werkself gegen den FC Bayern spielen. Gewinnen sie dieses Spiel, dann sind sie Deutscher Meister. Zu oft haben sie am letzten Spieltag den Titel verspielt. Diesmal soll alles anders werden, sagt Trainer Robert Neumann. Doch auch für die Münchener geht es um einiges. Verlieren sie gegen Leverkusen, dann steigt der einstmals so große FC Bayern in die Zweite Liga ab.“
„Die RAF lebt wieder! Martin Schleyer, Ur-Enkel von Hans-Martin Schleyer, bekennt sich zum Attentat an den Präsidenten der Deutschen Bank Joachim Frieder. „Das Mordkalkül des Staates werden wir beenden“ rief Schleyer gestern in die Kameras. „Baader und Meinhof leben weiter und zwar für immer!“ rufen Sympathisanten und Staatsgegner. Man untersucht, ob die RAF Kontakte zu den Plexianern, der größten Terrorgruppe auf Holenia, hält.“
Es gibt jetzt Palästina? Was soll der Weltpräsident sein? Der FC Bayern ist im Abstiegskampf? Und was oder wer ist Holenia? Fragen über Fragen schießen Nora durch den Kopf. Sie blättert in der Zeitung und erschrickt, als neben ihr irgendwas am Auto vorbeidüst. Sie erkennt einen Mann auf einem Brett, welches über dem Boden fliegt.
„Was ist das?“
„Das sind diese Skater. Sobald die volljährig sind nutzen die das aus und düsen wie die Verrückten auf der Autobahn. Wir haben es gleich geschafft, da ist Berlin.“
Nora lehnt sich nach vorne und schaut. Ihre Augen werden ganz groß und sie bekommt den Mund nicht mehr zu.
„Sind...sind das Raumschiffe?“
„So kann man die nennen. Aber liebe Frau, Sie wollen mir doch nicht etwa sagen, dass sie noch keine Airtrains gesehen haben. Die gibt es doch schon seit 15 Jahren.“
„Die Häuser sind ja wahnsinnig hoch.“
„Das ist doch gar nichts. Am Potsdamer Platz wurde das neue Cinemaxx eingeweiht, über 300 Meter hoch. Es werden immer mehr Menschen auf unserer Welt, die Häuser müssen immer höher werden.“
„Sind das Roboter, die da fliegen?“
„Nein, das sind ganz normale Menschen. Turricans werden die auch genannt, die können mit einem Düsenantrieb fliegen wie der gute alte Rocket Ranger. Aber die gibt es auch schon einige Jahre. Sie leben wohl hinter dem Mond, oder?“
„Ähh...ja, genau.“
Nora sagt jetzt gar nichts und schaut aus dem Fenster. Das ist doch nicht das Berlin, was sie kennt. Die Autos fahren schneller als sie es kennt, es gibt dauernd Überholungen und rasante Manöver, es sieht immer beinahe nach einem Unfall aus. Aber die Autos berühren sich keineswegs. Und die Menschen! Lange Haare scheinen also wieder in zu sein und manche scheinen beim Gehen über dem Erdboden zu schweben. Und was ist denn das für einer? Der hat grüne Haut und keine Ohren. Die Litfasssäule auf der anderen Seite leuchtet und dreht sich. Da ist ein Roboter mit der Aufschrift BSR, der den Fußgängerweg säubert. Ein kleines Mädchen hält eine Leine, die im Gebüsch endet. Als Nora das angeleinte Tier sieht zuckt sie zusammen. Ein Tiger mit rotem Fell leckt die Hand des Mädchens. Ist das Tier echt?
Das einzige vertraute sind die Bäume, die die Straße säumen. Da sieht sie ein Kinoplakat mit der Aufschrift „Holenia Wars“.
„Was ist eigentlich dieses Holenia?“
„Wir sind da, liebe Frau. Sprechen Sie mit unserem Offizier, der wird Ihnen alles erklären.“
Die Tür des Wagens öffnet sich und der Sitz gleitet raus. Sie muß nur aufstehen, der Sitz fährt zurück und die Tür schließt. Nora geht mit den zwei Polizisten in ein Haus. Oben an der Decke dreht sich ein Emblem, dass wie das Wappen der Berliner Polizei aussieht. Die Rolltreppe bringt sie eine Etage höher. Sie betreten ein Zimmer mit einem Schreibtisch, an dem ein älterer Mann sitzt. Er stellt sich als Herr Gärtner vor und bittet die zwei Polizisten zu gehen.
Sofort erzählt Nora dem Mann die ganze Geschichte. Dieser lehnt sich zurück und lächelt.
„Sie sind in einer Zeitmaschine gewesen, mit der man in die Zukunft reisen kann. Diese Apparaturen wurden vor 60 Jahren das erste mal ausprobiert, aber fünf Jahre später hat man sie verboten. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen und Unfälle. Sie sagen also, Sie sind Nora Tschirner aus dem Jahre 2009.“
„Ja.“
Der Polizist beugt sich vor dem Monitor und trügt auf der Tastatur eine Taste.
„google Nora Tschirner“ sagt er und schaut gebannt auf den Bildschirm. Dann grinst er und fäßt sich mit der Hand an den Kopf.
„Jetzt fällt es mir auch ein. Mein Opa war ein Fan von Ihnen. Vor ziemlich genau 60 Jahren stand in der Zeitung, dass Sie spurlos verschwunden sind. Nach einem halben Jahr hat man die Suche aufgegeben und sie als vermisst gemeldet.“
Nora steht auf und geht um den Tisch herum zu dem Computer.
„Frau Tschirner, an diesen Rechner darf nur Fachpersonal, ich habe da noch eine Frage, wie...“
Nora zieht ihre Jacke wieder an und eilt aus dem Zimmer. Was ist wohl mit ihrer Familie und ihren Freunden? Die müssten fast alle mausetot sein. Am besten, sie geht nach Hause und schaut mal nach.
Sie geht zu einer Bushaltestelle. Das Schild und das Häuschen haben die im alten Stil gelassen. Ich traue mich gar nicht irgendwen anzusprechen, denkt sie sich. Wenn ich da frage, warum die beim Gehen so gleiten, dann denken die ich bin total plemplem. Die scheinen irgendwelche Spezial-Schuhe zu tragen. Da kommt ja...der Bus! Mann, der hat drei Etagen. Der kippt doch bei einer Kurve bestimmt um.
Sie geht in den Bus und legt drei Euro hin. Der Busfahrer lächelt und schüttelt den Kopf. „Warum zahlen Sie nicht gleich in DM? Die Fahrt kostet drei ED.“
„ED?“
„Earth-Dollar, wo kommen Sie denn her?“
Nora ist das ungeheuer peinlich und geht wieder raus. Was soll sie jetzt nur machen ohne Geld? Vielleicht zu einer Bank gehen und ihre Euros umtauschen?
„Hey, wie findest du John Clapperton?“
Nora schaut den fragenden Mann an. Er trägt wie sie eine schwarze Lederjacke und ein rotes Hemd.
„Wer?“
„Na John Clapperton, der Gitarrist. Der spielt super auf seinem Instrument, hat vor zwei Monaten eine geile Scheibe rausgebracht. Stehst du auf die neuste Musik oder eher auf Klassiker?“
„Ähh...Klassiker.“
„Was ist deine Lieblingsband?“
„Die „Killers“ finde ich gut.“
„WAS? Warum sagst du nicht gleich die Beatles oder die Rolling Stones. Die Killers sind ja uralt. Das hat meine Oma noch gehört. Aber ich mag die auch. Warum schaust du so verwundert?“
„Warum? Ich weiß auch nicht.“
„Du hast doch eine schwarze Jacke und ein rotes Hemd. Dann willst du auch über Musik reden.“
„Ich...verstehe nicht.“
„Seit sechs Jahren ist das doch so. Wenn man deine Farben trägt, dann will man auf Musik angesprochen werden.“
„Wieso das?“
„Sag mal, wo kommst du denn her?“
Diese Fragen nerven mich, denkt sich Nora.
„Aus...Pankow.“
„Dann musst du es doch wissen.“
„Was?“
„Damit die Leute nicht mehr so anonym und einsam durch die Stadt laufen hat man doch die Talk-to-me-Regeln aufgestellt. Jeder, der schwarz und rot trägt will sich über Kunst und Kultur unterhalten. Schau mal, der Typ trägt grün und braun, der ist lustig drauf heute. Mit dem kannst du Witze machen. Die Tante da trägt grau. Die schiebt einen auf „Depri“, die will getröstet werden. Ey, der hat auch schwarz und rot. Trägt aber einen braunen Hut. Die mit einem braunen Hut wollen nicht angesprochen werden, die wollen ihre Ruhe haben.“
„Und...und was ist mit blau?“
„Blau ist voll auf Sport aus. Mit dem kannst du über Fußball reden. Oder über Leichtathletik.“
Nora bedankt sich und geht irritiert weiter. Da ist ein Internetcafe, sagt sie sich. Da kann ich ja alles wichtige schnell mal recherchieren.
Sie betritt das Internetcafe und holt ihr Portemonnaie raus.
„Entschuldigung, ich habe nur Euros in der Tasche, kann ich damit an einen Rechner gehen?“
Der Besitzer horcht auf und hebt die Augenbrauen.
„Euros? Die Dinger, die noch vor 45 Jahren waren. Ey, die haben Sammlerwert, wie viel hast du?“
„30 €.“
„In Münzen, in Scheinen?“
„Gemischt. Hier.“
Die Augen des Besitzers leuchten. Er nimmt einen Euro in die Hand und beißt rauf. Er lächelt und nickt.
„Toll, 1-Euro-Münzen, 2-Euro-Münzen, einen Zehner, zwei Fünfer. Super, ich sammle die Dinger. Ich gebe Dir dafür 50 ED, okay?“
Nora nickt erleichtert und nimmt das Geld. Sie geht in eine Kabine an einen Rechner. Sie setzt sich hin, entdeckt aber keine Tastatur. Vor ihr ist ein Mirkofon, soll sie einfach mal reinlabern?
www.nora-tschirner.de sagt sie.
Ihre Homepage erscheint und oben steht: Nora Tschirner geb.12.06.1981 gest. 2009
Sie schaut sofort ins Gästebuch. Der letzte Eintrag ist sogar von gestern, von einem gewissen Ricardo:
„Meine Güte, ist das eine heiße Braut gewesen! Schade, dass sie so früh gestorben ist. Ich habe gestern „Kebab Connection“ gesehen, super Film! Die Frau hat es drauf gehabt. Mein Ur-Opa meinte, ich soll auch „Mord ist mein Geschäft, Liebling“ sehen. Ich liebe Klassiker, alte Filme haben was. Was hat die noch alles gemacht? Ich will mehr von Nora Tschirner sehen.“
Ein Gästebucheintrag weiter:
„Liebe Fans, ich übergebe mein Amt an Digisnap, ich bin mittlerweile zu alt um den Webmaster auf dieser Homepage zu machen. Mir hat die Arbeit hier sehr viel Spaß gemacht und ich möchte mich bei allen Fans bedanken für die schöne Zeit. Gerne würde ich weitermachen, aber ich kann kaum noch gehen und ziehe demnächst ins Altersheim. Aber ich werde weiterhin hier reinschauen. Wir haben alle MTV-Sendungen von Nora reingepackt und die komplette Sternefänger-Serie wird folgen. Weiterhin viel Spaß wünscht
Apachejack“.

Ich bin doch schon so lange weg und die schreiben hier immer noch, denkt sich Nora. Ach, was wäre ich ohne meine Fans. Mal sehen, was im Forum geschrieben wird. Da ist ein Thread mit dem Titel „Meine Lieblingsbilder von Nori“, da ist einer mit dem Titel „Ich bin auf Noras Schule!“ und einer lautet „Günni stirbt!“. Ach, der, der so gerne Sketche über mich geschrieben hat, denkt sie. Sie klickt rauf und liest einen Eintrag von einem gewissen fractalbreak:
„Ich bin ein guter Freund von Günni, keine Angst ich bin nicht Ismael. Günni hat mir im Sterbebett gesagt, ich soll hier noch mal schreiben. Ich werde auch noch den letzten Nora-Sketch, den er geschrieben hat, reinpacken. Er heißt „Bafög-Amt VIII“ und beendet diese Saga. Günni ist jetzt 92 Jahre alt und muß von uns scheiden. Die letzte Hardrock-Session mit Eddie war scheinbar zu hart für ihn. Ich soll euch sagen, dass Nora sein größter Traum war. Und das Jahr 2009 war sein schlimmstes. Er glaubt aber, dass sie noch lebt. Sie wurde entführt und lebt jetzt auf Holenia. Vielleicht stimmt es ja, vielleicht hat sie dort ein neues Leben begonnen, wo sie...“

Genau, denkt sich Nora, was ist dieses Holenia eigentlich?
„google holenia“ spricht Nora und sofort werden etliche Links angezeigt. Sie wählt den von Wikipedia aus.

„Holenia bewegt sich auf einer leicht elliptischen Bahn um den Stern Sirius, der 8,5 Lichtjahre von unserer Erde entfernt ist. Die mittlere Entfernung zwischen Sirius und Holenia beträgt 145 Millionen Kilometer. Der Umfang der Holeniabahn beträgt 890 Millionen Kilometer, diese Strecke wird mit einer mittleren Geschwindigkeit von 28,1 km/s in einem Jahr zurückgelegt. In vielen Punkten ähneln sich Erde und Holenia, auch was Aufbau des Planeten betrifft. Holenia hat auch eine Erdkruste, einen Erdmantel und einen Kern. Selbst das Volumen ist fast gleich, Holenia ist nur etwas kleiner. Der Planet wird von den Holeniern bewohnt, von denen es 3,5 Millarden gibt.
Holenia hat vier Kontinente: Sazar, Merkol, Fropon und Gliad. Sazar und Merkol sind miteinander verbunden. Es gibt zwei Ozeane, den kleinen Mira und den großen Tarek. Sazar und Merkol sind ein breites Tiefland, das von den Holeniern bewohnt wird. Fropon ist ein Wüstenkontinent und Gliad besteht aus einem dichten Regenwald.“

Nora sagt „wikipedia holenier“.

„Holenier:
höchstentwickelte Lebewesen von Holenia. Von der Struktur her ähneln sie dem Menschen, allerdings sind sie im Schnitt 40 Zentimeter kleiner und haben grüne Haut. Ihr Körper kennt keinen Haarwuchs und Ohrmuscheln fehlen ihnen. Ihre Augen sind schwarz und ihr Mund ist ziemlich klein. Sie sprechen Mangolin, es ist die einheitliche Sprache von ganz Holenia.
Ihr Entwicklungsstand ist der unserer Erde weit überlegen gewesen. Im Jahre 2012 landete eins ihrer Raumschiffe in der Hochebene von Tibet. Die ersten Kontakte waren friedlich und man setzte sich zwei Monate später an einen Tisch um sich zu beraten. Die Holenier beteuerten, dass sie nicht unsere Erde angreifen und okkupieren wollen, sondern an einem Wissensaustausch interessiert sind. Unsere Forscher konnten von ihnen viel über Nanotechnologie und erneuerbare Energien lernen. Auch das Prinzip einer einheitlichen demokratischen Weltregierung der Holenier wurde von den Menschen übernommen, somit wurde die Wahrscheinlichkeit von Kriegen stark reduziert. Dank ihrer Maschinen zur künstlichen Photosynthese konnte der Klimawandel auf unserem Planeten gestoppt werden. Aber auch die Holenier haben von den Menschen profitiert, gerade was die Künste betrifft. Musik und Malerei gab es in diesem Ausmaße noch nicht auf Holenia.
Reisen nach Holenia ist noch sehr teuer und kostet 20.000 Euro. Die Fahrt dauert 9 Jahre und ist auch mit Risiken verbunden (siehe das Neuromancer-Unglück 2018) Der Staatschef auf Holenia, der alle vier Jahre gewählt wird, heißt zur Zeit Flaque Jolivet.
 
 
   
     
 
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Beitrag 19126 Verfasst am: Sa 17.Okt.2009 02:13
 
 
Never be, never see, toller Song von Metallica, "Unforgiven". Mein Therapeut meint, ich soll von den harten Jungs Balladen hören. Und von AC/DC ist es "Ride on". Und er meinte ich soll freundliche Nora-Texte schreiben. Und mich nicht mehr mit Ismael treffen. Günni kann ich nicht rausschmeissen, ist wie mein Bruder. Durch dick und dünn sind wir gegangen. Einmal haben wir den zweiten Jesus getroffen und sind mit ihm durch Berlin gepilgert. Gedichte haben wir den Leuten vorgetragen und einen Gitarrenposaunisten haben wir getroffen. Oder wir mussten mal vor Herrn Sonntag flüchten, weil wir ein Comic-Heft über ihn geschrieben und verteilt hatten. Der hat sein Gewehr aus dem ersten Weltkrieg rausgeholt und auf uns geschossen. Darf Günther mal wieder schreiben? Der nervt mich die ganze Zeit, der war erstmal stinksauer, als er gesehen hatte, daß ich hier schreibe. Da gibt es jetzt auch Copyright-Probleme, weil er Bafög-Amt I geschrieben hatte. Habe gerade Ärger zuhause, Nora, und das wegen Dir! Mein Kater leidet auch schon unter dem Zwist. Den zweiten Teil habe ich noch nicht geschrieben zur letzten Geschichte. Habe hier auch gar kein Feedback. Aber das ist mir ja noch lieber als das Feedback hier vor fünf Jahren. Ist doch klar, daß ich da augehört habe, Nora! Ich habe Dich aber nicht mit meinen Sketche gekriegt. Schade. Hätte ich gerne gehabt. Martha hatte ich auch mit einem Sketch gekriegt, 15 Seiten ging der!!! Bei Sarah hat es nicht mit dem Sketch geklappt. Bei den beiden habe ich es so probiert. Und bei dir auch, Nora!! Doch, ich gebe es zu. Wie soll ich es denn sonst schaffen an Dich ranzukommen, geht doch nur über Deine Homepage, oder?!?! Du bist die geilste Braut, die es gibt!! Das meine ich ernst. Jetzt höre ich ein trauriges Lied. "Is there anybody out there" von Pink Floyd. Das kann ich auch auf Gitarre spielen. Aber nicht so flüssig wie David Gilmour. Wer liest das hier eigentlich? Klicken die Leute nur rauf und dann wieder weg? Aber hier ist besser besucht als auf meiner Seite. Über 200 Aufrufe im Monat, davon träumt meine Page. Was schade ist, ist daß die Leute nicht von hier daraufgehen. Da war jetzt immer nur ein Beducher und das war ich. Was hören wir denn schönes jetzt...Achso, ich bin ja auf der tschirner.de auf Sendung, für ALLE die weiter Sketche lesen wollen, die können das hier überspringen. Heute ist mal wieder Gesülze dran. Auch wenn das Robert Wilhelm nicht gut findet, wenn die Seite von Nora wie ein eigener Blog mißbraucht wird. Hören wir mal das Lied "Greenhouse" von Yellow Jackets, ich habe es mal in einem Sketch erwähnt. Die Jungs haben da eine tolle Platte gemacht, die zwei Lieder danach sind auch sehr gut. Ich habe aber nur die Platte von denen. Der Anfang ist ja recht traurig, der nach zwei Minuten ausklingt und die Percussion einsetzt. Dann das Saxophon, toll. Jetzt findet sich die Band ein, alle sind da. Und die Stimmung ist auch fröhlicher, es baut sich was auf. Jetzt wird es richtig melancholisch. Und für einen kurzen Moment haben wir Ruhe, wir hören nur die Hihat. Jetzt kommt Jimmy Haslip auf dem Bass, ein richtig geile Stelle und dann noch das Sax!! Ein richtig geiles Lied. Und dann dieses Solo danach!! Als ich das erste mal diesen Song gehört hatte, habe ich mich gleich darin verliebt. Vor über zehn Jahren hatte ich mir die gekauft bei 2x2. Jetzt höre ich davon mal die Liver-Version, die sit ja noch geiler. Mein Nachtleben heute besteht aus Musikhören. Und morgen geht´s ins Rosis, da wird die Party gerockt! Hurra
 
 
   
     
 
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Beitrag 19154 Verfasst am: So 25.Okt.2009 10:15
 
Zukunftsträume Teil II
 
Nora spricht:
„reisen nach Holenia“

„Das Reisen nach Holenia bieten drei Raumfahrtgesellschaften an (OS, HIH, flyHolenia).
Die Reisegeschwindigkeit der Raumschiffe beträgt knapp Lichtgeschwindigkeit. Die Strecke nach Holenia umfaßt 8,5 Lichtjahre und dauert neun Jahre. Die Kosten belaufen bei 20.000 Euro.“

Eine Menge Schotter, denkt Nora. Aber bevor ich diese andere Welt erkunde will ich erst mal sehen, was hier in Berlin alles passiert ist.
Sie steht auf und verlässt den Laden. Als sie um die Straßenecke geht, erschrickt sie. Neben ihr startet ein Mann mit einem Raketenantrieb in die Lüfte. Er fliegt weit nach oben und als er über den Dächern ist düst er davon. Sie geht weiter, in dem Moment sieht sie einen sogenannten „Airtrane“ am Himmel. Dieser verlangsamt sich und Nora folgt ihm mit dem Blick nach oben gerichtet. Dann bleibt sie stehen und fäßt sich mit der Hand an den Mund. Was sie sieht ist eine große Bahnhofstation in der Luft, auf der Menschen schweben. Etwa 50 Meter über der Straße kann sie erkennen, wie der Airtrane hält und die Türen öffnet. Eine Menge Menschen steigen aus und laufen auf durchsichtigen Boden. Es sieht aus, als ob die Leute im Himmel laufen würden. Viele gehen zu einem großen Fahrstuhl, der sie nach unten befördert.
Sie geht zu diesem Fahrstuhl und geht rein. Die Leute drängen und die Türen schließen sich. Der Fahrstuhl gleitet nach oben und sie schaut aus dem Fenster.
Sie sieht zwei Straßen weiter einen riesigen Rummel. Viele Menschen tummeln sich da und eine Achterbahn in gigantischem Ausmaße zieht ihre Strecke über den ganzen Platz. Sie sieht, wie eine Bahn die geschlängelte Strecke durchfährt. Dann gibt sie Voll-Speed und rauscht nach vorne. Sie richtet sich nach oben und die Bahn steigt höher und höher. Nach kurzer Zeit steht die Bahn beinahe vertikal – und fliegt aus der Schiene raus. Solch einen erschreckenden Anblick hat Nora noch nie gesehen. Die Bahn fliegt an dem Fahrstuhl vorbei in die Höhen des Himmels. Die Bahn neigt sich nach hinten und überschlägt sich. Sie fliegt auf den Rummel zurück, genau auf den zweiten Teil der Achterbahn. Als die Bahn auf der Schiene wieder weiterfährt, atmetet Nora aus. Sie hat die ganze Zeit die Luft angehalten. Im Fahrstuhl scheinen die Leute diese Achterbahn gar nicht richtig zu beachten, ist was gewöhnliches für die, denkt sie.
Der Fahrstuhl hält an und die Leute gehen raus. Nora läuft auf diesem Bahnhof der Zukunft, hier scheint der Boden nicht durchsichtig zu sein. Da sieht sie einen Straßenmusiker mit einem Keyboard. Auch das ist kein gewohnter Anblick, denn das Keyboard wackelt im Rhythmus. Die Füße des Stativs tanzen hin und her. Nora legt einen ED in den Hut des Straßenmusikers und geht zu einem Plan.
Das Streckennetz ist ganz anders, es gibt viel mehr Stationen. Nora schaut daneben auf einen Stadtplan Berlins. Diese Stadt ist ja viel größer geworden, sie geht weit in Brandenburg rein. Da wo Rudow liegt und früher Stadtgrenze war ist jetzt richtige Innenstadt. Neben ihr steht ein Mann, der auf den Plan drückt. Wie von Geisterhand erscheint vor ihm eine kleine neue Karte. Nora sucht auf der großen Karte „Pankow“ und drückt rauf. Jetzt erscheint eine neue Karte, wo Pankow vergrößert ist. Sie fäßt die Karte an, doch da ist nichts außer Luft. Der Mann neben ihr sieht, wie sie die Karte versucht anzufassen.
„Drücken sie hier entweder auf plus oder minus. So können Sie ihre Karte vergrößern und verkleinern.“
Nora bedankt sich und sieht ein „+“ und ein „-„ Knopf am Rand der großen Karte. Sie drückt auf die zwei Tasten und sieht wie in der kleinen Karte die Straßen größer und kleiner werden. Was ist wohl aus meinem Bürgerpark geworden?
Sie zoomt die Karte und findet den Bürgerpark. Gibt es noch die Straße, wo ich gewohnt habe? Huch, die heißt jetzt Nora-Tschirner-Straße. Daneben ist die Panke. Und daneben ist ein blauer Fleck mit der Aufschrift „S-Bahnhof Nora-Tschirner-Straße“.
Genau in dem Moment kommt ein Airtrane. Sie geht auf den Zug zu, da sieht sie einen kleinen Mann mit grüner Haut. So einen hat sie schon mal gesehen, der scheint ein Holenier zu sein. Der Zug hat gehalten und öffnet die Türen. Sie betritt den Waggon, da ertönt eine Stimme aus einem Lautsprecher
„Sie haben keinen gültigen Fahrausweis dabei, bitte denken Sie daran jetzt einen zu kaufen. Danke und eine schöne Fahrt!“
Stimmt ja, mit ihrer Umweltkarte, die 60 Jahre alt ist, kann sie nicht mehr fahren. Neben der Tür entdeckt sie einen kleinen Automaten. Sie kauft sich ein Ticket und schaut um sich. Wo ist der Holenier? Nora findet ihn und geht auf in zu. Neben ihm ist ein Platz frei, sie setzt sich hin. Versteht der überhaupt unserer Sprache? „Hey, du bist doch ein Holenier. Kannst du mich verstehen?“ Der grüne Mann schaut sie mit großen schwarzen Augen an. Er runzelt die Stirn und scheint nachzudenken. Dann zeigt er mit dem Finger auf sie.
„Du siehst aus wie diese Schauspielerin in den Klassikern „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“. Die sind bei uns sehr beliebt, diese zwei Tiere gibt es auf unserem Planeten wirklich. Ich heiße Jokol und du?“
„Nora.“
„Ein schöner Name. Nora heißen bei uns die Sonnenblumenkekse, neben Wato-Schokolade die beste Süßigkeit, die es gibt“
„Wie lange bist du schon auf unserer Erde?“
„Seit sechs Monaten, ich bleibe gleich zwei Jahre hier. Die Fahrt dauert so lange, sonst würde es sich nicht lohnen.“
„Was gefällt dir am besten hier?“
„Der neue Funkturm, der ist geil! Oder die Unterwasserstadt im Wannsee. Oder das Nachtleben in Grünau, da gibt es viele Clubs und Musik-Auftritte. Ich liebe eure Musik. Warst du schon mal auf Holenia?“
„Nein, ich würde aber gerne mal hinfliegen.“
„Es ist sehr teuer, ich weiß. Ich bin Architekt und habe das Likun-Hauptquartier auf Holenia entworfen. Da habe ich viel Geld verdient und konnte mir diesen Trip leisten. Ich gehe jetzt in die Zaza-Bar, da sind einige Holenier. Wenn du willst, kannst du mitkommen.“
„Ja, sehr gerne!“
Der ist ja nett, denkt sie. Seine Stimme klingt heiser und höher als die der Menschen. Da klebt eine junge Frau einen Aufkleber ans Fenster. Der Aufkleber ist ja wie ein Fernseher, da läuft ein Comic-Film ab. Was hat der Mann da an der Leine? Das Tier sieht aus wie ein kleiner Dinosaurier, wie ein T-Rex in Miniformat. Unglaublich. Auf dem S-Bahn-Plan sind die ganzen Züge drauf, die gerade fahren. Sie bewegen sich langsam auf dem Plan auf ihrer Strecke. Da ist ein Mann, der einen Laptop rausholt und sich Handschuhe anzieht. Kurz danach sieht Nora, wie er ein Actionspiel spielt. Aber er berührt keinen Joystick oder Tastatur, er fuchtelt wie wild mit den Händen und scheint es so zu steuern. An der Decke surrt irgendwas, was ist das? Ein kleiner Kasten mit einem Objektiv, der über den Köpfen fliegt.
„Wir sind da, Nora.“
Jokol steht auf und Nora folgt ihm. Sie verlassen den Bahnhof und sehen vor sich eine Menschenmenge.
„STOPPT DEN ÜBERWACHUNSWAHN!!“ „KEIN SURREN DER KAMERAS MEHR!“ „FREIHEIT STATT GEFÄNGNIS!“
Plakate werden von Menschen getragen und in die Höhe gehalten. Sie sind sehr aufgebracht und werden von Polizisten begleitet.
Beide gehen zu einer Bar. Der Kellner ist wie ein Bär aus einem Zeichentrickfilm, er lächelt Nora an und zwinkert ihr zu. Nora schaut ihn mit großen Augen und offenem Mund an.
Sie setzt sich neben Jokol an einen großen Tisch. Auf der anderen Seite neben ihr sitzt ein Holenier in Hawaii-Hemd und Shorts. Eine Sonnenbrille ist auf seiner Stirn und um seinen Hals hängt eine Fotokamera. Gegenüber von Nora sitzt eine Holenier-Frau, sie ist noch etwas kleiner als die anderen. Und ihr Kopf ist spitzer, sie trägt außerdem künstliche Augenbrauen. Daneben sitzt ihr Kind, welches mit kleinen Robotern, die auf dem Tisch laufen, spielt. Neben der Frau sitzt ein Holenier ganz in schwarz gekleidet. Er schaut nach vorne und blinzelt in einem gleichmäßigen Rhythmus. Nora schaut hin, wo er hinschaut. Am anderen Ende sitzt eine Holenier-Frau, die im selben Takt blinzelt wie er. An der Seite dieser Frau sitzt einer, der auf einer Flöte spielt. Nur das er die Flöte nicht an den Mund hält sondern auf dem Tisch zu liegen hat. Leise ertönt eine sanfte Melodie.

Jokol:
„Hallo, liebe Hollies, ich habe eine tolle Menschen-Frau mitgebracht. Sie heißt Nora und sieht aus wie die Anna aus „Keinohrhasen“.“

Nora:
„Hallo.“

Fomol:
„Ich heiße Fomol, ich bin schon das zweite mal auf eurer Erde. Ich mache gerne Fotos hier, ich habe auf Holenia eine Ausstellung mit meinen Bildern.“

Marla:
„Ich bin Marla, ich bin auch sehr gerne bei euch. Und mein Kind auch, ihr habt tolles Spielzeug. Nicht wahr, Wezel?“

Wezel:
„Spielen macht Spaß! Die Roboter sind toll.“

Rilti:
„Eure Musik gefällt mir sehr gut. Mittlerweile gibt es aber auch Holenier, die tolle Musik machen können. Deine Jacke, Nora, hat meine Lieblingsfarbe, schwarz. Du siehst toll aus.“

Isis:
„Ich finde eure Sprachen schön. Deutsch gefällt mir irgendwie am besten. Vor allem dieser lustige Dialekt, hier in Berlin. Sprichst du den auch, Nora?“

Fomol:
„Warte, Nora, ich mache ein Photo von dir. (knips)“

Rilti:
„Nora, vielleicht kannst du uns ja helfen. Wir suchen einen Menschen, wir finden ihn aber nicht.“

Marla:
„Ach, Rilti, jetzt hör´ auf. Nerv die Frau doch nicht damit.“

Nora:
„Wen sucht ihr denn? Dazu muß ich aber sagen, dass ich nicht mehr „up to date“ bin. Die Menschen, die ich kenne, leben wahrscheinlich nicht mehr.“

Rilti:
„Wir suchen einen ganz bestimmten...“

Marla:
„Du suchst ihn, nicht wir.“

Fomol:
„Das ist wirklich Quatsch, Rilti. Sieh es doch endlich ein.“

Rilti:
„Nora, ich bin mir sicher, dass es ihn gibt. Den „Krieger des Lichts“. Er soll in einer großen Metropole bei euch Menschen leben. Ich war schon in Paris, London, Tokio und anderen Großstädten, aber ich konnte ihn nirgends finden.“

Isis:
„In der Holenier-Bibel gibt es eine Sage von einem intelligenten Wesen weit weg von unserem Planeten. Er soll uns helfen die bösen Barrax zu besiegen.“

Rilti:
„Die Barrax sind eine böse Alien-Rasse, die unseren Bruderplaneten Terrania seit Jahrtausenden terrorisieren. Wir schaffen es auch mit den modernsten Waffen nicht die Barrax unschädlich zu machen. Nur der „Krieger des Lichts“ soll uns helfen können.“

Nora:
„Sorry, ich kann dir glaube ich nicht helfen.“

Marla:
„Das ist doch auch nur eine Sage.“

Rilti:
„Dieser Mensch, den ich suche, soll von großer Gestalt sein, kräftige Arme besitzen und ultra-schlau sein. Ein richtiger Held halt. In unserer Bibel werden aber kaum Angaben über ihn gemacht. Nur drei Sachen:
1.) Er ist im Sommer geboren
2.) Er kann Bierflaschen mit den Zähnen öffnen
3.) Er hat sich einmal in seinem Leben einen Spruch mit Engeln ausgedacht“

Upps, das könnte ja ich sein, denkt Nora. Aber ich komme doch bestimmt nicht in deren Bibel vor, oder?

Isis:
„Wir werden ihn vielleicht nie finden. Es ist wahrscheinlich nur ein Märchen.“

Nora:
„Also, ähh, ich bin im Sommer geboren und ich kann auch mit den Zähnen ein Bier aufmachen und, naja, einen Engelspruch habe ich mir mal ausgedacht. Aber vielleicht ist das nur Zufall. Außerdem bin ich kein Hulk Hogan, kein MuscleMan, ich bin nur eine Frau.“

Rilti:
„Warte mal. Wann bist du geboren?“

Nora:
„Am 12.Juni.“

Rilti:
„BärBier-Kellner, bringe mir bitte eine Flasche Bier!“

Der Bär kommt und bringt eine Flasche an den Tisch. Nora nimmt sie und öffnet sie mit dem Mund.

Rilti:
„Die zwei Sachen waren aber schon bei einigen richtig. Nicht bei vielen, aber es waren ein paar. Doch durch die letzte Prüfung sind dann doch alle durchgefallen. Der Engelspruch!“

Nora:
„Engel weinen, Engel leiden, Engel kotzen.“

Rilti:
„DU BIST ES!! Drei mal kommt in deinem Spruch „Engel“ vor und in unserem Glauben gibt es genau drei Engel.“

Isis:
„Wara, Liti und Kopo.“

Rilti:
„Wara wie weinen, Liti wie leiden und Kopo wie kotzen!!“

Rilti kann sich jetzt nicht mehr halten und steht auf. Er geht zu Nora und blinzelt sie an. Marla schüttelt genervt den Kopf, während Fomol ein paar Bilder schießt. Isis lächelt und klatscht in die Hände.

Nora:
„Ich bin aber nur eine Frau. Und nicht ein Krieger von großer Gestalt mit kräftigen Armen.“

Rilti:
„Über das Geschlecht des Kriegers wird in unserer Bibel aber nichts erzählt. Außerdem wird in Sagen der Held oft idealisiert. Es ist auch kein Zufall, dass es auf Holenia Keinohrhasen und Zweiohrküken gibt, du siehst wirklich wie Anna aus. Der Allmächtige hat alles kommen lassen, dass wir heute uns hier...“

Marla:
„Jetzt halte doch mal die Luft an. Das ist bestimmt nur Zufall, wie soll uns den ein einziger Mensch helfen die Barrax zu vernichten?“

12 Jahre später

Sie ist mit ihrem Raumgleiter jetzt in der dritten unterirdischen Katakombe und muß gleich da sein. Harfarin soll ein großer Schleimdrache sein, der giftige Blasen spuckt. Da ist wieder ein Schiff der Barrax, danach muß der Drache kommen. Das große rote „“ auf dem Raumschiff des Gegners leuchtet, hoffentlich erlischt es gleich. Soll sie jetzt mit dem Flammenstrahl schießen oder mit dem Laser am Bug? Den roten aufgefächerten Schuß jetzt lieber nicht nehmen, der ist für einen einzelnen Feind nicht so günstig.
Nora feuert mit dem Laser auf das Schiff, während sie gleichzeitig vor den Schüssen des Barrax ausweichen muß. Jetzt hat sie ihn getroffen, er rotiert und stürzt ab. Er zerschellt am Boden und blaue Wesen mit langen Schwänzen stürzen sich auf das Wrack.

Drei Jahre hat die Ausbildung im „Battle Squadron“ auf Holenia gedauert. Bisher konnte keiner Harfarin besiegen. Jetzt wird sich gleich zeigen, ob sie wirklich der „Krieger des Lichts“ ist.

Die Katakombe endet in einer riesigen Halle. An den Wänden klebt grüner Schleim und Vögel mit Rüsseln fliegen durch die Luft. Unter ihr ist ein grüner Brei, der allmählich Gestalt annimmt. Aus dem Brei wird ein Berg, aus dem Arme und Schwanz ragen. Immer mehr formt sich der Klumpen zu einem Drachen. Nora wirft sofort zwei Smart-Bomben ab. Sie explodieren am Boden und durch die ganze Halle fliegt grüner Schleim. Es ertönt ein lautes Geschrei, jetzt speiht der Drache Schleimblasen auf sie...
 
 
   
     
 
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Beitrag 19161 Verfasst am: Mi 28.Okt.2009 14:46
 
 
Heute sülze ich mal wieder ein bißchen. Ich habe "Zukunftsträume Teil III" fertig, packe ich morgen hier rein. Es ist nicht der letzte Teil, mindestens einer muß danach noch folgen. Habe Mehrteiler bisher nicht geschrieben, macht Spaß. Warum nicht mal eine Nora-Serie schreiben? Wußtet ihr, daß wenn man "Nora Tschirner Freund" bei google eingibt und Zeitraum "letzte Woche" anklickt, dann kommt diese Sendung!! Und bei "Nora Tschirner Mord (ist mein...)" wird sie auch unter den ersten zehn Einträgen gezeigt. Toll, ne? Über 270 Aufrufe schon, soviel bekomme ich auf meiner Website im ganzen Jahr.
Ich höre in meiner Werkstatt auf, ich sehe die Leute da bald nicht mehr- und Solvieg sehe ich wahrscheinlich auch nie wieder!! weinend Ich bin immer noch in die verliebt. Es ist zwischen uns beiden aber nichts gelaufen, weil sie einen Freund hat (der auch der Vater ihres Kindes ist). Da hätte ich mich gar nicht verlieben brauchen. Habe ich aber trotzdem gemacht. Liebe ist die geilste Droge, ist besser als Kiffen. In Nora bin ich so gesehen nicht verliebt, wie auch, ich kenne sie ja nicht. Ich kann mich nicht in einen Menschen verlieben, den ich nur auf dem Bildschirm sehe. Sie ist eine tolle Lady, keine Frage, aber wie ist sie wohl privat? Würde mich mal interessieren. Nora, liest du diese Sendung hier??? Melde Dich doch mal. Schreibe mal was. Ich habe hier kein Feedback. Nervt ein wenig. gegen die Wand Aber ist nicht so schlimm, mir macht das Schreiben seit einem Monat wieder richtig Spaß. Das sind Sketche, die ich mir immer wieder mal anschauen werde.

Bis morgen!! Zunge zeigend
 
 
   
     
 
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Beitrag 19164 Verfasst am: Do 29.Okt.2009 13:26
 
Zukunftsträume Teil III
 
Nora setzt sich mit ihrem Tablett an einen freien Tisch. Die Mensa vom „Battle Squadron“ ist relativ leer, aus den Lautsprechern rieselt leise Musik und an der Wand hängt ein Fernseher.
Das Pofolfrikasse war auch schon besser, denkt sie. Ist mein Lieblingsessen hier auf Terrania. Mal ein Schluck von der Pfefferminz-Cola nehmen. Hmm, lecker. Warum schaut der immer so düster? Ronno, der beste Raumfahrer, aber zugleich auch der arroganteste. „Best Victory“ ist sein Fliegername, das passt zu dem. Hat aber auch eine super Trefferquote, über 90%. Meine ist aber auch sehr gut, bei 85%. Bin jetzt in der Rankingliste auf Platz 3 hochgerutscht. Zweimal war ich aber auch schon „on the top“. Als ich das Magmamonster gekillt hatte, und Harfarin hatte mir auch die „Pole Position“ gebracht. Ach Mann, da wurde ich vielleicht gefeiert. „Nora Tschirner ist tatsächlich unser ‚Krieger des Lichts’. Sie wird ganz alleine Terrania befreien.“ Das stand in der Zeitung. Ich war sogar bei HoleniaTV zu Gast. Und dann die Pleite beim „Stunt Space Racing“. Der vorletzte Platz, ich weiß gar nicht, was mit mir los war. Das kann ich doch viel besser. Das Plasma-Ungeheuer konnte ich auch nicht alleine besiegen, erst als Elly mir geholfen hatte. Und schon war ich wieder nur auf Platz 5. Aber ich bin ja noch jung. Zum Glück haben die in dem Raumschiff, mit dem ich nach Holenia geflogen bin, diese Gravitationskapseln eingebaut. Die Reise hat neun Jahre gedauert, ich bin aber nur zwei Jahre gealtert. Dann die drei Jahre Ausbildung als Raumflieger, jetzt bin ich 33. Habe noch eine richtige Karriere vor mir, sagt Rilti. Der ist echt in Ordnung, ich mag den. Klug und lustig ist er, außerdem sehr sympathisch. Ich glaube, ich habe mich in den ein wenig verguckt. Ist schon komisch sich in einen Holenier zu verlieben. Da ist Phillip, er ist auch ein Mensch. Sehr nett, nervt aber manchmal mit seinen Klamotten. Der muß immer Sachen mit ganz grellen Farben tragen. „Incafighter“ heißt er, er kommt aus Südamerika, Peru. Mit dem bin ich auch schon ein paar mal geflogen.
„Hallo Nora, kann ich mich zu dir setzen?“
Nora schaut auf und sieht Elly. Sie ist neben Nora die einzige Menschen-Frau in der Truppe.
„Sag mal, gehst du jetzt wieder zur Sendung „Molo Fernweh“, Nora? Die haben dich eingeladen, habe ich gehört.“
„Vielleicht. Ich habe aber erst mal einen Auftrag zu erledigen. Ich muß Megdo besiegen.“
„Du solltest dir mal einen Urlaub gönnen.“
„Mir machen die Einsätze aber viel Spaß. Ich habe mich in meinen Raumgleiter irgendwie verliebt. Das Fliegen ist jetzt mein Lieblingshobby geworden.“
Am Tisch laufen drei junge Kampfpiloten vorbei.
„Schau mal, da ist ja unser Himmelsbote, der Krieger des Lichts. Den brauchen wir, wenn wir abends unsere Kerzen anzünden wollen.“
„Verpisst euch.“
Die Männer lachen und setzen sich einen Tisch weiter. Diese drei Idioten befinden sich in der Ausbildung, sind aber schon so etwas von frech. Die halten bestimmt nicht lange durch.
„Wie geht es Ritli, Nora?“
„Gut.“
„Sag mal, läuft was zwischen euch beiden, hihi?“
„Aber Elly, er ist doch ein Holenier. Ich gebe zu, ich mag ihn sehr, aber...aber...“
„Gib es zu, du bist verknallt in den. Ich habe es doch gestern auf der Party gesehen.“
Nora lächelt und nickt. Dieses Thema wird auf allen Welten besprochen, auch hier. Ihr gehen die Bilder vom letzten Abend noch mal durch den Kopf, wo...BING!!! BING!!! BING!!! Alarm! Ein Kampfeinsatz! Und das mitten in der Mittagspause. „Angriff der Barrax auf unsere Station! Bitte alle zu ihren Raumfliegern! Alarmstufe 9!!“
Während Nora aufsteht und ihre Jacke anzieht, sieht sie auf dem Fernseher sechs rechteckige Flieger, die ihre Station beschießen. Sie haben vier Flügel, es sind zweifache Doppeldecker. Mit vierzig Kanonen, das sind Barrax-Banditen. Wahrscheinlich werden die schon erledigt sein, wenn sie sich in „Robbie“ angeschnallt hat. So nennt sie ihren Flieger. „Nora und Robbie, eine ganz große Liebe, die Flaxial besiegt hat!“ Den Spruch von dem Moderator in „Molo Fernweh“ hat sie gerade im Kopf. Das Magmamonster Flaxial war ihr erster Hit! Vom Geheimfavoriten zum Erlöserpropheten. Auf einmal hat sich die „Krieger des Lichts-Story“ super verkauft. Es gibt auch nur ein Kapitel in der Holenia-Bibel über diesen Krieger. Und diese drei Angaben: Sommerkind, das Bierflasche-mit-Zähnen-öffnen und einen Engelspruch drauf haben. Tolle Story, oder?
Nora geht den Gang runter und in den Fahrtuhl. Als sie unten angekommen ist, sieht sie schon ihren Flieger.
“Die Barrax-Flieger wurden zerstört. Aber bitte in Bereitschaft bleiben, falls noch ein Geschwader kommt!“
Also erst mal vorbei, Zeit eine zu rauchen. Die Karamel-Zigaretten der Holenier sind echt lecker. Hier steht „Robbie“. Die rote zackige Linie auf dem Rumpf hat sie sich nach Flaxial raufmachen lassen. Und dann der ganz große Coup, Harfarin. Da wurde so richtig aufgerüstet. Zum Schluß hat sie sich ein ganz schickes Cockpit machen lassen. Aber dann doch diese blöde Nachricht!! Megdo und seine Kinder sind erwacht. Dieser ungeheuer große Steindinosaurier. Jahrhunderte lang hat man ihn für leblos erklärt und dann genau nach dem Tod von Harfarin erweckt Megdo zu Leben. Die zwei Großstädte der Terranier in der Nähe sind jetzt in Schutt und Asche. Ganze Kampfkolonnen sind an diesem Ungeheuer gescheitert. Aber nicht nur das, die ganzen Steine, die auch aus dem Stein Drinit wie Megdo bestehen sind zu Leben erwacht. Zum Glück gibt es diese Steine nur auf Clastania, einem der vier Kontinente auf Terrania. Vor Urzeiten ist da ein Vulkan ausgebrochen und das ganze ausgeworfene Gestein ist jetzt lebendig. Und fuchsteufelwild, mit dem kann man nicht diskutieren. Das hat natürlich die Holenier von den Barrax abgelenkt, aber seit zwei Wochen gibt es immer wieder Angriffe von denen. Die haben das ausgenutzt, noch mal aufgerüstet, und jetzt schlagen die richtig zu. Hoffentlich kommen die nicht in...Nora sieht in der Ferne des Himmels kleine Punkte, die auf die Station zugeflogen kommen. Es sind wieder Barrax, aber diesmal keine Banditen. Das ist...ja eine kleine Flotte. Ohhjee, Robbie ich komme!
Nora drückt ihre Zigarette aus und eilt ins Cockpit. Sie sieht noch, wie Elly neben ihr losfliegt und ihr zuwinkt. Na gut, dann geht es mal los, Nora!! Sssssssss, Nora beschleunigt ihren Flieger und hebt langsam ab. Immer wieder ein schönes Gefühl, dieses Abheben. So, Nora, und jetzt kein Erbarmen vor diesen ekligen Barrax-Monstern haben! Das sind Wesen, die nur ans Fressen, Ficken und Töten denken. Meiner Meinung nach eine Fehlkonstruktion der Natur auf Terrania. Zum Glück gibt es die nur hier. Die können sich aber total schnell fortpflanzen. Da hat man 100 gekillt und schon sind 30 neue wieder da. Noch nicht mal eine Sprache haben die. Die können nur fliegen und ballern. Das aber sehr gut. Die werden ausgebildet von der Prokol-Sekte. Das ist eine Gruppe von Holeniern, die den ganzen Planeten terrorisieren. Dagegen sind die Terroristen auf der Erde eine kleine Hütchenspieler-Klicke, mehr nicht.
Jetzt geht es gleich los! Die Barrax-Flieger bilden kleine Gruppen, am besten sie fliegt mit Elly und Phillip. Nach einer kurzen Verständigung fliegen die drei zusammen nach links. Jeder nimmt einen Barrax ins Visier, Nora aktiviert den Zielmodus. Huch, der schießt, sofort ausweichen!! Sehr gut, jetzt hat sie ihn angepeilt. Der Monitor blinkt und sie drückt den roten Feuerknopf. Bumm! Der ist getroffen. Die anderen beiden Barrax sind auch getroffen. Und Phillip auch!! Ohhje, er stürzt ab! Sein Flieger zerschellt an einem Felsen und explodiert. Der Arme.
„Nora, Phillip ist getroffen, er ist tot!“
„Ich weiß. Das ist hart. Aber laß uns den Einsatz zu Ende fliegen, die dürfen nicht zu unserer Station gelangen.“
Nora peilt den nächsten Gegner und, schießt – und trifft ihn. Die Barrax-Flieger sehen aus wie ein Bumerang, sie rotieren und die Kapsel mit dem Piloten bleibt unverändert nach vorne gerichtet. Und wieder ein Treffer! Ihre Treffgenauigkeit ist über die Jahre richtig gut geworden. Die anderen aus ihrer Truppe leisten auch gute Arbeit. Hinter ihr ist ein Barrax. Und vor ihr auch. Jetzt mache ich ein Trick, denkt sich Nora. Sie fliegt auf den Barrax genau zu und zehn Meter vor ihm hebt sie ab – und die beiden Flieger hinter und vor ihr knallen zusammen. Da ist Ronno, der legt sich alleine gleich mit vier Barrax an. Angeber. Soll sie dem helfen? Ach ne, lieber nicht, dann ist er in seinem Stolz gekränkt. Da ist Gloko, der verrückte. Auch „golden arrow » genannt. Der schießt selten, er macht es meist mit waghalsigen Manövern. Die Barrax verfolgen ihn, während er auf einen Felsen zufliegt. Und kurz vor dem Felsen hebt er ab und sein Gegner fliegt in den Felsen und zerschellt.
„Die Barrax fliehen, Angriff abgewehrt. Bitte zur Station zurückfliegen“ spricht die Lautsprecherbox in ihrer Kabine. Super, geschafft!
„Wir haben es geschafft, Nora“ sagt Elly. „Leider ist Phillip tot.“
„Das tut mir sehr leid. Ich brauche jetzt was gutes zu Essen, das muß ich verarbeiten. Ich möchte zu Forensia, einen Burger essen.“
Nora ist da gerne. Forensia ist ein gigantischer Baum mit Cafe und Restaurant. Der Stamm des Baumes hat einen Durchmesser von hundert Metern und ragt fast 200 Meter in die Luft. Daneben ist ein Krater, der mit Kristallwasser gefüllt ist. Dieses Wasser ist anders, es glänzt und man kann bis auf den Grund des Sees schauen.
Sie sieht auf einmal unten eine Riesenameise. Diese Dinger sind eklig!! Einer ihrer ersten Einsätze in ihrer Ausbildung war die Stadt Rokol von diesen Horrorameisen zu befreien. Am schlimmsten ist es, wenn die sterben, die geben entsetzliche Schreie von sich.
Da ist ja Forensia! Nora visiert die Landebahn an und gleitet mit ihrem Flieger auf den Boden. Sie steigt aus und sieht einen Holenier, der auf einem Band mit vielen Tasten auf und ab tanzt. Jede Taste hat einen eigenen Klang und während des Tanzes erklingt die Melodie von „Eye of the tiger“.
Oben angekommen auf Ast 141.B setzt sie sich mit ihrem Dino-Burger hin. Ein schönen Ausblick hat man hier, neben dem Baum ist ein großer Zoo. Die Giraffen haben hier zwei Hälse und Köpfe und die Nashörner haben ihr Horn hinten. Das sind auch die einzigen Tiere, die sie kennt, die rückwärts laufen. Da sind die Jowel-Schlangen. Die haben Flügel und können fliegen. Ihre Haut glänzt und wechselt ständig von grün zu rot.

Zwei Tage später

Moderator:
„Jetzt kommen wir zu unserem Highlight, zu einem Gast, der hier schon einmal war. Ich rede von dem Krieger des Lichts, von NORA TSCHIRNER!“

Das Publikum applaudiert und Nora betritt das Studio. Sie trägt eine Jeans und ein grünkariertes Hemd.

Moderator:
„Toll, Nora, dass du gekommen bist. Du siehst mal wieder umwerfend aus.“

Nora:
„Danke, ich bin hier gerne zu Gast.“

Nora gibt ihm die Hand, zieht sie aber kurz danach wieder zurück. Sie setzt sich hin, während der Moderator ihr die Hand reicht. Sie lächelt und schüttelt den Kopf, der Moderator legt seine Hand wieder auf dem Tisch. Jetzt reicht ihm Nora wieder die Hand.

Nora:
„Ich gebe dir noch eine allerletzte Chance. Wenn das jetzt wieder nichts wird, dann düse ich wieder zur Erde und trinke bei TvTotal Wodka, wie in alten Zeiten.“

Der Moderator gibt ihr die Hand und schüttelt sie.

Moderator:
„Nora, wenn du Holenia verlassen würdest, dann würde unser Bruderplanet Terrania untergehen, mache das bloß nicht. Die Barrax würden uns irgendwann besiegen und in Käfige sperren. Außerdem würde ich nicht noch mal so eine attraktive Frau ins Studio hier bekommen.“

Nora:
„Ach, das war doch nur Spaß, ich bleibe hier.“

Moderator:
„Du hast Flaxial und Harfarin besiegt und du bist die weibliche Hauptrolle in dem Film „Holenia Wars Resolution“. Du bist Kampfpilot und Schauspielerin. Was macht dir mehr Spaß?“

Nora:
„Beides. Diese zwei Berufe unterscheiden sich so wie ein Lakritzeeis und ein Senfbier. Wenn mir nach Action ist dann fliege ich sehr gerne. Und wenn mich die Muse küsst, dann spiele ich eine Rolle in einem Film.“

Moderator:
„Stimmt es, dass Rodrigez Phalax mit dir „Nora Connection“ drehen will? Ein Film über deine Heldentaten.“

Nora:
„Ich habe mir gedacht, dass ich den drehen werde, wenn ich es geschafft habe Megdo zu besiegen.“

Moderator:
„Das wäre dein dritter großer Erfolg in deiner Fliegerkarriere. Wie willst du ihn besiegen? Bisher sind alle gescheitert.“

Nora:
„Ich habe einen Säure-Strahler vom „Battle Squadron“ in meinem Flieger einbauen lassen. Damit kann ich Steinwesen zerstören.“

Moderator:
„Was ist dein Erfolgsgeheimnis?“

Nora(lacht):
„Das bleibt natürlich Betriebsgeheimnis.“

Moderator:
„Hast du nicht manchmal Angst bei einem Einsatz nicht mehr lebend zurückzukommen?“

Nora:
„Ja, das habe ich manchmal, vor allem, wenn gerade ein Kollege getroffen wurde. Aber ich ignoriere diese negativen Gedanken, ich denke nur optimistisch. Ich glaube, man schützt sich unbewusst davor.“

Moderator:
„Der bekannte „Best Victory“ und auch „Hellraiser“ sind bisher an Megdo gescheitert. Was willst du anders machen?“

Nora:
„Hehe, das verrate ich hier auch nicht. Vielleicht schaut Megdo gerade diese Sendung und dann weiß er bescheid. Und das wollen wir ja nicht.“

Das Publikum lacht und einer der Zuschauer hält ein Plakat mit der Aufschrift „Nora ist voll witzisch und sagt konkrete Sachen, wir lieben ihren megacoolen Style!!“ in die Höhe.

Moderator:
„Mal ein anderes Thema: Wie sieht es aus mit der Liebe? Hast du gerade einen Freund?“

Nora zieht eine Grimasse.

Moderator:
„Was heißt das?“

Nora:
„Äh, ich bin ziemlich paranoid, was das Thema anbelangt. Wenn man zu viel darüber redet geht es meistens schief. Darum sage ich mal ganz pauschal: Ich finde es voll gut, dass es Männer gibt.(lacht) Aber mir fehlt gerade nichts im Leben.“

Moderator:
„Möchtest du mal heiraten?“

Nora:
„Ja, sehr gerne, ist doch ein schönes Symbol. Aber jetzt noch nicht. Wenn ich verheiratet bin und eine Kinder-Rasselbande um mich habe, habe ich keine Zeit mehr fürs Fliegen und Drehen.“

Moderator:
„Du bist ja recht populär geworden in den letzten Jahren. Auf der Erde warst du sogar schon ein Hit vor über 60 Jahren. Über eine Zeitkapsel bist du in die Zukunft gereist. JETZT bist du auf der Erde sogar „schrecklich“ berühmt, viele fordern da „Nora for president!“. Würdest du gerne mal wieder zurückfliegen?“

Nora:
„Schon, aber ich will erst auf Terrania meinen Auftrag zu Ende bringen.“

Moderator:
„Glaubst du, dass du der Krieger des Lichts aus unserer Bibel bist?“

Nora:
„Es ist eine schöne Geschichte, aber ich nehme sie nicht zu ernst. Vielleicht stimmt es, vielleicht nicht.“

Moderator:
„Nach Flaxial und Megdo hat sich diese Story aber wunderbar verkauft.“

Nora:
„Die Leute lesen und hören das gerne, was ihnen am besten gefällt. Es ist doch immer so: Habe ich ein großen Erfolg errungen, dann bin ich der Prophetenmessias und wenn ich vergeigt habe bin ich eine durchschnittliche Menschen-Frau.“

Moderator:
„So war es aber schon immer, die Leute werden immer nach ihren Erfolgen gemessen. Eine letzte Frage: Das was bei euch Fußball ist ist bei uns Speedball. Wer wird am Wochenende neuer Sirius-Meister? Der SC Eintracht Likun oder der VfB Boskop?“

Nora:
„Die Eintracht ist mir sympathischer. Zwar schaue ich nicht so viel Speedball, wenn ich Sport schaue, dann die Bundesliga auf meinem Planeten, aber die Eintracht ist ein Überraschungsteam. Die sind gerade mal aus der Division B aufgestiegen und könnten jetzt Siriusmeister werden. Das hat es noch nicht gegeben, daß ein Aufsteiger den Titel holt, ich fände es schön.“

Moderator:
„Welches Ergebnis tippst du?“

Nora:
„Wird knapp, 32:30 oder 34:32, irgendwie so etwas.“

Moderator:
„Dann bedanke ich mich recht herzlich für dein Kommen und wir sehen uns hoffentlich wieder, wenn du Megdo besiegt hast.“
 
 
   
     
 
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